Die unverbesserliche Seichtigkeit der Sprachnörgler (Teil 3)

Kom­men wir heute zur drit­ten und let­zten Folge unser­er kleine Rei­he zu den „10 am häu­fig­sten falsch ver­wen­de­ten Wörtern“ von Andreas Busch und BILD.de. Uns fehlen in der Diskus­sion noch drei Wörter, wollte, ver­stor­ben und Reifen­wech­sel, und fehlt noch die Ermah­nung, Berufs­beze­ich­nun­gen wie Arzt für Män­ner zu reservieren und für Frauen immer die weib­liche Form Ärztin zu nehmen. Heute beschränke ich mich auf die drei Wörter, die Frage nach den Berufs­beze­ich­nun­gen ist zu kom­plex um sie im Busch’schen Par­a­dig­ma von „richtig“ und „falsch“ auch nur anzureißen. Ich komme aber in näch­ster Zeit umfassender darauf zurück.

In der ersten Folge ging es ja darum, dass Sprach­nör­gler wie Busch nicht in der Lage sind, Sprach­wan­del zu ver­ste­hen und zu akzep­tieren, in der zweit­en Folge ging es daneben auch noch um ihre Schwierigkeit­en mit der Erken­nt­nis, dass Wörter nor­maler­weise mehr als eine Bedeu­tung haben, von der keine die „richtige“ ist. Die heute disku­tierten Fälle zeigen ein drittes Prob­lem: Die sprach­liche Intel­li­genz der Sprachge­mein­schaft wird sys­tem­a­tisch unter­schätzt.

Begin­nen wir mit dem kom­pliziertesten der drei Wörter. Zu wollte hat Busch fol­gen­des zu sagen:

„Guten Tag, Frau Mey­er. Ich wollte sie mal eben fra­gen, ob Sie mit in die Kan­tine kom­men.“ Wenn Frau Mey­er pfif­fig ist, sprach­lich gewandt, und wenn sie zusät­zlich eine schnip­pis­che Art besitzt, dann sagt sie: „Und WANN woll­ten Sie mich das fra­gen? Gestern? Oder vorgestern?“ [zehn.de]

Stattdessen, so Busch, solle man ein­fach das sagen, was (sein­er Mei­n­ung nach) gemeint ist: „Kom­men Sie mit in die Kan­tine, Frau Mey­er?“

Busch ent­ge­hen hier gle­ich zwei Aspek­te der Äußerung, die er kri­tisiert: Erstens, dass es sich bei der zitierten Ver­wen­dung von wollen um ein rel­a­tiv beliebig her­aus­ge­grif­f­enes Beispiel für ein sehr weit ver­bre­it­etes Phänomen han­delt; zweit­ens, dass es für die Exis­tenz dieses Phänomens gute Gründe gibt.

Das Phänomen ist das der soge­nan­nten „indi­rek­ten Sprechak­te“ bei denen die wörtliche Bedeu­tung nur einen kleinen Teil dessen bein­hal­tet, das der Sprech­er kom­mu­nizieren möchte. Andere Beispiele sind, um nur ein paar zu nen­nen, (a) Kön­ntest du mir das Salz reichen; (b) Wis­sen Sie zufäl­lig, wie spät es ist, © Ich hätte gerne ein kleines Pils; (d) Darf ich Sie um diesen Tanz bit­ten. In (a) frage ich nur ja nur ober­fläch­lich betra­chtet nach ein­er Fähigkeit (Kön­ntest du…) — tat­säch­lich will ich das Salz haben. Nach Busch wäre deshalb ein knappes Gib mir das Salz! zu bevorzu­gen. In (b) inter­essiert mich nicht, ob die Ange­sproch­ene weiß, wie spät es ist, son­dern ich will, dass sie es mir sagt. In © drücke ich nicht den hypo­thetis­chen Wun­sch nach einem Pils aus, ich will, dass der Kell­ner mir eins bringt. Und mit (d) frage will ich nicht wis­sen, ob es mir erlaubt ist, um einen Tanz bit­ten, son­dern ich bitte um einen Tanz.

Was alle diese Beispiele gemeisam haben, ist, dass sie sich beziehen sich auf eine notwendi­ge Vorbe­din­gung des eigentlich gemein­ten beziehen: Bevor mir jemand sagen kann, wie ich zum Bahn­hof komme oder wie spät es ist, muss er/sie dazu in der Lage sein bzw. es sel­ber wis­sen. Bevor ich ein Pils bestelle, muss bei mir der Wun­sch danach beste­hen. Und bevor ich jeman­den um einen Tanz bitte, sollte ich sich­er sein, dass diese Frage erlaubt und erwün­scht ist.

Dieses Abfra­gen von Vorbe­din­gun­gen ist typ­isch für einen großen Teil der indi­rek­ten Sprechak­te, die wir täglich pro­duzieren. Man kön­nte nun denken, wir woll­ten uns mit diesen Sprechak­ten möglicher­weise nur ver­sich­ern, dass die Vorbe­din­gung gilt. Dann wären es keine indi­rek­ten, son­dern direk­te Sprechak­te, denn das Gemeinte wäre das gesagte. Aber das ist nicht der Fall, son­st wür­den wir ja eine Antwort abwarten und dann genauer wer­den. Wir wür­den also Gespräche wie die fol­gen­den führen:

A:Kön­ntest du mir das Salz reichen?
B:Ja.
A:Her­vor­ra­gend. Reiche mir das Salz!

Oder:

A:Darf ich um diesen Tanz bit­ten?
B:Nein.
A:Sehr inter­es­sant! Woraus ergibt sich dieses Ver­bot?

Es gibt ja tat­säch­lich Mit­men­schen, die so reden, aber die find­en wir nicht „pfif­fig“ und „sprach­lich gewandt“, son­dern wir find­en sie nervig und ent­frien­den sie bei näch­ster Gele­gen­heit auf Face­book.

Nor­maler­weise gehen wir aber ganz selb­stver­ständlich davon aus, dass die Vorbe­din­gung erfüllt ist, dass der/die Ange­sproch­ene weiß, dass sie erfüllt ist, und das er/sie weiß, dass wir wis­sen, dass sie erfüllt ist. Genau deshalb funk­tion­ieren diese Sprechak­te näm­lich: Die Ange­sproch­enen wis­sen sofort, dass das Gesagte nicht das Gemeinte sein kann, da die Antwort auf die Frage ja bei­den bekan­nt ist. Sie suchen deshalb (unbe­wusst und in Sekun­den­bruchteilen) nach der näch­stliegen­den sin­nvollen Inter­pre­ta­tion und wenn sie sie gefun­den haben, reichen sie uns das Salz, lehnen den Tanz ab usw.

So auch in Buschs Beispiel: Wenn Frau May­er psy­chol­o­gisch unauf­fäl­lig ist, ver­ste­ht sie, dass es nicht um den Bericht über das Vorhaben gehen kann, sie zu fra­gen, ob sie mit in die Kan­tine kommt, son­dern dass die Frage selb­st gemeint sein muss (ich meine das mit dem „psy­chol­o­gisch unauf­fäl­lig“ wörtlich: es gibt tat­säch­lich Stüörun­gen, die die Fähigkeit zur Inter­pre­ta­tion indi­rek­ter Sprechak­te beein­trächti­gen kön­nen, z.B. Ver­let­zun­gen in der recht­en Hirn­hälfte oder bes­timmte For­men von Autismus).

Jet­zt kann man natür­lich ein­wen­den, dass indi­rek­te Sprechak­te zwar funk­tion­ieren, deshalb aber noch lange nicht gut sein müssen. Busch kön­nte also trotz­dem recht haben, dass direk­te Sprechak­te immer bess­er sind als indi­rek­te.

Aber das ist nicht der Fall und das wird deut­lich, wenn wir über­legen, warum Sprecher/innen indi­rek­te Sprechak­te benutzen. Intu­itiv ist das nicht schw­er zu ver­ste­hen: Es ist irgend­wie höflich­er. Aber warum?

Weil, so lehrt uns die Höflichkeit­s­the­o­rie, wir in jed­er zwis­chen­men­schlichen Sit­u­a­tion unser Gesicht wahren wollen, und zwar auf zweifache Weise: unser erstes, „pos­i­tives“ Gesicht beste­ht grob gesagt darin, dass wir gemocht oder wenig­stens respek­tiert wer­den wollen; unser zweites, „neg­a­tives“ Gesicht beste­ht darin, dass wir in unser­er Hand­lungs­frei­heit nicht durch andere eingeschränkt wer­den wollen (der Begriff „neg­a­tives Gesicht“ ist ver­wirrend, aber so heißt das nun ein­mal).

Wenn wir von Anderen aber direkt etwas ver­lan­gen — das Salz, eine Wegbeschrei­bung, einen Tanz oder eine Antwort auf die Ein­ladung zum Mit­tagessen in der Kan­tine, so ver­let­zten wir damit poten­ziell deren neg­a­tives Gesicht, denn wir schränken sie in ihrer Hand­lungs­frei­heit ein: Es entste­ht eine gewisse Verpflich­tung, das zu tun, was wir ver­lan­gen, oder sich dafür zu recht­fer­ti­gen, dass man es nicht tut. Gle­ichzeit­ig riskieren wir unser eigenes pos­i­tives Gesicht, denn eine neg­a­tive Antwort würde zeigen, dass der Andere uns nicht (aus­re­ichend) mag oder respek­tiert.

Mit indi­rek­ten Sprechak­ten ver­mei­den wir bei­de Risiken: Wir ver­lan­gen ja vom Anderen gar nichts, wir klären nur Vorbe­din­gun­gen, und deshalb kön­nen wir auch nicht zurück­gewiesen wer­den. Die fol­gen­den zwei Dialoge zeigen das:

1. Buschs Wun­schwelt direk­ter Sprechak­te
Herr Busch: Kom­men Sie mit in die Kan­tine?
Frau Mey­er: Nein.
(Pein­lich­es Schweigen. Herr Busch fühlt sich abgewiesen und wün­scht, er hätte nie gefragt, Frau Mey­er fühlt sich schlecht, weil Herr Busch sich abgewiesen fühlt, gle­ichzeit­ig ärg­ert sie sich über ihn, weil er sie in die Sit­u­a­tion gebracht hat, ihn abweisen zu müssen. Die Zusam­me­nar­beit ist von da an anges­pan­nt. Bald darauf geht die Fir­ma pleite, weil sich alle Mitarbeiter/innen gegen­seit­ig mei­den).

2. Die real existierende Welt indi­rek­ter Sprechak­te
Herr Bsch: Ich wollte sie fra­gen, ob sie mit in die Kan­tine kom­men.
Frau Mey­er: Ich habe lei­der ein Tre­f­fen mit den anderen Abteilungslei­t­erin­nen.
Herr Busch: Ach, Sie Arme. Na, ich wollte wenig­stens gefragt haben
(Entspan­ntes Lächeln. Herr Busch fühlt sich gut, Frau Mey­er fühlt sich gut, das Betrieb­skli­ma bleibt gut. Bald darauf geht die Fir­ma pleite — die Finanzkrise halt, da kann man nichts machen — aber alle bleiben Fre­unde.)

Die Fähigkeit, angemessene Inter­pre­ta­tio­nen zu find­en, ist auch für die von Busch kri­tisierte Ver­wen­dung von ver­stor­ben rel­e­vant. Laut Busch liegt das Prob­lem dort so:

„Frau Müller hat das Lebens­mit­telgeschäft mit ihrem ver­stor­be­nen Mann geführt“. Nein, das hat sie nicht. Das wäre aus­ge­sprochen mak­aber. Natür­lich hat sie das Geschäft mit ihrem LEBENDEN Mann geführt, im anderen Fall wäre er ihr keine große Hil­fe gewe­sen. [zehn.de]

Stattdessen, so Busch, sollen wir sagen „Herr und Frau Müller haben das Geschäft gemein­sam geführt. Vor drei Jahren starb Herr Schmidt, Frau Schmidt gab das Geschäft daraufhin auf.“ Wenn wir alle so reden wür­den, wür­den wir auf jeden Fall alle sehr viel mehr reden.

Und man muss sich schon böswillig dumm stellen, um den Satz auf Busch’sche Art falsch zu ver­ste­hen. Das Per­fekt hat … geführt sig­nal­isiert klar und deut­lich, dass die gemein­same Führung des Geschäfts in der Ver­gan­gen­heit liegt, und das Par­tizip Per­fekt ver­stor­ben beze­ich­net eben­falls ein Ereig­nis in der Ver­gan­gen­heit. Um den Satz kor­rekt zu inter­pretieren, muss der Hör­er die bei­den Ereignisse nur in die richtige Rei­hen­folge brin­gen, und da, wie ja sog­ar Sprach-Train­er Busch klar zu sein scheint, der Tod und lei­t­ende Funk­tio­nen einan­der auss­chließen (außer in Nord­ko­rea), gibt es nur eine kor­rek­te Inter­pre­ta­tion.

Und schließlich geht es auch beim Reifen­wech­sel um die Fähigkeit zum Schlussfol­gern. Buschs Prob­lem ist hier fol­gen­des:

„Gestern Abend nach der Par­ty, da hat­te ich ’nen Plat­ten, da musste ich noch ’nen Reifen wech­seln, Gott sei Dank hat­te ich Werkzeug und Reservereifen dabei.“ Quatsch! Natür­lich lag im Kof­fer­raum ein ReserveR­AD und kein ReserveREIFEN. Einen Reifen zieht nie­mand mit bloßer Hand auf die Felge. Ein Rad ab- und wieder anzuschrauben, das schafft jedoch (fast) jed­er. [zehn.de]

Zunächst muss man fest­stellen, dass bei einem Rad­wech­sel der Reifen mit­gewech­selt wird, ein Rad­wech­sel ist also immer auch ein Reifen­wech­sel (zumin­d­est, wenn wir unter Rad hier, wie Busch, die Kom­bi­na­tion aus Felge und Reifen ver­ste­hen). Umgekehrt gilt das nicht, Busch weist zunächst ganz richtig daraufhin, dass man auch neue Reifen auf die alte Felge ziehen kön­nte. Das Wort Reifen­wech­sel kann also Sit­u­a­tio­nen, in denen der Reifen gemein­sam mit der Felge aus­gewech­selt wird, eben­so beze­ich­nen wie Sit­u­a­tio­nen, in denen die Felge bleibt und nur der Reifen aus­gewech­selt wird.

Diese Dop­peldeutigkeit liegt aber nicht daran, dass das Wort Reifen­wech­sel selb­st zwei Bedeu­tun­gen hat, son­dern daran, dass man in der realen Welt Reifen auf zwei Arten wech­seln kann. Wenn uns also jemand etwas von einem Plat­ten nach ein­er Par­ty erzählt, müssen wir aus dem Zusam­men­hang schließen, wie der darauf­fol­gende Reifen­wech­sel wohl von­stat­ten ging.

Ich hoffe, dass ich mit dieser kleinen Serie für etwas Klarheit sor­gen kon­nte, viel­lecht sog­ar bei denen auf Sym­pa­thie gestoßen bin, die sich durch den Kult um sprach­liche Kor­rek­theit irri­tiert fühlen. „Ich beherrsche die deutsche Sprache, aber sie gehorcht nicht immer“, soll der ver­stor­bene Schrift­steller Alfred Pol­gar gesagt haben. Behan­deln wir Sprache doch wie einen Busenfre­und, nicht wie ein kaputtes Auto, das nur einen sprachkri­tis­chen Reifen­wech­sel braucht, um auf die von uns gewün­schte Spur zu kom­men.

Das wollte ich nur gesagt haben.

 

Fol­gen Sie dem Sprachlog:

[Nach­trag:  Wie an der URL noch zu erken­nen, hieß dieser Beitrag zunächst „Die unverän­der­liche Seichtigkeit…“ statt „Die unverbesser­liche Seichtigkeit…”. Ich hat­te ursprünglich bei­de Titel in Betra­cht gezo­gen und mich dann für den ersten entsch­ieden, den ich jet­zt im Inter­esse der Vere­in­heitlichung auch diesem Beitrag vepasst habe.]

BROWN, Pene­lope, Stephen C. LEVINSON (1987) Polite­ness: Some uni­ver­sals in lan­guage usage. Cam­bridge, Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press. [Google Books (Voran­sicht)]

LEVINSON, Stephen C. (1983) Prag­mat­ics. Cam­bridge, Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press. [Google Books (Voran­sicht)]

 

[Dieser Beitrag erschien ursprünglich im alten Sprachlog auf den SciLogs. Die hier erschienene Ver­sion enthält möglicher­weise Kor­rek­turen und Aktu­al­isierun­gen. Auch die Kom­mentare wur­den möglicher­weise nicht voll­ständig über­nom­men.]

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Anatol Stefanowitsch

Über Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.

40 Gedanken zu „Die unverbesserliche Seichtigkeit der Sprachnörgler (Teil 3)

  1. Leif czerny


    Ohne Irri­ta­tio­nen weck­en zu wollen, wollte ich drei Dinge nach­fra­gen, die in meinem Busen wogen:
    Gibt es eigentlich eine Entsprechung zu Fowlers “Mod­ern Eng­lish Usage”? Und kön­nten Sie, sym­pa­this­ch­er Herr Ste­fanow­itsch, nach reichen, wo man diese Höflichkeit­s­the­o­rie find­et (bei so einem sel­te­nen Fach ist es schw­er, die Stan­dartwerke zu ergooglen). Zulet­zt noch eine Mei­n­ungs­frage — ver­schiebt sich die emp­fun­dene kor­rek­te Rechtschrei­bung von Noel­o­gis­men in inter­nettaffinen Bere­ichen von den Phone­men stärk­er zum Schrift­bild, oder ver­muten sie, dass im deutschen das “i” in “ent­frien­den” ver­loren gehen wird (voraus­ge­set­zt, das face­book in 10 Jahren noch mehr ist als myspace heute)?
    Mit fre­undlichen Güßen
    Leif Czerny
    PS: Herr Busch kön­nte sich ja auch darauf beschränken zu ver­lan­gen, dass vor “ver­stor­ben” eine klärende Zeitbes­tim­mung wie “mit­tler­weile” einge­fügt wird, anstatt alles in Lese­fi­bel­sätze aufzulösen.
    PPS: Noch eine Mei­n­ungs­frage: Sind “dama­lige Tsche­choslowakei” bzw. “ehe­ma­lige DDR” sin­nvolle Beze­ich­nun­gen für die geo­graphis­chen Regio­nen heute, oder nur in den Phasen der Geschichte, in denen dort tat­säch­lich die bei­den Gemein­we­sen bestanden?

  2. Wladimir Palant

    @Leif czerny:
    Google find­et die Höflichkeit­s­the­o­rie eigentlich ohne irgendwelche Prob­leme: http://fak1-alt.kgw.tu-berlin.de/…atik%20k7.html (unten wird auch auf das weit­er­führende Buch von Brown/Levinson ver­wiesen).

  3. Dierk

    @Leif Czerny
    Eine mod­erne Entsprechung oder eine deutsche?
    Im ersteren Fall ver­weise ich gerne auf Michael Swans Prac­ti­cal Eng­lish Usage, das einem hil­ft, kor­rekt im Sinne von ‘passend’ zu schreiben, dabei aber keine geschmäck­lerischen Pseudoregeln vorgibt.
    Für die deutsche Sprache wäre der Band 9 aus der Duden-Rei­he, Richtiges und gutes Deutsch, zu empfehlen. Der Titel ist irreführend, aber der Inhalt prak­tisch und ordentlich.
    Zu ihrem PPS fällt mir vor allem ein, dass die Staats­beze­ich­nung unab­hängig von den ver­wen­de­ten Adjek­tiv­en nicht so sehr die geografis­che als die poli­tis­che Region beze­ich­nen — die oft sehr weit auseinan­der liegen. Denken Sie nur an ‘Deutsch­land’, dass als nationales Staats­ge­bilde vor 1871 nicht bestand und sich auch danach sehr ver­schieden zeigte.
    Die ‘ehe­ma­lige DDR’ ist also ein poli­tisch-his­torisch­er Begriff, der sich zeitlich wie räum­lich ein­gren­zen lässt.

  4. amfenster

    Mir “Wollte ich nur gesagt haben” sagen Sie mal was!
    Mir fällt in let­zter Zeit häu­figer auf, dass statt “ich wollte fragen/mich melden/nachhaken” gesagt wird: “ich wollte gefragt haben/mich gemeldet haben/nachgehakt haben”.
    Die Funk­tion (indi­rek­ter Sprechakt) scheint mir genau dieselbe zu sein, und ich komme nicht dahin­ter, wo der Mehrw­ert gegenüber dem ein­facheren “wollte + Infini­tiv” liegt. Dass es den gibt, will ich (unab­hängig von meinem per­sön­lichen Geschmack­surteil) mal gutwillig unter­stellen.
    Vielle­icht kann jemand mehr dazu sagen?

  5. Dierk

    @amfenster
    Die kom­pliziert­ere Form erhöht die Dis­tanz und damit die Möglichkeit aller Gesicht zu wahren. Es enthält schon die Entschuldigung, sich als sozial niedrig ste­hen­der an einen höher ste­hen­den zu wen­den — qua­si die sprach­liche Umset­zung des Neo­feu­dal­is­mus.

  6. amfenster

    @Dierk
    Hm, aber wenn die Kom­mu­nika­tion unter Gle­ichrangi­gen stat­tfind­et (Kol­le­gen, gle­iche Alters­gruppe, gle­iche Hier­ar­chieebene…)?

  7. Johannes

    Es fehlt
    Im let­zten Satz nach:
    “A: Darf ich um diesen Tanz bit­ten?
    B: Nein.
    A: Sehr inter­es­sant! Woraus ergibt sich dieses Ver­bot?”
    fehlt ein Menschen/Leute/Individuen etc:
    “Es gibt ja tat­säch­lich [hier fehlen­des Wort ein­set­zen], die so reden, aber die find­en wir nicht „pfif­fig“ ”

  8. rolandw

    Also, das mit dem ‘ver­stor­be­nen’ finde ich auch immer wieder selt­sam. Leicht zu lösen wäre das Dilem­ma, wenn man sagen würde: ‘mit ihrem inzwis­chen (mit­tler­weile) ver­stor­be­nen.…’

  9. H.L.

    ehe­ma­lige DDR
    “Er wurde 1970 in der ehe­ma­li­gen DDR geboren” klingt für mein Ohr irgend­wie falsch, denn 1970 war die DDR noch nicht ehe­ma­lig. “dama­lige DDR” würde bess­er klin­gen, oder? Sich­er, das ist die gle­iche Grif­fel­spitzerei wie der ver­stor­bene Ehe­mann. Aber der Eifer, mit dem die DDR bei uns fast immer mit dem Prädikat “ehe­ma­lig” ver­wen­det wird, kön­nte das nicht ein biss­chen damit zusam­men­hän­gen, dass man der DDR qua­si abspricht, je existiert zu haben? Sie war dann schon immer (auch zwis­chen 1949 und 1990) irgend­wie “ehe­ma­lig” und nie “real existierend”.

  10. Dierk

    @amfenster
    Ich hätte das weit­er aus­führen sollen. Die Frage der sozialen Hier­ar­chie ist ja in Deutsch­land schon lange nicht mehr ein­fach und ein­deutig, daher lässt sich manch­mal nur schw­er sagen, wer wo ste­ht. Auch unter ver­meintlich gle­ichrangi­gen gibt es Hier­ar­chien, die bis weit in die 1960er auch ange­wandt wur­den [ab den 1970ern ger­at­en die Regeln in Vergessen­heit], z.B. über das Geschlecht [sehr fike­lien­sch] oder das Alter.
    Es ist auch kein Auss­chließlichkeitsmerk­mal, manch­mal möchte man eine gewisse Dis­tanz auch zu gle­ichrangi­gen hal­ten. Oder man ist sich nicht ganz sich­er, wie es aussieht. Wesentlich an der ersten Aus­führung war die Ver­größerung der Dis­tanz zum Anderen und zu sein­er eige­nen Äußerung.
    @H.L.
    Gebe ich Ihnen Recht, ‘dama­lig’ ist eine gute Lösung, das macht die andere aber noch nicht falsch. Beste­ht nicht eben darin der Unter­schied zwis­chen guten und schlecht­en Schreibern — der eine sucht das zu den Umstän­den passende Wort, der andere nimmt das erst­beste? Das aber führt uns zu Stil, der immer eine per­sön­liche Angele­gen­heit ist und schon von daher schlecht in all­ge­me­ingültige Regeln zu fassen.

  11. Thomas K.

    ehe­ma­lige DDR
    @ H.L.
    Es kommt wohl auf den Zusam­men­hang an. Meine Großel­tern wur­den bei­de zwis­chen 1885 und 1890 in Öster­re­ich-Ungarn geboren, lebten von 1919 bis 1939 in der Tsche­choslowakei, von 1939 bis 1945 in Deutsch­land und 1945/46 in der CSSR. Das erste mal wech­sel­ten sie 1946 den Wohnort.
    Wenn ich das so schreibe, dann set­zt das Geschichtsken­nt­nisse voraus. Deshalb würde man wohl schreiben, sie lebten in Böh­men welch­es ehe­mals … und zogen 1946 um.
    Ich bin in Leipzig in der DDR geboren und wohne heute in Leipzig in der Bun­desre­pub­lik. Hier würde sich (wenn der Ort z. B. Neu­dorf hieße) eine genauere geo­graphis­che Beze­ich­nung anbi­eten, im Falle von Leipzig wäre die Vari­ante möglich zu sagen “welch­es damals zur DDR, heute aber zur Bun­desre­pub­lik gehört” oder kurz “in der damaligen/ehemaligen DDR”.
    Für mich geht es hier eigentlich mehr um eine Frage der Exak­theit ein­er Angabe als um “pure” Sprache.

  12. Ingo Leschnewsky

    (In-)Direktheit
    Mit indi­rek­ten Fra­gen kann ich leben, solange man die nicht immer auch von mir erwartet. Ich bevorzuge direk­te Fra­gen, wenn ich eine direk­te Antwort haben möchte.
    Aber schlim­mer als indi­rek­te Fra­gen finde ich indi­rek­te Antworten. Klas­sis­ches Beispiel von Lori­ot: “Wie lange hat dieses Ei denn gekocht?” — “Zuviele Eier sind gar nicht gesund.”
    Lei­der gibt es solche Dialoge in der Real­ität nur allzu oft, und manch­mal kön­nte ich die Wände hochge­hen, wenn ich gezwun­gen bin, meine Frage mehrfach zu stellen, bevor ich endlich eine angemessene Antwort darauf erhalte.
    Noch ein Beispiel gefäl­lig?
    Ich: “Wo ist denn geblieben?” — “Das lag mir neulich im Weg, deshalb habe ich es weggelegt.” — Ich, schon ungeduldiger: “Und wohin genau hast Du es gelegt?” — “Nun sei doch nicht gle­ich so gereizt, wenn Du etwas nicht gle­ich wiederfind­est!” — usw.

  13. Ingo Leschnewsky

    (In-)Direktheit
    Ähm, da hat mir eben der Pars­er einen Strich durch den Kom­men­tar gemacht. Im let­zten Dia­log hat­te ich in der ersten Frage “Gegen­stand des täglichen Lebens” in “spitze Klam­mern” (<>) geset­zt. Woraufhin mein Brows­er an der Stelle gar nichts mehr anzeigt. Also bitte nachträglich hinzu­denken.
    Gruß,
    Ingo, geboren in Wag­gum, ehe­mals Land­kreis Braun­schweig, heute (Stadt) Braun­schweig

  14. Peer

    Schönes Serien­fi­nale
    Hat Spaß gemacht!
    Und jet­zt mal auch ne Frage die mich immer umtrieben hat (aus Neugi­er): Warum war vor ein paar Jahren immer vom “Ex-Ent­führung­sopfer Kam­pusch” die Rede? Sie war doch auch nach der Ret­tung ein Ent­führung­sopfer oder ent­ge­ht mir das etwas? Und es heißt doch auch nicht “Ex-Mor­dopfer” oder “Ex-Verge­wal­ti­gung­sopfer”, oder?
    Aber wie gesagt: Ich will nicht nörgeln, mich inter­essierts ein­fach…

  15. Michael Kuhlmann

    Ich möchte einen Kom­men­tar schreiben
    Busch hat in einem Punkt aus­nahm­sweise ein biss­chen recht:
    Es gibt Fälle, in denen die direk­te Sprache der indi­rek­ten zu bevorzu­gen ist. Meis­tens ist das im geschriebe­nen Text der Fall.
    Wenn man sich bei ein­er Fir­ma bewirbt, wo man garantiert nicht genom­men wer­den möchte, dann braucht man nur zu schreiben “Hier­mit möchte ich mich auf die Stelle als XY bewer­ben…” Da kann man sich­er sein, dass die Bewer­bung als allererstes aus­sortiert wird. Denn das klingt, als wäre sich der Bewer­ber sel­ber nicht ganz sich­er, was er eigentlich möchte. Schreibt man dage­gen “Hier­mit bewerbe ich mich auf die Stelle als XY…”, dann hat man gute Chan­cen, bald mit der zukün­fti­gen Kol­le­gin Mey­er in die Kan­tine zu gehen möcht­en dür­fen.
    So pauschal dage­gen ist die Aus­sage natür­lich Quatsch.

  16. Thilo

    Ich hat­te in 13 Jahren Deutschunter­richt nicht so viel Spaß an dieser Sprache wie in Ihrem Artikel! Endlich spricht sich mal jemand für einen ungezwun­geren Umgang mit Sprache aus.
    Eine Frage hätte ich allerd­ings noch: Warum wird in Ihrem Beispiel aus dem ver­stor­be­nen Herr Müller und der noch leben­den Frau Müller plöt­zlich das Ehep­aar Schmidt?

  17. sachma

    Sehr schön­er Schlußsatz. Um es Neudeutsch (inter­netisch) zu sagen “you made my day”.
    sach­ma

  18. chy

    Sprache lebt !!!
    Sprache lebt — sie ist eben nicht Math­e­matik oder Kyber­netik.
    Ich selb­st bevorzuge zwar eine möglichst ein­deutige und damit auch direk­te Aus­druck­sweise (und höre sie auch gerne), muß aber auch andere Sprech- bzw. Sprach­stile akzep­tieren — oder die Kom­munka­tion erstirbt. Aber Wörter sind nur sel­ten ein­deutig; AS hat dies ein­drucksvoll belegt.
    Trotz­dem gefall­en mir einige Deutsch-Entwick­lun­gen der jüng­sten Zeit nicht; drei Beispiele seien ges­tat­tet:
    — Nach “weil” fol­gt gemäß der deutschen Gram­matik ein Neben­satz (kon­jugiertes Verb am Ende), man hört aber fast nur noch einen fol­gen­den Haup­satz (wie z.B. nach “denn”), und dies sog­ar in soge­nan­nten Qual­ität­spro­gram­men von Radio und TV.
    — “Sinn machen” empfinde ich gegenüber dem deutschen “Sinn haben” (also sin­nvoll sein) trotz sein­er epi­demis­chen Ver­bre­itung immer noch als “schmerzhaft für die Ohren”.
    — Nie­mand (selb­st Gui­do Knopp nicht; auch “ehe­ma­liges Römis­ches Reich” habe ich noch nicht gehört) spricht vom “ehe­ma­li­gen Drit­ten Reich”: Jedem ist klar, daß es sich um Deutsch­land zwis­chen 1933 und 1945 han­delt.
    Warum dann “ehe­ma­lige DDR” (noch schlim­mer ist “ehe­ma­liger Osten”), wenn nicht poli­tis­che Imp­lika­tio­nen (besten­falls Gedanken­losigkeit) der Sprech­er zugrunde liegen?
    Daß “ehe­ma­lige DDR”” von bes­timmten Poli­tik­ern und soge­nan­nten Leitme­di­en favorisiert wird zeigt, daß die bewußten Ver­wen­der dieses Begriffs der DDR ihre Exis­tenz bis heute nicht verzei­hen kön­nen (Her­mann Kant sagte sin­ngemäß: “Wir haben uns ihnen weggenom­men.”).
    Abge­se­hen von möglichem Sprach-Puris­mus gilt doch im gesellschaftlichen und engeren poli­tis­chen Umfeld nach wie vor:
    Wer bes­timmte Begriffe oder Floskeln mit all­ge­mein akzep­tierten Inhal­ten beset­zen kann, hat auch (ide­ol­o­gis­chen!) Ein­fluß auf das Denken.
    Auch hier­für drei Beispiele:
    — Nimmt der Arbeit­nehmer wirk­lich Arbeit oder gibt er nicht doch seine Arbeit(skraft)? Da ist selb­st das deutsche Steuer­recht genauer, indem es von “Einkom­men aus nicht­selb­ständi­ger Arbeit” spricht.
    — Was war am “Nation­al­sozial­is­mus” nation­al (im besten Wortsinne, nicht nation­al­isi­tisch) oder sozial­is­tisch? Statt von NS-Dik­tatur wäre bess­er und viel genauer von Faschis­mus zu sprechen.
    — “Karl-Marx-Stadt” (falls es noch irgend­wo ein anderes geben sollte: in Deutsch­land) ist auch nicht “ehe­ma­lig”; es war der Name des säch­sis­chen “Ruß-Kams” (auch “säch­sis­ches Man­ches­ter” genan­nt) an der Chem­nitz von 1953 bis 1990; die in diesem Zeitraum dort Gebore­nen mögen auf ihre Geburt­surkunde und ihren Per­son­alausweis guck­en.
    chy
    PS:
    Fol­gen­der AS-Satz ist bei allem Inter­pre­ta­tion­swillen jedoch kor­rek­tur­würdig:
    “Was alle diese Beispiele gemeisam haben, ist, dass sie sich beziehen sich auf eine notwendi­ge Vorbe­din­gung des eigentlich gemein­ten beziehen:

  19. Martin Machner

    Reifen­wech­sel
    Zusät­zlich trifft hier glaube ich zu, daß man mit dem Wort aus­drückt WAS denn wirk­lich gewech­selt wer­den muss. Der Rad­wech­sel (Reifen und Felge) passiert ja in den meis­ten Fällen wegen des defek­ten (Autoren­nen — abge­fahre­nen) Reifens und nicht etwa auf­grund der Felge. Sprich, wenn es denn genau­so ein­fach wäre NUR den Reifen zu wech­seln, würde das ja auch jed­er tun.
    Das find­et sich mein­er Mei­n­ung auch wieder, wenn man über den Wech­sel “auf Win­ter­reifen” redet

  20. Elmar Diederichs

    @chy: Unwis­sen macht Voruteile
    “Sprache lebt — sie ist eben nicht Math­e­matik oder Kyber­netik.”
    Math­e­matik ist eben­falls eine lebendi­ge Sprache, die ständig verän­dert, weit­er­en­twick­elt und den Bedürfnis­sen aus Natur- und Lebenswis­senschaften angepaßt wird. Als Math­e­matik­er zu arbeit­en, bedeutet ger­ade, diese Sprache zu rev­i­dieren, zu entwick­eln und neue Dialek­te zu ler­nen und auszupro­bieren: Ver­schiede­nen math­e­ma­tis­che Gebi­ete ver­hal­ten sich wie Sprachen zueinan­der und es ist in der Regel eine Inno­va­tion, die For­mulierung eines Prob­lems in einen anderen math­e­ma­tis­chen Dialekt zu über­set­zen. Zulet­zt hat das gut geklappt bei der Arbeit von Gerd Opfer zur Col­latz-Ver­mu­tung:
    http://preprint.math.uni-hamburg.de/…2011–09.pdf
    In der Arbeit wird ein zahlen­the­o­retis­chen Prob­lem mit funk­tio­nen­the­o­retis­chen Mit­teln ange­gan­gen.
    Also: Wer hier nicht kreativ ist, hat schon ver­loren. 😉
    Wann immer man fol­glich auf dichotomis­che Großkon­flik­te stößt, die die Welt zu regieren scheinen, sollte man äußerst vor­sichtig sein.

  21. Gregor

    De mor­tu­is
    Ich kann allen Bew­er­tun­gen zus­tim­men, nur bei „ver­stor­ben“ habe ich gewisse Prob­leme. In der gesproch­enen Sprache ist es klar, was gemeint ist, schriftlich würde ich „Frau Müller hat das Lebens­mit­telgeschäft mit ihrem ver­stor­be­nen Mann geführt“ schon als Stil­blüte bew­erten. Man kön­nte ja beispiel­sweise schreiben „Frau Müller hat das Lebens­mit­telgeschäft mit ihrem inzwis­chen ver­stor­be­nen Mann geführt“
    In den 90er Jahren wurde die Beze­ich­nung „ehe­ma­lig“ infla­tionär für Län­der wie die Sow­je­tu­nion, die DDR oder Jugoslaw­ien ver­wen­det. Ich hat­te immer Diskus­sio­nen mit Kol­le­gen wegen Sätzen wie „In der ehe­ma­li­gen Sow­je­tu­nion war Erziehungssys­tem stark natur­wis­senschaftlich aus­gerichtet“. Diese Ver­wen­dung des Begriffs ist für mich sinn­los, denn als die Sow­je­tu­nion noch existierte, war sie nicht „ehe­ma­lig“. Und daß sie heute nicht mehr existiert, hat sich auch herumge­sprochen. Man sagt ja auch nicht. „Im ehe­ma­li­gen römis­chen Imperi­um“, oder „im ehe­ma­li­gen 3. Reich“. Sin­nvoll ist für mich eine Kon­struk­tion wie „auf dem Gebi­et der ehe­ma­li­gen Sow­je­tu­nion ist heute…“ Auch nur Sprach­nörgelei?

  22. Nörgler

    Sprach­nör­gler
    Darf ich vielle­icht auch ein wenig rum­nörgeln: “dass sie sich beziehen sich auf eine notwendi­ge Vorbe­din­gung des eigentlich gemein­ten beziehen”?

  23. Gregor

    Zu lange gewartet…
    … mit dem absenden, jet­zt hat inzwis­chen schon jemand anderes meinen Punkt gebracht. Tut mir leid.
    Beim “Faschis­mus” bin ich übri­gens ander­er Mei­n­ung. Dieser Aus­druck ist genau­so ide­ol­o­gisch unscharf, er wird lediglich von Linken bevorzugt, die nicht ihren Zen­tral­be­griff “Sozial­is­mus” beschmutzt sehen wollen. “Nation­al-Sozial­is­mus” ist natür­lich genau­so ein Blende­be­griff.

  24. Matthias

    Vie­len Dank
    Vie­len Dank für diese inter­es­sante Tri­olo­gie über die Demask­ierung eines Sprachklugschei*ers. Da ich selb­st aber auch zu dieser Zunpft gehöre werde ich mir ab heute tun­lichst Mühe geben, den Zeigefin­ger unte zu lassen und den Mund geschlossen.
    Vielle­icht haben Sie aber auch alles nur noch schlim­mer weil mich noch klüger gemacht… 🙂
    Danke trotz­dem

  25. Thomas

    Ich finde das Beispiel zu “wollte” unglück­lich gewählt. Denn “Ich habe lei­der ein Tre­f­fen mit den anderen Abteilungslei­t­erin­nen.” kann man mein­er Mei­n­ung nach auch dur­chaus nach auf “Kom­men Sie mit in die Kan­tine?” antworten. Außer­dem enthält der Satz genau die Recht­fer­ti­gung, die direkt vorher mit den direk­ten Sprachak­ten in Verbindung gebracht wurde. Ana­log zum ersten Beispiel müsste Frau Meier auch hier nur mit “Nein” antworten kön­nen, aber trotz­dem würde die Fir­ma nicht pleite gehen 😉

  26. Achim

    Passt doch
    Ana­log zum ver­stor­be­nen Gemüse­händler redet man ja auch von der “ehe­ma­li­gen DDR”. Wobei das mit der DDR in meinen Augen ein Gren­z­fall ist: Wer je von der DDR gehört hat, hat auch die Wende mit­bekom­men, weiß also, dass es das Sig­nifikat nicht mehr gibt, weswe­gen man das “ehe­ma­lig” auch weglassen kön­nte. Es redet ja auch kein­er vom “ehe­ma­li­gen Drit­ten Reich”.
    (Herr Busch hat seine Aus­führun­gen in der Zeitung veröf­fentlicht, die mit der ehe­ma­li­gen DDR so ihre Prob­leme hat­te. Aber diese selb­st weist nur in ca. 700 von 31.000 Tre­f­fern darauf hin, dass dieses Staatswe­sen inzwis­chen auch auf dem Müll­haufen der Geschichte gelandet ist. Und ein Teil der ehe­ma­lig-Tre­f­fer sind Kom­p­isi­ta wie “ehe­ma­liges DDR-Gefäng­nis”.)
    Da wir Her­rn Müller aber wohl nicht kan­nten, redet Frau Müller von ihrem ver­stor­be­nen Mann — bei all­ge­mein bekan­nten Per­so­n­en, deren Ableben inzwis­chen Teil der All­ge­mein­bil­dung ist, macht man das nicht.

  27. Achim

    wollte gefragt haben
    Hm, ein­er­seits ist mein erster Kom­men­tar über­flüs­sig, was ich gemerkt hätte, wenn ich die vorhan­de­nen Kom­mentare voll­ständig gele­sen hätte. Ander­er­seits habe ich mir offen­bar als einziger die winzige Mühe gemacht, gugelem­pirisch die Ver­wen­dung von “ehe­ma­lige DDR” bei bild.de nachzuprüfen…
    Zu “wollte gefragt haben”: Das ist nicht so sehr eine Höflichkeits­form wie in “ich wollte fra­gen”, son­dern eine Selb­st­bezich­ti­gung, die in der Regel mit ein­er Zei­tangabe ver­wen­det wird: “Ich wollte schon längst gefragt haben, ob…” D.h. ich gebe gle­ich zu, dass ich eine Auf­gabe vergessen oder vor mir hergeschoben habe.
    Zu “ehe­ma­lig” fällt mir noch was ein: Völ­lig unauf­fälig ist das Wort ja in Wen­dun­gen wie “der ehe­ma­lige Vor­sitzende”. Bei “ehe­ma­lige DDR” müsste man ja fra­gen, welch­es Land den die heutige DDR darstellt…

  28. Torsten

    ehe­ma­lig
    Ich spreche auch vom ehe­ma­li­gen Kön­i­gre­ich Han­nover oder vom ehe­ma­li­gen Her­zog­tum Braun­schweig und natür­lich auch vom ehe­ma­li­gen Jugoslaw­ien usw. Warum also nicht von der ehe­ma­li­gen DDR?

  29. Grinsi Kleinpo

    @H.L.
    Da Herr Busch in der “BILD” schreibt, würde sich der Gebrauch der Abkürzung DDR eh erübri­gen. Für die “BILD” ist die DDR immer noch die SBZ oder Mit­teldeutsch­land. Ich per­sön­lich ver­mei­de eine Unter­schei­dung zuwis­chen West­deutsch­land und Ost­deutsch­land, da es eh nur ein Deutsch­land jet­zt gibt. Wer zu faul ist, sich im Inter­net über die Lage von Orten schlau zu machen, hat selb­st schuld. Ein gewiss­er Bil­dungs­stand sollte voraus­ge­set­zt wer­den.

  30. Daniel

    Sprach­schützer
    Eine sehr schöne Rei­he, die ich ein­fach mal als Plä­doy­er für einen kreativ­en Umgang mit Sprache inter­pretiere, vie­len Dank dafür. Nach mein­er Erfahrung sind diese selb­ster­nan­nten Sprach­schützer oft humor­lose Besser­wiss­er — da ist es umso schön­er wenn sie Antwort erhal­ten von jeman­dem, der es wirk­lich bess­er weiß (vor allem, wenn sie gar nicht gefragt haben…) 🙂

  31. Andi

    zunächst unklar
    Danke für den tollen Beitrag, es passiert sel­ten, dass ich bei einem Text, der sich mit Sprache beschäftigt, laut lachen muss.
    Ich habe auch ein sprach­lich­es Prob­lem, das mich allerd­ings in die Nähe von Hr. Busch rück­en kön­nte:
    Bei Nachricht­en find­et man häu­fig fol­gende Redewen­dung. [Irgend­was schlimmes ist passiert]. Das Motiv (oder die näheren Tatum­stände etc.) war zunächst unklar.
    Da denke ich mir immer wun­der­bar, dass die Tatum­stände zunächst unklar waren, dann sind sie ja jet­zt klar und soll­ten gle­ich genan­nt wer­den. Aber dann kommt nichts mehr. Offen­sichtlich sind sie also immer noch unklar. Warum spricht man in diesem Fall nicht von: Die Tatum­stände sind noch unklar?
    In der All­t­agssprache würde jed­er bei “Pro­gram­mieren viel mir/ihm zunächst noch schw­er”, doch glauben, dass es jet­zt gel­ernt wurde, oder?

  32. raumfuernotizen

    @Andi
    Das “zunächst” ist typ­is­che Presseagen­tur-Sprache.
    Zum einen wer­den die beschriebe­nen Vorkomm­nisse ja oft in der Folge noch mit neuen Agen­tur­tex­ten aktu­al­isiert, zum anderen beschreiben Tageszeitun­gen damit ja oft nur den Zus­tand vom Vor­abend — und drück­en mit dem “zunächst” aus, dass sich in Sachen Motiv­suche mit­tler­weile was getan haben kön­nte / noch tun kön­nte.

  33. Carlos

    Kon­junk­tiv?
    Sich­er, daß „wollte“ in diesem Fall seinen Ursprung als Ver­gan­gen­heits­form genom­men hat, nicht als Kon­junk­tiv? — nur aus dem Bauch raus.

  34. CHY

    @ Elmar Diederichs: Unwis­sen …
    Ich schrieb: “Sprache lebt — sie ist eben nicht Math­e­matik oder Kyber­netik.” und ED antwortete: “Math­e­matik ist eben­falls eine lebendi­ge Sprache, die ständig verän­dert, weit­er­en­twick­elt und den Bedürfnis­sen aus Natur- und Lebenswis­senschaften angepaßt wird.”
    In diesem Dis­put-Auss­chnitt kommt meines Eracht­ens bere­its das Dilem­ma zum Aus­druck.
    Mein Satz ist zugegeben­er­maßen verkürzt und inter­pretier­bar und ich hätte bess­er for­mulieren sollen “Natür­liche Sprache lebt — und sie hat nicht die (Ein-)Eindeutigkeit wie sie in der Math­e­matik mit­tels Def­i­n­i­tio­nen — ob bere­its All­ge­meingut in der Wis­senschaft­lerge­meinde oder nicht — gesichert wer­den soll.”
    Unbe­strit­ten ist, daß Math­e­matik weit­er­en­twick­elt wird, oft sog­ar bezüglich möglich­er Prax­is­rel­e­vanz “auf Vor­rat” (z.B. nich­teuk­lidis­che Geome­trie, Graphen­the­o­rie) und nicht nur durch neue “Bedürfnisse aus Natur- und Lebenswis­senschaften”; daß sich die ver­schiede­nen Zweige der Math­e­matik auch auseinan­der­en­twick­eln und sich deren jew­eili­gen Vertreter manch­mal gar nicht mehr — sofort — ver­ste­hen, ist eine der Fol­gen.
    Ander­er­seits unter­liegt ED selb­st den Schwierigkeit­en ein­er ein­deuti­gen Aus­druck­sweise in natür­lichen Sprachen: Math­e­matik ist eben keine lebendi­ge Sprache, son­dern eine Wis­senschaft, in der eigene Sprachen entwick­elt und auch ver­vol­lk­mm­net bzw. weit­er­en­twick­elt wer­den.
    Wer also hier nicht kreativ ist, scheint wirk­lich ver­loren zu haben …
    (Bitte stets auch selb­stre­flex­iv anwen­den, dies bezieht sich auch auf den Titel, der fast eine Zumu­tung darstellt.)
    Den “dichotomis­chen Großkon­flikt” hätte ich gern näher erläuert bzw. definiert; so all­ge­mein, wie hier for­muliert, scheint dies immer zu stim­men.

  35. S.F.

    Ein aus­drück­lich­es Lob
    Lieber Herr Ste­fanow­itsch,
    ich bin zwar nicht vom Fach, aber alle Teile dieser Rei­he waren ein Genuß. Sie schaf­fen es jeman­den zum Schmun­zeln zu brin­gen und gle­ichzeit­ig ohne dass man es merkt auch Wis­sen zu ver­mit­teln. Weit­er so!
    Viele Grüße

  36. Cornelius

    Erscheint mir ähn­lich ober­fläch­lich …
    Nörgeln ist so eine Sache …
    Um der Wahrheit die Ehre zu geben, empfinde ich (und geste­he, daß es eine per­sön­liche Ein­stel­lung ist) For­mulierun­gen, wie “Ich wollte Sie fra­gen …” als äußerst Nervig.
    Ich möchte dann immer schreien: “NA DANN TU’S DOCH!”.
    Und wirk­lich: Von “indi­rekt = böse” auf “höflich = böse” zu schließen ist ein über­trieben­er Schritt, der Busch wohl kaum nach­hinkt.
    Was ist an: “Wür­den Sie mit mir heute zu Essen gehen?” unhöflich? Sollte nicht ger­ade in so ein­er Frage ein per­sön­lich­er Touch mitschwin­gen, oder gar selb­stver­trauen und zuver­sicht, a lá: “Frau Mey­er, haben Sie zu Mit­tag etwas vor? Lassen Sie uns doch gemein­sam in die Kan­tine gehen.”
    Ich finde, daß indi­rek­te Herum­druck­serei kein Zeichen von Höflichkeit ist. Sicher­lich, zu formellen Anlässen gibt es kaum Alter­na­tiv­en — und wer unseren Her­rn Bun­de­spräsi­den­ten mit “Kann ich mal das Salz?” anpflaumt, gehört zurecht nie wieder ein­ge­laden. Aber sobald die Kon­ver­sa­tion all­ge­mein­sprach­liche Floskeln (“Ich hätte gerne ein Pils.”) über­steigt, find­et sich immer ein Aus­druck, der nicht vom Gegenüber erwartet(!) einen Gedanken­sprung zu machen. Ich finde, es gebi­etet die Höflichkeit, daß wenn ich etwas von meinem Gegenüber möchte, ich es dann so klar wie möglich (im Rah­men der Höflichkeit) darüber spreche.
    Ja aber natür­lich ist -jedem- klar was das Gegenüber möchte, wenn es heißt: “Kön­ntest du mir das Salz reichen?” — und die Antwort “Junge, ich reiche dir in jed­er Hin­sicht das Salz” ist es kaum. Und “Schatz, magst du mir das Salz reichen?” empfinde ich als Län­gen angenehmer als “Schatz, ich wollte dich fra­gen, ob du mir das Salz reichst.” — weil das ja in kein­ster Weise tat­säch­lich eine Auf­forderung oder Anfrage ist. Es ist nur eine Aus­sage.
    Was ver­stor­ben ange­ht — tech­nisch gese­hen hat die Frau eben NICHT mit ihrem ver­stor­be­nen Manne das Geschäft geführt. Son­dern mit ihrem in der zwis­chen­zeit / seit dem / mit­tler­weile ver­stor­be­nen Manne.
    Sor­ry, wenn Sprach­nör­glernörgeln, bitte nicht die gle­ichen Run­dum­schläge machen. 🙂
    … und im Gegen­satz zu “Ich wollte Sie fra­gen …” haben wir bei­de nicht nur etwas sagen -wollen-, son­dern es auch getan.

  37. Wentus

    Ver­gan­gen­heits­for­men
    Im Deutschen ist die lang­dauernde Ver­gan­gen­heits­form ver­loren gegan­gen. Was also ein Fran­zose mit Impar­fait (je voulais) und der Englän­der mit Present Per­fect Pro­gres­sive (I have been -ing) aus­drückt, kann man im Deutschen höch­stens mit ein paar Adver­bi­en verdeut­lichen: z.B. “die ganze Zeit schon”.
    Die Zeit­dauer ist der Sinn von “ich wollte fra­gen”, nicht der ver­gan­gene, ein­ma­lige, plöt­zliche Wille.
    Ander­er­seits ver­set­zen sich Deutsche gedanklich in die Ver­gan­gen­heit, sodass sie im Neben­satz zur Gegen­wart wird. Son­st wür­den sie ana­log zu Fran­zosen und Englän­dern sagen: “ich wollte fra­gen, ob Sie mit mir in die Kan­tine gin­gen”.
    Dadurch wird der Zusatz “ehe­ma­lige” plöt­zlich als unsin­nig emp­fun­den. In echt­en Präsens-Sätzen ist es nicht unsin­nig: “die übrigge­bliebe­nen Tra­bis erin­nern an die ehe­ma­lige DDR”.
    Das Ver­ständ­nis von Sätzen ist also von kul­turell kon­di­tion­ierten Vorstel­lun­gen bee­in­flusst. Richtig ver­ste­hen kann man seine Mut­ter­sprache also nur im Spiegel fremder Sprachen und Kul­turen.

  38. Lukas

    Nicht sehr tre­f­fend
    @Cornelius: Sie kön­nen die eine For­mulierung (von Her­rn Busch) ruhig bess­er find­en als die andere (von Her­rn Ste­fanow­itsch), das ändert aber nichts daran, dass keine von bei­den ein Monopol auf das “Richtig­sein” im sprach­wis­senschaftlichen Sinne haben. Das war der Haupt­punkt der Artikelserie. Ich per­sön­lich kann alles in den 3 Artikeln Geschriebene so unter­schreiben, aber nie­mand hat gesagt, dass jed­er Sprache gle­ich empfind­et. Wenn Sie hinge­gen argu­men­tieren wollen, dass es all­ge­mein so ist, dass die indi­rek­te Sprache nicht von den meis­ten Men­schen als höflich­er emp­fun­den wird, soll­ten Sie das klar­er darstellen (aber das war glaube ich nicht so der Tenor Ihres Kom­men­tars :-)).
    Außer­dem wollte ich Sie auf einen Fehler aufmerk­sam machen, Sie schreiben:
    “Und “Schatz, magst du mir das Salz reichen?” empfinde ich als Län­gen angenehmer als “Schatz, ich wollte dich fra­gen, ob du mir das Salz reichst.” — weil das ja in kein­ster Weise tat­säch­lich eine Auf­forderung oder Anfrage ist. Es ist nur eine Aus­sage.”
    Da haben Sie aber einen indi­rek­ten Sprachakt gemacht, denn “Schatz, magst du mir das Salz reichen?” ist keine Auf­forderung das Salz zu reichen, son­der nur eine Frage, wie die Gefühlslage des anderen bezüglich der Möglichkeit einem das Salz zu reichen ist. Es klingt für Sie bess­er als Ihr zweit­er Satz, weil es kürz­er (und ver­trauter) ist. Aber es ist kein Argu­ment für Sie (und die direk­te Sprachak­te) und gegen Her­rn Ste­fanow­itsch (und somit indi­rek­te Sprachak­te). Wäre ich ein Sprach­nör­gler, würde ich auf Ihre Frage ein­fach sagen “Dir das Salz zu reichen mag ich wohl.” oder “Dir das Salz zu reichen mag ich ger­ade nicht.” ohne auch nur einen Fin­ger zu krüm­men.
    “Schatz, reich mir mal bitte das Salz.” ist die höflich­ste direk­te Ansprache, die ich for­mulieren kann. Ihre erste indi­rek­te Ansprache gefällt mir, aber mehr. 🙂

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