Tag-Archive: Sprachgebrauch

Motivierte Präpositionen

Auch die taz hat so eine Art Sprachglosse, auch wenn sie nicht so heißt und irgendwie auch etwas versteckt daher kommt. Aber Peter Köhler schreibt in DIE WAHRHEIT ab und zu über Sprachliches. Letzte Woche nahm er sich die Präpositionen vor und deren sich „breit machende“ falsche Verwendung. Aus meinen Abozeiten der taz–Printausgabe meine ich […]

Von der Neutralität der Linguistik

Auf Anatols gestrigen Literaturhinweis zu Luise Puschs Repliken auf Maskulinguisten kommentierte Leser Martin, dass er nicht versteht, wie man „aus sprachwissenschaftlicher Sicht einen aktiven Eingriff in den Sprachgebrauch befürworten“ könne. Auf diese Art Argumentation wollte ich schon seit langem mal eingehen. Die Gelegenheit ist günstig.

Ambiguitätenolympiade

Der Beitrag hätte natürlich vor dem Olympia-Overkill vor drei Wochen erscheinen sollen oder zumindest in den 16 Tagen danach, aber man will son Fest ja gucken und nicht drüber schreiben. Also: Was bedeutet Olympiade und was ist angeblich so falsch daran, es zu nutzen, wenn man das Sportfest selbst meint? Foren sind ja voll davon. […]

Neues von den Humorterroristen

Erleichterung könnte sich breit machen: Es gibt derzeit nicht nur Olympia. Halt, moment… Die Humorterroristen vom Verein Deutsche Sprache (VDS) melden sich im Fokus zu Wort, weil sie wieder nen Preis erfunden und unters Journalistenvolk gejubelt haben („Dschammeeka-Preis“). Damit kritisieren sie einen ARD-Reporter aufgrund dessen angeblicher und angeblich falscher Aussprache von Jamaika*: „Ich habe nichts […]

Das weibliche Airbus

Am Dienstag wäre Amelia Earhart 115 Jahre alt geworden. Zeit, sich mal damit zu beschäftigen, welches Genus Flugzeuge denn so haben. Denn vermutlich vergeht keine Einführung in die Englische Linguistik ohne den Zusatz, dass das auf biologischem Geschlecht beruhende Genussystem des Englischen Ausnahmen zulässt: Schiffe, Autos und Flugzeuge sind da angeblich gerne mal feminin. Zum […]

Sprachkritik auf Ramschniveau

Am 10. September war "Tag der deutschen Sprache". Keine Sorge — wer jetzt hektisch im Termin– und Gedenktagskalender nachsieht, ob er an diesem Tag einen Schrein angehimmelt hat, der sei beruhigt: Dieser Tag ist eine Aktion des Verein deutsche Sprache (VDS). Damit will der VDS seit 2001 "ein Sprachbewusstsein schaffen und festigen […]" Jedenfalls kriechen […]

…und so hinten raus?

Heute wieder ein Betrag aus der Reihe: Was macht linguistisches Wissen eigentlich für Otto Normalverbraucherin ganz nützlich? Ich transkribiere momentan wieder Sprachaufzeichnungen mit Gesprächspartnern aus der Wirtschaft. Linguistisch und auch fürs Blog interessant wäre das als Grundlage für eine Analyse von Anglizismenanteilen in der Varietät der deutschen Wirtschaftssprache. Aber um da einen Blogbeitrag draus zu […]

Now sitting in one boat are we?

Zu den häufigsten Suchbegriffen in meiner Blogstatistik gehört "sitting in one/the same boat". In meinem Beitrag zu Oettingers Englisch schrieb ich, die englische Redewendung zu "in einem Boot sitzen" ist "to be in the same boat". Das ist richtig, die Argumentation war aber nicht komplett: Muttersprachler haben mir bereits damals gesagt, dass ihnen "We're sitting […]

Ein Apfel am Tag hält den Doktor weg

Manchmal glaube ich, dass nicht wir als Gesellschaft andere Probleme hätten, sondern dass Nachrichtenredaktionen die Masse an Praktikanten irgendwie beschäftigen müssen. Und so schaffte es eine abkömmliche Meldung auf die Startseiten der Onlinemedien, die eigentlich mit Libyen, Fukushima und Knut in diesen Tagen genug zu tun haben dürften. In der letzten Woche besuchten Prinz William […]

Mehr Fehler, wie üblich

Der Erklärungsdruck wird größer, weshalb nach der Konsultation des RSS-Feed der Tagesschau mein Blick auf Spiegel Online fällt. Es ist vermutlich eine Marotte aus der Zeit, in der Spiegel Online noch nicht ganz so offensichtlich als Studenten-BILD daher kam. Wofür diese Gewohnheit aber doch recht gut ist: Man findet oft allerhand spannende Übersetzungsfehler. Nach der […]