Kategoriearchive: Recherchen

Ta-Ta-ismus im Dschungel

Werbepause? Nicht wegschalten, bloß nicht wegschalten! Denn der Dschungel ist sogar für eine sprachwissenschaftliche Betrachtung gut, die für alle von uns was bereithält. ALLE! Für die, die den Dschungel lieben und für die, die ihn für den Untergang des guten Geschmacks halten, für Menschen, die Entlehnungsprozesse fasziniert verfolgen und sogar für diejenigen, die Anglizismen scheiße […]

Flüchtlinginnen und Flüchtlinge

Dass das Wort „Flüchtling“ bezüglich seiner Wortbildung und vor allem seiner Verwendung im allgemeinen Sprachgebrauch nicht unbedingt abschätzig ist, habe ich ja im vorangehenden Beitrag gezeigt, aber anlässlich der Wahl zum Wort des Jahres greift mein Kollege Peter Eisenberg (bis zu seiner Emeritierung an der Universität Potsdam, also gleich um die Ecke, tätig), in der […]

Flüchtlinge zu Geflüchteten?

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat in der Begründung zu ihrer Wahl von Flüchtlinge zum Wort des Jahres am Rande thematisiert, dass das Wort „für sprachsensible Ohren tendenziell abschätzig“ klinge, und das deshalb „neuerdings … öfters alternativ von Geflüchteten die Rede sei. Es bleibe aber abzuwarten, ob sich diese Alternative „im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen“ würde. […]

Wörterwahl mit Freudentränen

Die Entscheidung der Oxford Dictionaries, ein Emoji zu ihrem Wort des Jahres zu machen, begrüße ich selbstverständlich (schließlich bin ich ja zumindest nebenberuflich der „Emoji-Professor“, wie mich eine Journalistin des Berliner Kurier gestern am Telefon begrüßte). Emoji sind ein wichtiger Teil der Online-Kommunikation geworden, und wozu sonst sollte eine Wörterwahl gut sein, wenn nicht dazu, […]

Das Weib, das Anna, das Merkel: Wie neutral sind Frauen?

Die Frau, die Mutter, die Nonne – der Mann, der Vater, der Mönch: dass fast alle Bezeichnungen für Frauen auch grammatisch Feminina und die für Männer grammatisch Maskulina sind, dürfte kein Zufall sein. Das grammatische Geschlecht (man bezeichnet es auch als »Genus«) scheint etwas mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht (»Sexus« bzw. »Gender«) zu tun […]

Kurze Geschichte eines Unworts: Asylkritiker

Die Wörter asylkritisch, Asylkritik und Asylkritiker haben sich in den letzten Monaten zu euphemistischen Oberbegriffen für alle möglichen Spielarten rechten und/oder rassistischen Denkens und Handelns entwickelt. Zunächst geschah das fast unbemerkt, aber seit ein paar Wochen bekommen die Wörter endlich die kritische Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht: Schon im Juni kritisierte die Beratungsstelle für Betroffene rechter […]

Um und bei dialektologisch

In meinem Kommentar zu round about letzte Woche erwähnte ich als Umschreibung von round about als ‚ungefähr‘ beiläufig um und bei. Das führte im Kommentarzimmer zu Verwunderung: gibt’s das überhaupt? Wenn ja, wo? Nie gehört! Nun ist mir die Wendung intuitiv so geläufig und ich glaub(t)e auch nicht, dass sie als dialektal markiert ist (sonst […]

Passive Prinzessinnen, oder: Die Grammatik der Geburt

Als königliche Familie hast du es ja nicht leicht: du hast nichts Vernünftiges gelernt und bist auf den Job deshalb dringend angewiesen, und den Job hast du halt nur, solange du den Leuten einreden kannst, dass du etwas besonderes bist. Deshalb hängst du in Palästen ab, läufst mit Krone und Zepter durch die Gegend und […]

Photobombing: Kandidat für den Anglizismus 2014

Wie jedes Jahr im Januar beteiligen wir uns an der Wahl zum Anglizismus des Jahres, indem wir die Kandidaten der Endrunde auf ihre Tauglichkeit zum Sieger abklopfen. Bereits abgehandelt haben wir Social Freezing, Phablet, Big Data, Internet of Things und Smartwatch, heute ist Photobombing an der Reihe. Normalmenschen und Stars tun es, Tiere tun es, die […]

Kandidaten für den Anglizismus 2014: Internet of Things

Wie jedes Jahr im Januar beteiligen wir uns an der Wahl zum Anglizismus des Jahres, indem wir die Kandidaten der Endrunde auf ihre Tauglichkeit zum Sieger abklopfen. Bereits abgehandelt haben wir Social Freezing, Phablet und Big Data, heute ist Internet of Things an der Reihe. In meinem Freundeskreis kursiert seit Jahren ein irres Konzept: Mehmet, Maike […]