Etymologierätsel mit Buchverlosung

Lange ist es her, dass wir hier im Sprachlog ein Etymologierätsel hatten — heute gibt es endlich wieder eines, und dann auch gleich noch etwas zu gewinnen!

Wir schreiben zwei Exemplare1 vom bis obenhin mit Etymologien gefüllten Kleinen Etymologicum, dem Sachbuch mit Sprachlogvergangenheit (hier mehr drüber) als Gewinn aus — und verlosen eines unter allen richtigen Einsendungen und eines unter allen, die mitgemacht haben. Mitmachen lohnt sich also auf jeden Fall! Inklusive ist natürlich ein Autogramm der Autorin und auf Wunsch auch eine Widmung.

Und was gilt es dafür zu tun? Es läuft so ab, wie bereits frühere Sprachlog-Etymologierätsel:

Im folgenden Wordle habe ich sprachliche Verwandte durcheinandergeworfen – immer zwei Wörter besitzen eine gemeinsame Wurzel. Welche gehören zusammen?

Die Verwandtschaft kann ziemlich weit zurückgehen, weshalb der Bezug bei den wenigsten offensichtlich ist. So würden, wären sie drin, Etat und Distanz zusammengehören, denn Etat kommt über frz. état aus lat. status ‘Zustand’, was zu stāre ‘stehen’ gebildet wurde und Distanz kommt von lat. distantia, einer Abstraktbildung zu distāre ‘voneinander wegstehen’, das sich aus dis- und stāre ‘stehen’ zusammensetzt. []

Und hier sind die 24 Wörter, die zwölf Paare bilden:2

2014-10-30Zeit ist übers ganze Wochenende — bis einschließlich Montag, 3.11. Posten Sie Lösungsvorschläge einfach als Kommentare, sie werden erst nach Einsendeschluss freigeschaltet.3

Viel Spaß beim Grübeln und viel Glück!

  1. Danke an den Verlag für die Freiexemplare! []
  2. Wer's lieber computerlesbar hat: Albert, Bauwerk, Benedikt, Chanson, Chaos, Edelstein, Edikt, ergonomisch, Fatzke, Gas, Gast, hart, Hose, Hospiz, Karmen, Klaue, klauen, Klaus, Kolchose, Nikotin, obskur, Sakrileg, Standard, Wenzel []
  3. Achtung: Wir können nur Antworten mit einer funktionierenden E-Mail-Adresse für die Verlosung berücksichtigen. []

Blogspektrogramm 43/2014

Passend zur Zeitumstellung liefert das heutige Spektrogramm Überlegungen zu Zeitformen bei Zeitreisen. Außerdem mit dabei: Das Trema, eine Diskussion zu Programmiersprachen, die Frage, was es mit social freezing sprachlich auf sich hat und die Herkunft bekannter Firmennamen. Woher hat der Citroën eigentlich seine beiden Punkte? Auf FRAGEN SIE DR. BOPP hat Stephan Bopp eine spannende […]


Eine Sprache ohne Schimpfwörter

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Blogspektrogramm 42/2014

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Blogspektrogramm 41/2014

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Wie Medien Wörter machen

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Blogspektrogramm 40/2014

Gerechte Sprache, Dialekte, Laute, Akzente und noch einmal gerechte Sprache: Viel Spaß mit dem sonntäglichen Spektrogramm! Luise Pusch hat Das kleine Etymologicum gelesen und zwei Aspekte — meinen Umgang mit Personenbezeichnungen und das ehemals asymmetrische Anredesystem des Deutschen – auf LAUT & LUISE aus feministischer Sicht kommentiert. (Generellere inhaltliche Einblicke hier.) Im LEXICON VALLEY auf SLATE hat sich in den […]


Merkels versaute Raute

Diese Woche twitterte Julia Probst – bekannt durch ihren Twitter– Lippenlesedienst bei Sportereignissen und ihren Aktivismus für Untertitel und gegen Cochlea-Implantate – folgenden linguistisch faszinierenden „Funfact“: Funfact: Die #Merkel-#Raute bedeutet in #Gebärdensprache "Vagina". — Julia Probst (@EinAugenschmaus) 1. Oktober 2014 Nun ist Humor bekanntlich sehr individuell, und so lässt sich natürlich nicht objektiv feststellen, ob dieser […]


Blogspektrogramm 39/2014

Erpresserbriefe, sprachliche Zukunftsvisionen, DDR-Jugendsprache, hochnotpeinliche Verhöre und, ähm, was zu uh: Auch diese Woche gibt es im Spektrogramm jede Menge Links zwischen skurril und spannend! Wie schreibt man einen anonymen Erpresserbrief? Auf jeden Fall nicht, indem man versucht, wie Nicht-MuttersprachlerInnen zu klingen. Wolfgang Krischke in der FAZ: »Richtig falsch zu schreiben erfordert also ein beträchtliches […]


Jetzt zu haben: Das kleine Etymologicum

Das Wichtigste zuerst: Ich habe ein Buch geschrieben. Das heute erscheint. Man kann es natürlich gerne unbesehen kaufen, aber man kann sich auch erst einmal von mir erzählen lassen, worum es eigentlich geht: Wenn man Sprachwissenschaft betreibt, wird man ja von Freundeskreis und Verwandten oft zur Grammatikauskunftsstelle erklärt. Wenn man historische Sprachwissenschaft betreibt, darf man […]