Blogspektrogramm 2/2013

Jet­zt, da sich die Sprachlog-Jury in aus­gedehnte kon­spir­a­tive Sitzun­gen zur „Anglizis­mus des Jahres“-Wahl zurück­ge­zo­gen hat, über­brück­en wir für unser Pub­likum die Wartezeit mit ein­er erlese­nen Auswahl an span­nen­den Artikeln aus den ver­gan­genen Wochen:

  • Die NEW YORK TIMES (Englisch) stellt eine Studie vor, wonach Neuge­borene bere­its in den ersten Lebensstun­den auf Laute der Mut­ter­sprache anders reagieren, als auf Laute ein­er ihnen unbekan­nten Sprache (hier: Englisch & Schwedisch). Daraus wird geschlossen, dass der mut­ter­sprach­liche Lauter­werb bere­its vor der Geburt begin­nt. Die Studie selb­st gibt‘s hier.
  • Peter Gilles stellt auf INFOLUX (Englisch) eine neue Kartierungssoft­ware für Fam­i­li­en­na­men in Lux­em­burg und seinen Nach­bar­län­dern vor. Bish­er gibt es nur wenige Karten, aber man sieht wun­der­bar, wie sich län­derüber­greifende Namen­land­schaften abze­ich­nen, zum Beispiel für die Namen Schmitz und Smits. (Nicht ganz so klare Karten­bilder, aber dafür sehr viele Namen, gibt es hier.)
  • Der Kom­mu­nika­tion­swis­senschaftler Mar­tin Lind­ner macht sich Gedanken über „sekundären Anti­semitismus“, den er als eine Art Sprach­spiel analysiert, und nimmt den entsprechen­den Diskurs unter die Lupe. Achtung: lang. (via @texttheater)
  • ERBLOGGTES hat gute Vorsätze fürs neue Jahr, unter anderem Sprachen zu ler­nen. Joshua Foer hat das schon getan (GUARDIAN, Englisch), und seine neuen Sprachken­nt­nisse direkt im Kon­go getestet.
  • Im Lexiko­gra­phieblog über­legt Michael Mann, angeregt von ein­er Suchan­frage, was die Mehrzahl von Bauschutt sein kön­nte.
  • Dick Wis­dom disku­tiert auf BUZZFEED (Englisch) die Wichtigkeit von Twit­ter­dat­en für die Forschung — auch für die Sprach­wis­senschaft — und zeigt sich besorgt über zunehmende Zugangs­beschränkun­gen zu den Dat­en.

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