Blogspektrogramm 31/2015

Die deutschen Blogs scheinen alle Sommerpause zu machen — aber an Englischem gibt es einiges zu lesen:  Wenn man französisches Scrabble kann, kann man dann auch Französisch? Warum muss Feminismus sneaky sein? Und was tun Menschen so, die das englische th nicht über die Lippen bringen?

  • Die DW hat sich bei Marije Michel erkundigt, was es eigentlich bedeutet, dass ein Neuseeländer französischer Scrabblemeister ist: »What's important is that this guy didn't learn French — he learned French words. There's a huge difference between learning a language and learning words. Learning words is much more comparable to learning numbers. […]  But what he learned is just the spelling. He doesn't know what the words mean or how they're connected to other words. He doesn't know whether they are articles or nouns or verbs and he doesn't know how to put them in a sentence. He doesn't even know how to pronounce them. In that sense, it's just like a string of letters next to each other for him.«
  • Katy Waldman wundert sich auf LEXICON VALLEY darüber, dass Feminismus in den US-amerikanischen Medien häufig mit Adjektiven wie sneaky und sly versehen wird, wenn über Fernsehserien und Filme berichtet wird: »Calling something “sneakily feminist”—the phrase is almost always complimentary—announces that you, unlike equally right-thinking but less reasonable individuals, are chill. You understand what it takes to be likable, appealing. Not least, when you “discover” a show’s “hidden” feminism, you seem smart and creative. That’s useful for a writer in search of a sparkly frock in which to wrap her dismal observation that some new thing in the culture miraculously doesn’t hate women, yay.«
  • Sis is outrageous! Da haben wir wohl letzten Oktober nicht aufgepasst, als Geoff Lindsey auf SPEECH TALK über die Aussprache von th — das übrigen zwei verschiedene Laute repräsentiert — geschrieben hat. Neben dem typisch deutschen s–Laut wird es auch häufig durch f ersetzt, w und d sind auch wichtig. Hier wird alles schön erklärt und mit vielen Hörbeispielen versehen: »When we look at variation and change in languages with dental fricatives, it’s unsurprising to find that some accents lack them. Castilian Spanish, for example, has θ, but words which have this sound in Castilian are widely pronounced with s in Latin America – in other words, the Berlitz-German pattern. Native English-speaking th–changers do not generally follow the Berlitz-German pattern.«

Blogspektrogramm 30/2015

Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch, Sommerl— oh, Sprachlinks! Heute mit Schreibschriftsystemen, Women’s Talk, Big Data bei Schimpfwörtern und ein paar bedeutungsunterscheidenden Diakritika. „Der Sprachhistoriker Peter von Polenz schreibt, in keinem Land Europas sei die Frage der Schriftwahl ideologisch so aufgeladen gewesen wie in Deutschland.“ Matthias Heine in der WELT über die „Schrift, die […]


Blogspektrogramm 29/2015

Links, Links, Links: Heute gibt es hier Dessous, angeblich unsicher sprechende Frauen, jede Menge Scheiße, ein wenig Internetlinguistik und unterhaltsame Reime. Los geht's: Wer seine herrenlose Damenunterwäsche sucht, soll sich melden? Auf LAUT UND LUISE amüsiert sich Luise Pusch über eine Zeitungsmeldung. Warum schreibt man Frauen immer wieder vor, wie sie sprechen sollten, um ernstgenommen […]


Blogspektrogramm 28/2015

Die heutige Hitzewelleausgabe ist kurz, aber gewohnt knackig — mit Chemie, Sex, Drugs und Sex und — naja, wenn Ihnen das jetzt zu heiß ist, gehen Sie erstmal an den Badesee, dem Rest wünschen wir jetzt schon viel Spaß! Chemie ist wie eine Sprache oder Chemie ist eine Sprache? Diese Metapher, X ist eine Sprache, hat […]


Blogspektrogramm 27/2015

Heute gibt es ein minimalistisches Spektrogramm, aber dafür thematisch perfekt abgestimmt: Über Like-Daumen, Ironie im Internet und Hashtags. Ein kleines Kommunikationsschnipselchen habe ich diese Woche im TECHNIKTAGEBUCH festgehalten. Sarkasmus und Ironie gehen im Internet oft verloren — wie man versucht(e), sie schriftliche zu transportieren, hat Gretchen McCullogh für THE TOAST aufgeschrieben: »But while these geniuses […]


Blogspektrogramm 26/2015

Das heutige Spektrogramm kommt (fast) pünktlich und natürlich vollgepackt mit spannenden und lustigen Links. Heute zu Punk, Berlin, Emoji, „Zweit“sprachen, Dialekten und einen Hinweis auf einen linguistischen Podcast. Viel Spaß! Dan Nosowitz legte Linguist/innen Punksongs vor, um mehr über das Verhältnis von Aussprache und Musik zu erfahren: „But it turns out that when you make a […]


Blogspektrogramm 25/2015

Da ist es wieder, das Spektrogramm! Wir liefern Links zu Deos, Geschlechtsorganen, Lexikografie und Australien und setzen am Ende noch eine Umfrage zum Englischen drauf. Viel Spaß! Über den Plural von Deodorant…s…e…? hat sich DR. BOPP Gedanken gemacht: »Woher kommen nun die Pluralformen Deodorantien und Antitranspirantien, die Sie ebenfalls entdeckt haben. Aus dem Englischen oder Französischen […]


Geschlechtergerechte Sprache und Lebensentscheidungen

Das sogenannte „generische“ Maskulinum und die Tatsache, dass es nicht wirklich generisch ist, haben wir im Sprachlog ja schon des Öfteren diskutiert. Eine interessante neue Studie bietet einen Anlass dazu, das Thema wieder einmal aufzugreifen. Im Deutschen hat jedes Substantiv ein grammatisches Geschlecht: Maskulinum (z.B. der Stuhl, der Dill), Femininum (z.B. die Bank, die Petersilie) […]


Blogspektrogramm 23/2015

Heute melden wir uns direkt aus Trier, Koblenz, Bonn, dem schönen Rheinland, und testen auf der Rückreise einer Konferenz das WLAN in der Bahn. Im dynamischsten Abgespektrogramm aller Zeiten finden Sie heute Infos zu Kalligraphie, Vorurteile, Brexit & Co.: Bei DIM SUM beschreibt Ilka Schneider, wie man ein Chinesisches Zeichen im Wörterbuch findet: „Rund um die […]


Blogspektrogramm 22/2015

Langes Wochenende, langes Spektrogramm: Bunt gemischt geht es heute zunächst um gierige Wörter, dann aus zwei verschiedenen Perspektiven um Emoji und schließlich um geschlechtsneutrale Pronomen. Wer sich außerdem für Pfingsten interessiert, kriegt ganz am Schluss noch einen Archivtipp. Was haben Gier, Begierde und Neugier miteinander zu tun? Schon so einiges, aber auf verschlungeneren Pfaden, als […]