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Die Völkerwanderung war kein Vatertagsausflug: Über 60 Wörter auf -in

Dies ist ein Beitrag, den ich unge­fähr ein Jahr lang bewusst nicht geschrieben habe, obwohl es mich manch­mal in den Fin­gern gejuckt hat. Es geht um das Kleine Ety­mo­log­icum und wie ich darin mit Men­schen umge­he. Es geht um Lan­go­b­ardinnen, die auch männlich sein kön­nen. Es geht um … (Achtung, Reiz­wort!) … geschlechterg­erechte Sprache.

Viele Leute ken­nen die Fußnote auf Seite 11, selb­st wenn ihnen das Buch offen­sichtlich unbekan­nt ist (Achtung, Link geht zur Jun­gen Frei­heit!) — ich rufe kurz in Erin­nerung:

Bei gener­isch­er Ver­wen­dung von Per­so­n­en­beze­ich­nun­gen (wenn keine konkreten Indi­viduen gemeint sind) wird in diesem Buch die weib­liche oder die männliche Form gebraucht. Die Zuweisung erfol­gt per Zufall, über eine ran­domisierte Liste. Gemeint sind aber immer alle Men­schen, egal welchem Geschlecht sie sich zuge­hörig fühlen (oder ob sie das über­haupt tun). Auch die Fälle, in denen unklar war, ob bei­de Geschlechter gemeint sind, wur­den großzügig den gener­ischen Beze­ich­nun­gen zugeschla­gen. Sie wer­den im Fol­gen­den also auf Vor­fahrin­nen, Griechin­nen, Lexiko­grafinnen … stoßen, die alle Nicht-Frauen mit­meinen – und auf Ahnen, Goten und Sprach­wis­senschaftler, die die Nicht-Män­ner ein­schließen.

Für die Reflex­em­pörten aus dem Link schreibe ich nicht — ich schreibe für diejeni­gen Leserin­nen und Leser, die mir in den ver­gan­genen Monat­en E-Mails und Briefe (und erstaunlich oft an E-Mails ange­hängte Briefe) geschickt haben. Sehr höfliche Nachricht­en waren das, durchge­hend, mit vie­len inter­es­san­ten Anmerkun­gen, viel Lob, gele­gentlich mal mit Hin­weisen auf Tippfehler (in der vielfach verbesserten 2. Auflage fast alle aus­ge­merzt, her­zlichen Dank!) und am Ende dann gele­gentlich mit der Frage, Weit­er­lesen