Schlagwort-Archive: Denglisch

Noch mehr Beulen für Athen

Let­zte Woche ging’s um Zähne und Beulen - und um die Schlussfol­gerung, dass nicht alles, was der Mut­ter­sprach­ler für nicht-exis­tent hält, in sein­er Sprache auch tat­säch­lich nicht-exis­tent ist.

Teil II: LIVE COOKING

In eine ganz ähn­liche Kat­e­gorie fällt live cook­ing. Illus­tri­ert ist das (von Tonks?) durch einen Car­toon mit einem Kochtopf, aus dem Hände ragen — was ange­blich zeigen soll, woran “Englän­der […] bei ‘Live Cook­ing’ denken”. Mit der Ver­wen­dung und der Anwen­dung von Live Cook­ing machen wir uns in den Ohren eines Mut­ter­sprach­lers des Englis­chen also des Kan­ni­bal­is­mus schuldig.

Weit­er­lesen

Frische Beulen im Denglisch-Wahn

Die amerikanis­che Lin­guistin Gabe Doyle disku­tiert in ihrem immer sehr lesenswerten Blog Moti­vat­ed Gram­mar in einem Beitrag “Is speak­ing the lan­guage all it takes to be an expert?” die Frage, warum die Tat­sache, dass man eine Sprache als Mut­ter­sprache spricht, nicht immer aus­re­ichend ist, über den all­ge­meinen Gebrauch der­sel­ben zu sin­nieren. Damit spricht sie — vere­in­facht gesagt — einen der Gräben an, die zwis­chen Sprach­wis­senschaft und öffentlich­er Mei­n­ung (über Sprache) liegen. Das geht so: A hat zwar mut­ter­sprach­liche Kom­pe­tenz, aber keine Exper­tise von sprach­lichen Prozessen und sagt, dass es Phänomen Y entwed­er nicht gibt oder falsch ist. Experte B präsen­tiert Belege für die sys­tem­a­tis­che Ver­wen­dung von Phänomen Y.

Robert Tonks ist nach qua­si-eige­nen Angaben “der älteste Walis­er zwis­chen Rhein und Ruhr”. Ein Brite also, mut­maßlich Mut­ter­sprach­ler des Englis­chen. Im Sep­tem­ber hat er ein Buch über Englisch in der deutschen Sprache veröf­fentlicht (It is not all Eng­lish what shines). Dort analysiert er englis­che Werbe­sprüche im Deutschen, (rück)“übersetzt” diese und macht sich dementsprechend und in der Summe über Deutsche (Wer­ber) lustig.

Weit­er­lesen