Schlagwort-Archive: Plagiat

Ich koch mehr in diesem Fall

Damit alle auf dem gle­ichen Stand sind: Sil­vana Koch-Mehrin, für die FDP im Europäis­chen Par­la­ment und eine über­führte Pla­gia­torin, hat in dieser Woche stolz verkün­det, dass sie als Vollmit­glied in den EU-Auss­chuss für Indus­trie, Forschung und Energie berufen wor­den ist. Kurz: Die Forschungs­be­trügerin wird Forschungspoli­tik­erin. Deshalb appel­lieren wir in ein­er Peti­tion an das Europäis­che Par­la­ment und die FDP, Frau Koch-Mehrin von diesem Posten zurück­zuziehen und fordern Frau Koch-Mehrin auf, sich von diesem Posten und ihrem Man­dat im Europäis­chen Par­la­ment zurück­zuziehen.

Man ist müde, die Karawane ist weit­erge­zo­gen. Aber was sich Koch-Mehrin leis­tet, ist auf beängsti­gende Art grotesker, beschä­mender und ver­höh­nen­der. Dies ist keine nachträgliche rel­a­tivierende Aus­sage zum Fall Gut­ten­berg — denn eine für jede/n ehrliche/n Wissenschaftler/in entwürdi­gende Farce lässt sich immer nur mit sich selb­st ver­gle­ichen.

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Handwerkliche Fehler

Dem Jour­nal­is­ten René Pfis­ter ist der Hen­ri-Nan­nen-Preis aberkan­nt wor­den — wenn ich es richtig ver­standen habe, deshalb, weil er nicht mit See­hofers Mod­elleisen­bahn gespielt hat (wie weise es über­haupt ist, einen Preis nach Hen­ri Nan­nen zu benen­nen, sei dahingestellt).

Der Jury war aber wichtig, dass man Pfis­ter lediglich „handw­erk­liche Fehler“ vor­w­erfe. Was das heißen soll, bleibt unklar — vielle­icht, dass er nur aus verse­hen nicht mit besagter Mod­elleisen­bahn gespielt habe. Vielle­icht wollte die Jury des Hen­ri-Nan­nen-Preis­es auf diese Weise aber auch den Preis qua­si zu ein­er Art Pro­mo­tion­säquiv­a­lent erheben. Weit­er­lesen