Public Viewing oder die Rückkehr der Leichenbeschauer

Da selb­ster­nan­nte Sprach­be­wahrer im All­ge­meinen kein großes Inter­esse an sprach­lichen Tat­sachen haben, dafür aber umso lieber auf den immer gle­ichen, meis­tens dutzend­fach wider­legten Irrmei­n­un­gen herum­re­it­en, war es unver­mei­dlich, dass mit der Fußball­welt­meis­ter­schaft auch der Mythos von der öffentlichen Auf­bahrung von Leichen durch die Zeitungs­land­schaft getrieben würde. Das näm­lich, so erfahren wir dieser Tage zum Beispiel aus der Köl­nis­chen Rund­schau und der Frank­furter Rund­schau, sei die eigentliche Bedeu­tung des Wortes Pub­lic View­ing.

Ich habe bere­its vor zwei Jahren — zur Europameis­ter­schaft — im Bre­mer Sprach­blog darauf hingewiesen, dass das nicht stimmt, und dass pub­lic view­ing im Englis­chen im Prinzip genau das bedeutet, was man erwarten würde, wenn man die Wörter pub­lic und view­ing zu einem Kom­posi­tum zusam­menset­zt: das öffentliche Anguck­en von allem Möglichen.

Aber genutzt hat es eben nichts. Der Beitrag ist zwar inzwis­chen gut fün­fzehn­tausend Mal aufgerufen wor­den, aber Sprach­be­wahrer waren unter den Lesern offen­sichtlich schwach vertreten.

Nun greifen dankenswert­er­weise andere meinen Beitrag auf. Ste­fan Wal­lasch zitiert ihn auf 11FREUNDE.de und zeigt außer­dem, wie man sich, wenn man mir nicht glauben will, mit ein­er schnellen Google-Suche selb­st davon überzeu­gen kann, dass öffentliche Auf­bahrun­gen von Leichen für die Ver­wen­dung des Wortes pub­lic view­ing keine her­aus­ra­gende Rolle spielt.

Wenn 11 FREUNDE es nicht schafft, den Mythos damit ein für alle Mal zu Grabe zu tra­gen, dann weiß ich nicht, woran ich über­haupt noch glauben soll. Auf jeden Fall wird es dann auch in der Amor­phen Welt des Julius H. nicht gelin­gen, einem Blog, das selb­sterk­lärter und unver­di­en­ter­weise Mit­glied des ehren­werten Clubs der erfol­glosen Blog­ger ist, dafür aber eben­falls auf meinen alten Beitrag ver­linkt und sehr tre­f­fende Google-Belege anführt. Denn in den Kom­mentaren zum dor­ti­gen Beitrag wen­det der ange­hende Anglist Fide­pus ein, dass Google ja nicht repräsen­ta­tiv sein müsse und dass man hier entsprechende Kor­po­ra (also große elek­tro­n­isch les­bare Samm­lun­gen repräsen­ta­tiv zusam­mengestell­ter authen­tis­ch­er Texte) her­anziehen müsse.

Was bei Fide­pus wis­senschaftliche Neugi­er ist, kön­nte von Sprach­nör­glern allzu leicht als faden­scheinige Entschuldigung ver­wen­det wer­den, die Mär von der Leichenbeschau unberührt von Tat­sachen weit­er zu ver­bre­it­en. Deshalb sage ich es hier noch ein­mal in aller Klarheit: Diese Google-Suchen sind alle­samt repräsen­ta­tiv.

Im British Nation­al Cor­pus, dem mit 100 Mil­lio­nen Wörtern größten repräsen­ta­tiv­en Kor­pus des Britis­chen Englisch, find­en sich genau zwölf Tre­f­fer für pub­lic view­ing, und kein einziger davon bezieht sich auf die öffentliche Auf­bahrung ein­er Leiche. Die Tre­f­fer beziehen sich, wie erwartet, auf die öffentliche Besich­ti­gung von Räum­lichkeit­en und Gärten, Kunst­werken und anderen Ausstel­lungsstück­en, Fil­men und Doku­menten, und in einem Fall einem lebendi­gen, dafür aber unbek­lei­de­ten Kör­p­er. Fußball­spiele sind nicht dabei, aber das liegt daran, dass das Kor­pus aus den 1990ern stammt und Fußball damals noch nicht auf Großlein­wän­den über­tra­gen wurde.

Daraus will ich gar nicht schließen, dass sich Pub­lic View­ing nicht auch mal auf das öffentliche Besichti­gen ein­er Leiche beziehen kön­nte. Aber die Behaup­tung, dass der Begriff sich „eigentlich“ oder „ursprünglich“ oder „für englis­che Mut­ter­sprach­ler“ an erster Stelle auf eine Leichenbeschau bezieht, ist schlicht und ein­fach Unsinn. Das hat irgen­dein sprach­lich­er Feingeist mal aus der Wikipedia abgeschrieben, und alle anderen schreiben es jet­zt bis in alle Ewigkeit voneinan­der ab (die Wikipedia hat es, ich habe schon vor zwei Jahren darauf hingewiesen, längst kor­rigiert).

[Nach­trag: Eine Fort­set­zung find­et sich hier.]

 

 

Amor­phe Welt (2010) Pub­lic View­ing, Die Amor­phe Welt des Julius H., 10. Juni 2010 [Link]

Heylt­jes, Lars (2010) Deutschlaaand, Deutschlaaand! Köl­nis­che Rund­schau (rundschau-online.de), 9. Juni 2010. [Link]

Ste­fanow­itsch, Ana­tol (2010) Pub­lic View­ing, Bre­mer Sprach­blog, 8. Juni 2008 [Link]

Still­bauer, Thomas (2010) Pein­lich View­ing, FR-online.de, 10. Juni 2010
[Link]

Wal­lasch, Ste­fan (2010) Rudel­bil­dung, öffentlich. 11FREUNDE.de, 8. Juni 2010. [Link]

[Dieser Beitrag erschien ursprünglich im alten Sprachlog auf den SciLogs. Die hier erschienene Ver­sion enthält möglicher­weise Kor­rek­turen und Aktu­al­isierun­gen. Auch die Kom­mentare wur­den möglicher­weise nicht voll­ständig über­nom­men.]

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Anatol Stefanowitsch

Über Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.

31 Gedanken zu „Public Viewing oder die Rückkehr der Leichenbeschauer

  1. Andreas

    Leichen*be*schauer?
    Ich kann die Aus­sage des Textes zwar auch beim wieder­holten Mal gut nachvol­lziehen, allerd­ings nicht die ver­wen­de­ten deutschen Begriffe.
    Eine öffentliche Auf­bahrung ist für mich eine Leichen­schau — und für die Leute, die zu ein­er Leichen­schau kom­men, kenne ich keinen eige­nen Namen.
    Eine Leichenbeschau ist dage­gen das, was Patholo­gen und ver­wandte Berufe machen; und wenn sie sowas machen, dann sind sie Leichenbeschauer.
    Vielle­icht ist dieser gefühlte Unter­schied auch mein­er Eigen­schaft als Öster­re­ich­er geschuldet, ich finde jeden­falls das *be* irri­tierend.

  2. Dierk

    Wörter­büch­er?
    Mir reicht in diesem Zusam­men­hang eigentlich schon, dass die üblichen Verdächti­gen — z.B. Jour­nal­is­ten — nicht ein­mal wis­sen, wie der eine oder andere Blick in eine Hand­voll Wörter­büch­er helfen kön­nte. Gut, viele Leser/Zuschauer haben sich daran gewöh­nt, dass Recherche nicht ein­mal mehr auf niedrig­stem Niveau stat­tfind­et.
    Collins, 5th ed: lay­ing out; lying in state [pub­lic view­ing taucht als eigen­ständi­ger Begriff gar nicht auf]
    Long­man DCE, 2003: lay out [gibt kein pub­lic view­ing]
    New Oxford The­saurus, 1st ed, 2000: verzichtet kom­plett
    NSOED, 1993: lay out; lying in state [pub­lic view­ing taucht nicht als eigen­ständi­ger Begriff auf]
    Alleine daraus lässt sich erken­nen, wie weit die Kom­bo public+viewing von Leichenauf­bahrung ent­fer­nt ist; ich sehe es auch nicht als Kom­posi­tum.

  3. Achim

    Leichen(be)schau
    @ Andreas
    Nach ein­er zugegeben schnellen Recherche im Netz gibt es bei­de Begriffe, Leichen­schau und Leichenbeschau; let­zteres offen­bar als die offiziellen Begriffe in .at und .ch, während ersteres in .de offiziell ist. Das Fremd­wort dafür ist Autop­sie: Die Unter­suchung ein­er Leiche mit dem Ziel, die Todesur­sache zu ermit­teln.
    Etwas anderes ist die Auf­bahrung. Die find­et vor der Beiset­zung bzw. Einäscherung statt; das umgebende Wort­feld scheint mir nicht sehr dif­feren­ziert zu sein (“Du kannst sie am Tag vorher nochmal sehen”).

  4. Stefan

    Wikipedia??
    Hmm… Wenn ich dem Link in die aktuelle Ver­sion des Wikipedia-Artikels folge, lese ich dort:
    „Die ursprüngliche englis­che Bedeu­tung ist allerd­ings öffentliche Aufbahrung[1].“
    Die Fußnote ver­weist auf eine BBC-Leser­brief­seite, auf der ich fol­gen­des finde:
    “Nobody told the Ger­mans obvi­ous­ly that this means a pub­lic view­ing of a corpse in many Eng­lish speak­ing coun­tries.”
    Was stimmt denn jet­zt?

  5. Anatol Stefanowitsch

    @Stefan
    Ihr Zitat stammt aus der aktuellen Entwurfsver­sion des Artikels, der in der Tat ein Rückschritt wäre. Die derzeit­ige gesichtete Ver­sion stellt die Bedeu­tung bess­er dar.

  6. A. Nonym

    Herr Ste­fanow­itsch weiß, was die englis­che Sprache bet­rifft, mal wieder alles bess­er als englis­che Mut­ter­sprach­ler: http://nothingforungood.com/…the-pub­lic-view­ing/
    Falls das nicht reicht, habe ich einem amerikanis­chen Fre­und fol­gende E-Mail geschrieben:
    „Hey, [Name ent­fer­nt], could you tell me what “pub­lic view­ing” is?“
    So lautete seine Antwort:
    „Gener­i­cal­ly speak­ing, it just means an event or loca­tion that is des­ig­nat­ed for view­ing by the gen­er­al pub­lic, like an exhi­bi­tion or land­mark. But more often [!] it specif­i­cal­ly refers to the pub­lic view­ing of a body, as opposed to a pri­vate funer­al or memo­r­i­al ser­vice. Deceased heads of state are often giv­en pub­lic view­ings.“

  7. suz

    A. Nonym
    Aber da liefern Sie die Begrün­dung ja schon mit: Ihr amerikanis­ch­er Mut­ter­sprach­ler hat genau die Unter­schei­dung gemacht, die es uns erlaubt, ‘pub­lic view­ing’ eben auch in der Bedeu­tung des “Rudel­guck­ens” zu ver­wen­den. Es gibt eine all­ge­meine (“gen­er­al­ly speak­ing”) und eine engere (“specif­i­cal­ly”) Bedeu­tung. Wir haben die all­ge­meinere Bedeu­tung über­nom­men um einen spez­i­fis­cheren, wenn auch von der spez­i­fis­cheren “Urbe­deu­tung” abwe­ichen­den Kon­text, zu ben­nen. Dass englis­che Mut­ter­sprach­ler den Begriff nicht in dem Sinne ver­wen­den, wie wir mag auch daran liegen, dass es sich bei der Entlehnung um eine rel­a­tiv abrupte Wortschöp­fung han­delt, und/oder daran, dass “Rudel­guck­en” in den dor­ti­gen Län­dern weniger prak­tiziert wird bzw. eine deutsche “Erfind­ung” sein mag.
    Ähn­liche Prozesse laufen auch anders herum ab; ‘gestalt’ hat im Englis­chen eine sehr viel engere Bedeu­tung, als im Deutschen, in welchem ‘Gestalt’ die engere englis­che Bedeu­tung mit ein­schließt. Und das ist nur ein Beispiel (siehe auch ‘abseil’, ‘angst’). Lehn­wörter behal­ten in den sel­tensten Fällen ihre Ursprungs­be­deu­tung (ver­mut­lich mit Aus­nahme tech­nis­ch­er Begriffe, da ihre Gegen­stände irgend­wie “uni­ver­sal” sind).
    Ich finde ‘pub­lic view­ing’ ja auch nicht beson­ders hüb­sch, aber mir hat bish­er noch nie­mand eine ähn­lich grif­fige Beze­ich­nung anbi­eten kön­nen: Alter­na­tiv­en wie “Rudel­guck­en” klin­gen zwar irgend­wie lustig, aber eben auch ein wenig “be“lustigend. Ähn­lich neu­trale “Entsprechun­gen” wie ‘öffentliche Auf­führung’ sind eben auch nicht syn­onym, weil darunter Vor­führun­gen jed­er Art gemeint sein kön­nen, z.B. Lesun­gen, Kinovor­führun­gen etc.

  8. Dierk

    Ein sim­ples Missver­ständ­nis
    Mir scheint hier ein ganz sim­ples Missver­ständ­nis vorzuliegen. In meinem ersten Kom­men­tar deutete ich bere­its an, dass ich ‘pub­lic view­ing’ nicht für ein Kom­posi­tum halte, son­dern eine ein­fache NP — ‘pub­lic’ mod­i­fiziert hier ‘view­ing’, es entste­ht kein eigen­ständi­ger Begriff wie ‘dog­house’ oder ‘white col­lar’.
    In der englis­chen Wikipedia gibt es einen Ein­trag ‘pub­lic view­ing area’, eine Beze­ich­nung für Bere­iche von nor­maler­weise für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Örtlichkeit­en, die zur Besich­ti­gung für eben jene Öffentlichkeit geöffnet wer­den. Außer­dem taucht ‘pub­lic view­ing’ regelmäßig in Artikeln zu toten US-Präsi­den­ten auf.
    Wenn Staat­sober­häupter ster­ben ist es in vie­len Län­dern, u.a. den US, üblich, eine Totenwache zu hal­ten [egal, ob der Präsi­dent katholisch war oder nicht], dabei wird dann oft zwis­chen unter­schieden nach den Tagen, an denen jed­er am offe­nen Sarg vor­bei darf, und Tagen, in denen nur die Fam­i­lie und enge Fre­unde oder offizielle Besuch­er vor­beis­chauen dür­fen. Das ‘pub­lic view­ing’ beze­ich­net also auch hier nicht etwa die Auf­bahrung an sich, die weit­er­hin ‘lying in state’, ‘layed out’ oder ‘wake’ heißt*.
    Jede Art gemein­samen öffentlichen Anschauens ist ‘pub­lic view­ing’, da kann der Betra­ch­tungs­ge­gen­stand tot sein, leben, Tier, Pflanze, Min­er­al sein, es spielt keine Rolle für die Bedeu­tung der NP. Mit Sicher­heit ist die Behaup­tung, es hieße ursprünglich ‘öffentliche Leichenauf­bahrung’ schlicht falsch. Das ist im gün­stig­sten Fall eine Nebenbe­deu­tung jün­geren Datums.
    *Zumin­d­est die Anglis­ten und Lit­er­atur­wis­senschaftler soll­ten sich mit ‘Wake’ eigentlich ausken­nen …

  9. David

    @DaveA
    Does that mean that you would con­sid­er any oth­er use of the term absurd? E.g. uses refer­ring to the pub­lic expo­si­tion of a work of art?

  10. Jupp

    alles richtig, aber
    warum in Gottes Namen kreieren wir englis­che Wortschöp­fun­gen stre­it­en uns anschliessend darüber wie ein englis­ch­er Mut­ter­sprach­ler diese ver­ste­ht, anstatt unsere eigene Sprache kreativ zu nutzen?? Mas­sen­glotzen, Rudelgucken,…irgendwas ser­iös­es wird sich ja wohl auch find­en.

  11. Katharina

    Inwiefern sind Mas­sen­glotzen und Rudel­guck­en ser­iös?
    Bei­de Begriffe haben doch eine abfäl­lige Kon­nata­tion

  12. Gillian L

    Sehr geehrter Herr Abramovitsch,
    Sprache ist das, was gesprochen wird. Und das, was ver­standen wird. Nicht, was in irgendwelchen Wörter­büch­ern gefun­den und mis­in­ter­pretiert wird. Wie z.B. von Dierk, der als Def­i­n­i­tion ‘lying out in state’ zitiert. Und damit ver­sucht, die Def­i­n­i­tion Auf­bahrung zu demen­tieren.
    But *what* do you lay out in state? Well, a dead body.
    Vielle­icht hil­ft diese Erk­lärung, die ich als Kom­men­tar auf http://transblawg.eu/…in-Schein-Anglizismus.html gepostet habe. Zumin­d­est habe ich *ver­sucht* zu erk­lären, warum *view­ing* nicht das richtige Wort in Verbindung mit dem Anschauen z.B. eines Fußball­spiels ist:
    (…) while Ana­tol Ste­fanow­itsch would be right in claim­ing that some­thing doesn’t have to be a dead body to be viewed pub­licly, I do not believe that you can ‘view’ a foot­ball match.
    A view­ing gives you the chance to *look at* some­thing, to catch a glimpse of it, to see it with your own eyes.
    A match, or a movie, you *watch*. The whole length of it, usu­al­ly. It’s a show, with a begin­ning and an end.
    So there­fore the match, or the movie, or the TV show, is *screened’.
    Why is it so dif­fi­cult to accept that a native speak­er would *not* have called the pub­lic screen­ing a pub­lic view­ing if he’d been asked?
    Mfg, ‘Gillian L’

  13. LMK

    Wenn ich die Aus­führun­gen von Gillian L richtig ver­standen habe, ist “screen­ing” das, was die Fernse­hanstal­ten in diesem Zusam­men­hang betreiben. Oder täusche ich mich da?

  14. Chris

    Trust me; we say pub­lic view­ing.
    Es sind nicht nur die soge­nan­nten “Sprach­nör­gler”, die gegen Deng­lish auf­muck­en. Ob ein Begriff tat­säch­lich die gle­iche Bedeu­tung auf englisch hat (wie “meet­ing”, “to go”, “shop”, “baby” usw.) oder nicht, ist vie­len Denglsich-Geg­n­ern egal. Als Englis­chmut­ter­sprach­ler finde ich Jam-Ses­sion, Par­ty on three Floors, Team, Know-how, Image, Six­pack usw. ein­fach lang­weilig, ein schäbiger Ersatz für eigen­ständi­ges Denken und Kreativ­ität in der eige­nen Sprache.
    Es ist keine Kun­st, ein Wort im Deutsch-Englisch-Wörter­buch nachzuschla­gen oder einen mod­er­nen Begriff aus dem Urlaub in New York zurück nach Hause mitzubrin­gen. Mein zwei­jähriger Sohn kann auch (lei­der) manch­mal wie ich schimpfen. “Neol­o­gisms”, “port­man­teaus”, “spooner­isms”, “sniglets”, aus­ländis­ch­er Ein­fluss usw. machen englisch dynamisch und inter­es­sant. Bloße Nach­machung nicht. Ich mag die deutsche Sprache genau wegen ihrer Flex­i­bil­ität. Schade, dass so viele Deutsche lieber den Abkürzungsweg zu “cool” nehmen wollen.
    Und “Pub­lic View­ing” ruft doch bei mir Bilder von den öffentlichen Auf­bahrun­gen von Lenin, Rea­gan und Jack­son her­vor wie bei den NBC-Leuten in Wash­ing­ton: http://www.nbcwashington.com/news/local-beat/Public-Viewing-Held-for-State-Trooper-Killed-96685889.html (Num­mer vier bei Google unter den ersten drei deutschver­wandten Ergeb­nis­sen für “pub­lic view­ing”) und Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Death_and_state_funeral_of_Ronald_Reagan#Public_viewing).

  15. Chris

    Ihr Mythos ist der Mythos
    Es sind nicht nur die soge­nan­nten “Sprach­nör­gler”, die gegen Deng­lish auf­muck­en. Ob ein Begriff tat­säch­lich die gle­iche Bedeu­tung auf englisch hat (wie “meet­ing”, “to go”, “shop”, “baby” usw.) oder nicht, ist vie­len Denglsich-Geg­n­ern egal. Als Englis­chmut­ter­sprach­ler finde ich Jam-Ses­sion, Par­ty on three Floors, Team, Know-how, Image, Six­pack usw. ein­fach lang­weilig, ein schäbiger Ersatz für eigen­ständi­ges Denken und Kreativ­ität in der eige­nen Sprache.
    Es ist keine Kun­st, ein Wort im Deutsch-Englisch-Wörter­buch nachzuschla­gen oder einen mod­er­nen Begriff aus dem Urlaub in New York zurück nach Hause mitzubrin­gen. Mein zwei­jähriger Sohn kann auch (lei­der) manch­mal wie ich schimpfen. “Neol­o­gisms”, “port­man­teaus”, “spooner­isms”, “sniglets”, aus­ländis­ch­er Ein­fluss usw. machen englisch dynamisch und inter­es­sant. Bloße Nach­machung nicht. Ich mag die deutsche Sprache genau wegen ihrer Flex­i­bil­ität. Schade, dass so viele Deutsche lieber den Abkürzungsweg zu “cool” nehmen wollen.
    Nur in nicht englis­chsprechen­den Län­dern entste­hen solche The­men: “Pub­lic View­ing” ruft doch bei mir Bilder von den öffentlichen Auf­bahrun­gen von Lenin, Rea­gan und Jack­son her­vor wie bei den NBC-Leuten in Wash­ing­ton (“Pub­lic View­ing Held for State Troop­er Killed”) und Wikipedia (“Death and state funer­al of Ronal Rea­gan – Pub­lic view­ing”).

  16. Der echte Chris

    @Chris
    Sie wieder­holen hier nur Behaup­tun­gen, die entwed­er triv­ial und unstrit­tig oder im Ver­lauf der Diskus­sion längst wider­legt wor­den sind. Warum ver­schwen­den Sie Ihre wertvolle Leben­seit auf so etwas?

  17. Chris

    @ Der echte Chris
    Shop­worn quips and unfound­ed claims don’t help. Which of my state­ments have been refut­ed? Which are triv­ial? The ones that hit a nerve? I waste my valu­able time with the top­ic because I’ve been sub­ject­ed to it dai­ly in my pro­fes­sion­al and per­son­al life for ten years now. The minute I no longer have to hear and read Ger­man is the minute I lose inter­est in it. Until then, I can’t help but con­front the phe­nom­e­non just as I can’t help but gawk at an acci­dent on the high­way or pore over Inter­net pic­tures of star-nosed moles after the kids are in bed: it’s repul­sive and fas­ci­nat­ing simul­ta­ne­ous­ly. So you can either offer some­thing though­ful or con­tin­ue wast­ing your valu­able time with some­one who’s wast­ing his valu­able time.

  18. Der echte Chris

    @Chris

    Shop­worn quips and unfound­ed claims don’t help.

    Says the man whose entire com­ment is one big shop­worn quip.

    Which of my state­ments have been refut­ed? Which are triv­ial?

    Your state­ment that pub­lic view­ing can refer to pub­lic dis­plays of dead bod­ies or coffins is triv­ial. None of the arti­cles here or on Bre­mer Sprach­blog have called this into ques­tion. The point was that pub­lic view­ing has a range of oth­er mean­ings, and that point has been amply sup­port­ed with evi­dence.
    Your state­ment that loan words are a shab­by replace­ment for orig­i­nal think­ing has been refut­ed count­less times here and on Bre­mer Sprach­blog, so why don’t you edu­cate your­self before you make triv­ial and sweep­ing claims.
    Your claim that Eng­lish loan words enter the Ger­man lan­guage because peo­ple get them from dic­tio­nar­ies or bring them home from a vaca­tion in New York is com­plete­ly absurd and shows that you are talk­ing out of your ass.

    The minute I no longer have to hear and read Ger­man is the minute I lose inter­est in it.

    Says the man who claimed the fol­low­ing two days ago:

    Ich mag die deutsche Sprache genau wegen ihrer Flex­i­bil­ität.

    So tell me again, why exact­ly should any­one take you seri­ous­ly?
    Go gawk at an acci­dent, idiot.

  19. Coach

    Der Fakt, dass ein Wort in ein­er frem­den Sprache in einem bes­timmten Zusam­men­hang ver­wen­det wer­den KANN bedeutet nicht, dass wir ihn in unser­er Sprache eben­falls ver­wen­den müssen.
    Die direk­te Über­set­zung “Öffentliche Betra­ch­tung” find­et im Deutschen nicht viel Ver­wen­dung. Der Begriff “Öffentliche Anhörung” find­et dage­gen Ver­wen­dung und beze­ich­net in der Regel, wenn auch nicht auss­chließlich die Gegenüber­stel­lung von Mei­n­un­gen vor einem Gremi­um…
    Wenn ich mir vorstelle eines Tages in einem nicht deutschsprachi­gen Land auf den deutschen Begriff “Öffentliche Anhörung” als Beze­ich­nung für eine öffentliche über­tra­gung eines Radio­pro­gramms zu stoßen… Ich sähe drei Krit­tikpunk­te:
    1. Es wäre anzunehmen dass sich ein Wort in der Lan­dessprache find­en lässt.
    2. Der Begriff ist in der Deutschen Sprache in diesem Zusam­men­hang nicht gebräuch­lich.
    3. Auch wenn der Begriff diese Bedeu­tung haben kann ist die Assozi­azion des Begriffs eine völ­lig andere.
    Das bedeutet nicht dass ich Anglizis­men prinzip­iell verurteile.
    Wörter fremder Sprachen kön­nen eine Sprache sehr bere­ich­ern wenn es für die spez­i­fis­che Bedeu­tung des Wortes kein passendes Equiv­a­lent gibt… oder Kann hier jemand Equiv­a­lente find­en, die die volle Bedeu­tung der Worte “teenag­er”, “okay”, “date” oder auch “cool” erfassen?
    Ander­er­seits gibt es dinge die völ­lig unnötig sind zu erset­zen, da sie in unser­er Sprache bere­its existieren…
    Oder hat jemand ert­sthaft Prob­leme mich zu ver­ste­hen, wenn ich von ein­er öffentlichen Über­tra­gung oder Groß­bildüber­tra­gung eines Fußball­spiels rede?
    Nicht nur ist der englis­che Begriff über­flüs­sig, er ist auch­noch, wenn nicht völ­lig falsch, dann zumin­d­est in diesem Zusam­men­hang nicht gebräuch­lich.

  20. David

    Ach was, wenn der nicht gebräuch­lich wäre, dann wür­den wir die ganze Diskus­sion doch gar nicht führen.

  21. Chris

    @ Der echte Chris
    This has rapid­ly descend­ed to gar­den-vari­ety Inter­net palaver, though I am impressed you could cram into one post sub­jec­tivist fal­lac­i­es, appeals to author­i­ty, ad hominem and, inevitably, invec­tives, the last resort of a…. With that you’ve almost exhaust­ed the arse­nal of the frus­trat­ed blog-forum habitue (inex­plic­a­bly omit­ting the rasp­ber­ry-giv­ing emoti­con; that thing is gold, man!). While mak­ing it hard to take you seri­ous­ly, it also reveals you’re tak­ing me quite seri­ous­ly, indeed, this being our third date ‘n’ all.
    You can’t “refute” the opin­ion that Deng­lish reflects a lack of cre­ativ­i­ty etc. any more than you can refute the opin­ion that its use does to Ger­man what Dis­ney­land does to Euro­pean archi­tec­ture: lends it a car­toon­ish qual­i­ty. Shoe­horn­ing a dynam­ic social phe­nom­e­non into a social sci­ence might give you the impres­sion you’ve defined and con­tained it, but this is an insid­i­ous deter­rent of gen­uine under­stand­ing. By its nature social sci­ence comes late to the par­ty, while the par­ty has moved on. And cit­ing the paja­ma press to shore up an argu­ment is, par­don my redun­dan­cy, a shod­dy sur­ro­gate for direct expe­ri­ence. I’ll explain:
    As a teacher and copy­writer I have had reg­u­lar access to large groups of Ger­man native speak­ers across the Ger­man social spec­trum for a decade. Due to my amused but deep curios­i­ty about Deng­lish, it has been a peren­ni­al top­ic in both planned cur­ric­u­la and spon­ta­neous chitchat as well as an inte­gral part of writ­ing copy in adver­tise­ments, com­mer­cials, brochures, web sites etc. The results of my inter­views, con­ver­sa­tions and work rough­ly can be summed up thus:
    — Deng­lish is a pop­u­lar adap­ta­tion to the over­whelm­ing per­va­sive­ness of Amer­i­can and British pop cul­ture in Ger­man media.
    — Deng­lish is itself a tool for embell­ish­ing or inten­tion­al­ly obfus­cat­ing — or both — oth­er­wise banal rhetoric with dec­o­ra­tive, though hol­low, loan-word replace­ments. (“Kaf­fee zum Mit­nehmen ist lang­weilig,” con­fid­ed a col­league. “Mit ‘to go’ denkt man an ‘Sex and the City’.”)
    — Deng­lish is a tool to con­vey the impres­sion that the speaker/writer is edu­cat­ed, mod­ern and sophis­ti­cat­ed. For that rea­son the branch­es of busi­ness, pub­lic rela­tions and adver­tis­ing — all short on sub­stance and long on image — are rid­dled with it.
    — Deng­lish is used in sci­ence and tech­nol­o­gy as a result of Amer­i­can dom­i­nance in those fields, often lead­ing to con­fu­sion and coun­ter­pro­duc­tive sim­pli­fi­ca­tions as bemoaned by many sci­en­tists and researchers on both sides of the lan­guage bar­ri­er.
    In short, Deng­lish is super­fi­cial, a con­text-less, smoke-and-mir­rors device which, in my expe­ri­ence, does far more harm than good to com­mu­ni­ca­tion (and let’s not even begin with gram­mar and spelling, e.g. babies vs ‘Babys’, apos­tro­phes, hyphens etc.) Sure, you can say ‘Pub­lic View­ing’ until you go cross-eyed, but most Ger­mans don’t under­stand this is not the most com­mon mean­ing of the term, just as they don’t know that ‘Peel­ing,’ ‘Smok­ing,’ ‘Hap­py-End,’ ‘Open-Air’ etc. don’t have the same Eng­lish mean­ing, if any at all.
    You clear­ly have a dif­fer­ent opin­ion, and I’m sure you’ll express it as best you can in a flur­ry of flus­tered calum­ny and links to eso­teric blog entries — of which, by the way, there are plen­ty to sup­port all sides. I’ll address your pre­vi­ous state­ments before you do:
    “Says the man whose entire com­ment is one big shop­worn quip.” Ah, the I-know-you-are-but-what-am-I defense, guar­an­teed to bring even the most pot­ty-trained three-year-old to tears.
    “Your state­ment that pub­lic view­ing can refer to pub­lic dis­plays…” Dealt with in this post.
    “Your state­ment that loan words are a shab­by replace­ment…” Dealt with in this post.
    “Your claim that Eng­lish loan words enter the Ger­man lan­guage…” NOW you’re on to some­thing, DeC; I was, in fact, talk­ing out of my ass. It is an exam­ple of hyper­bole, used here to illus­trate how lan­guage lessons and unbal­anced expo­sure to Eng­lish e.g. hol­i­days abroad, mass and pop media, per­pet­u­ate and accel­er­ate the already unchecked influx of Deng­lish vocab­u­lary. Again, you take me too seri­ous­ly.
    “Says the man who claimed the fol­low­ing two days ago…” Sez da man, sez da man: I apol­o­gize for not clar­i­fy­ing my dis­tinc­tion between Ger­man and Deng­lish. Here I meant ‘Neudeutsch’.
    “So tell me again, why exact­ly should any­one take you seri­ous­ly?” I’m not sure. Per­haps because my inter­est in the ori­gins, devel­op­ment and use of Deng­lish are gen­uine. My cur­rent opin­ions may be harsh, but they are informed and flex­i­ble.
    “Go gawk at an acci­dent, idiot.” It’s a shame you’ve stooped to such yoke­l­ish tac­tics; we might have had the exchange I was look­ing for. Instead, I don’t think any­one will protest if I stop here; any fur­ther and we’ll need lawyers and stenog­ra­phers.
    Lebe wohl,
    Chris
    :-p~
    PS — @Coach: Ich schließe mich an.

  22. klaus h

    Umgangssprachge­brauch”
    …ähn­lich wie “Leichen­schmaus” oder bei uns am Nieder­hein “Raue” haben die benutzten Worte in Regio­nen unter­schiedliche Bedeu­tung, fre­undlichen Gruß

  23. Markus Schröder

    Halb­wahrheit — na ja, höch­stens Vier­tel
    Hier scheint jemand genau­so ver­bohrt bis­sig und borniert zu sein wie die Sprach­be­wahrer und Real­itäten ein­fach auszublenden. Wer auf den Seit­en der BBC nach “pub­lic view­ing” sucht wird über Leichen nicht Fußballer stolpern — Rudel­guck­en find­et als “pub­lic view­ing” in Eng­land nicht statt. Und wer sich die erfol­gre­ichen Romane von Janet Evanovich im Orig­i­nal durch­li­est, wird fest­stellen, dass die Mut­ter der Pro­tag­o­nistin Ste­fanie Plum kein Fußball­fan ist, son­dern als Katas­tro­phen­tourist von einem “pub­lic view­ing” zum näch­sten wan­dert, um sich Leichen anzuse­hen.
    Aber ist schon schön, dass hier mit einem Mythos aufgeräumt wird…

  24. Anatol Stefanowitsch

    @Markus Schröder
    Das sind die ersten zehn Tre­f­fer für pub­lic view­ing auf den Web­seit­en der BBC (ohne Foren und Leser­briefe und ohne Kom­posi­ta wie pub­lic view­ing area):
    First pub­lic view­ing of Halo 3: ODST
    Pub­lic view­ing for fer­ry movies
    Michael Jackson’s fam­i­ly con­firm there will be no pub­lic or pri­vate view­ing of the singer’s body at his Nev­er­land ranch.
    In north­ern Kenya, Man­dera town authories ban pub­lic view­ing of local pay TV
    Mourn­ers will pay their respects to gui­tar pio­neer Les Paul at a pub­lic view­ing before his home­town bur­ial on Fri­day…
    Roy­al Bank of Scot­land is to open its col­lec­tion of art to pub­lic view­ing.
    Mrs Sharp recalls hear­ing that the wills of deceased peo­ple are avail­able for pub­lic view­ing.
    For instance, if the site/service is not imme­di­ate­ly ready for pub­lic view­ing, this could be used to inform users of the launch date.
    Katha­ri­na organ­ised the first live web broad­cast and pub­lic view­ing of an opera from Bayreuth this year.
    Some 12000 peo­ple viewed the instal­la­tion on the first day of pub­lic view­ing.
    Von diesen zehn Tre­f­fern beziehen sich zwei auf Leichen, zwei auf Kunst­werke, je ein­er auf einen Film, ein Fernseh­pro­gramm, eine Oper und ein Com­put­er­spiel, ein­er auf ein Tes­ta­ment und ein­er auf eine Web­seite. Mit anderen Worten: Das Wort wird auf den Seit­en des BBC unge­fähr so ver­wen­det, wie ich es in mein­er repräsen­ta­tiv­en Analyse britis­ch­er Web­seit­en im Fol­ge­beitrag zu diesem Artikel schon her­aus­ge­fun­den hat­te.
    Sie kön­nen also gerne weit­er an dem Mythos von der öffentlichen Auf­bahrung fes­thal­ten, ich folge der Evi­denz, so wie ich es in dieser ganzen, langsam etwas lang­weili­gen Diskus­sion von Anfang an getan habe.

  25. Armin

    Pub­lic view­ing bei der BBC
    Hm, bei mir spuckt die Suche leicht was anderes aus, warum weiss ich jet­zt nicht (habe meine Suche von news.bbc.co.uk ges­tartet, ausser­dem wohne ich in Eng­land wodurch ich eventuell durch geo­tar­get­ing andere results bekomme). Allerd­ings ist ein inter­es­san­ter Punkt dass sich der Link mit dem Fernseh­pro­gramm zum grossen Teil auf Fuss­ball bezieht.
    Doch ich kann noch bess­er, naem­lich den zweit­en Absatz hier:
    “The British Beer and Pub Asso­ci­a­tion expect­ed near­ly four mil­lion fans to head to pubs and big screens were set up across the UK for pub­lic view­ing.”
    Der naech­ste bitte…

  26. Anatol Stefanowitsch

    @Achim
    Das hätte ich dazusagen sollen: Ich habe über Google.de gesucht, die Ergeb­nisse weichen natür­lich von denen der BBC-eige­nen Suche oder der über andere nationale Googles ab.

    The British Beer and Pub Asso­ci­a­tion expect­ed near­ly four mil­lion fans to head to pubs and big screens were set up across the UK for pub­lic view­ing.

    Aber meine Oma kan­nte mal nen Englän­der und der hat das Wort NIE so benutzt! Und außer­dem ist das kein Beweis, nur weil das auf ein­er Web­seite ste­ht, das ist bes­timmt ein Fehler! Und außer­dem beweist das nur, dass jet­zt auch schon die Englän­der Denglisch sprechen! Und außer­dem kan­nte meine Oma mal nen Englän­der, der — habe ich das schon gesagt? — der hat das Wort NIE so benutzt…

  27. Christina

    Wie Welt ist ein Dorf
    Wenn ich mal ein­klinken darf:
    Unsere Welt wird doch immer klein­er. Durch das Fortschre­it­en der Tech­nik kön­nen wir in Echtzeit mit der ganzen Welt kom­mu­nizieren. Da ist es doch ganz klar, dass sich die Sprachen mis­chen (wer­den). In ein bis zwei Gen­er­a­tio­nen wird sich da kein­er mehr dran stören.
    LG
    Christi­na

  28. vowe dot net

    Pub­lic view­ingQues­tion: Native eng­lish speak­ers: what is the first thing that comes to your mind when you hear the words “pub­lic view­ing”? Answers: Funer­al. Art An art show (or sim­i­lar) that is open to the pub­lic I think of art or a funer­al. pub­lic toi­lets funer­al; def­i­nite­ly dif­fer­ent to my mind…

  29. Clarissa

    Genau, schafft “Pub­lik View­ing” ab, das ist ein Leichenbeschau. Und höert auf “Sake” zu sagen, das ist im Japanis­chen das Wort für Alko­hol (auch Wod­ka ist Sake, DER Reiswein heißt Nihon­shuu). Und wo wir schon dabei sind, Vis­ite beze­ich­net im Franzö­sis­chen jede Art von Besuch, nicht nur den Arzt, Tohuwabou ist im hebräis­chen “wüst und leer” (also das Gegen­teil von Durcheinan­der — wo nichts ist, kann nichts durcheinan­der sein), “fit” ist eher sowas wie geeignet/fähig im Englis­chen, nicht “trainiert”, “trainieren”, bzw. “to train” heißt jeman­den erziehen, abricht­en — nicht üben.….und klug kommt ursprünglich von einem Wort für mutig.
    Also: redet.richtig.Leute!

  30. Patrick Schulz

    Ich hat­te
    schon sehr oft das prob­lem, dass ich ironie nur schw­er­lich als solche zu erken­nen ver­mag…

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