Another one writes about dust

Ich bin kein Riesen­fan von Queen (der Band), aber Bri­an May ist ein Gitar­ren­gott, daran führt kein Weg vor­bei. Außer­dem ist er seit vorgestern pro­moviert­er Astro­physik­er und das finde ich so cool, dass ich es hier loswer­den wollte. Der Titel sein­er Dis­ser­ta­tion ist Radi­al Veloc­i­ties in the Zodi­a­cal Dust Cloud; er hat die Arbeit daran 1974 begonnen und dann eine län­gere berufs­be­d­ingte Pause ein­gelegt. Anders als in der Presse berichtet darf man ihn übri­gens noch nicht „Dr. May“ nen­nen — dafür muss er, wie er auf seinem Blog erzählt, nach sein­er erfol­gre­ich bestande­nen Dis­pu­ta­tion zunächst eine endgültige Ver­sion der Dis­ser­ta­tion erstellen bevor er im näch­sten Jahr dann seinen Titel ver­liehen bekommt. Das ist aber der nor­male Gang der Dinge.

Damit dieses Post­ing wenig­stens am Rande etwas mit Sprache zu tun hat, frage ich ein­fach mal, ob jemand einen berühmten Musik­er ken­nt, der pro­moviert­er Sprach­wis­senschaftler (oder Kom­mu­nika­tion­swis­senschaftler oder etwas ähn­lich­es) ist. Ich habe eine wertvolle halbe Stunde damit ver­schwen­det, in der Wikipedia nach welchen zu suchen. Dabei bin ich nicht fündig gewor­den. Ich habe über­haupt nur drei Musik­er gefun­den, die wenig­stens Lin­guis­tik studiert haben: den irisch-bask­ischen Songschreiber Col­in Rivas, den finnis­chen Kom­pon­is­ten Jaakko Män­tyjärvi und Bian­ca Leilani Casady von Coco Rosie. Von denen kan­nte ich nur Bian­ca Casady. Wer weiß mehr?

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Anatol Stefanowitsch

Über Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.

3 Gedanken zu „Another one writes about dust

  1. Anna-Maria

    Kofi Yakpo, Kün­stler­name “Lin­guist”. Studi­um der Lin­guis­tik, Poli­tik­wis­senschaften und Eth­nolo­gie in Köln und Van­u­atu; Man­age­mentstudi­um in Genf und Juras­tudi­um in Lon­don. 1987 grün­dete er mit Toni L, DJ Mike MD, Gee One und Torch die leg­endäre Hip-Hop-Band “Advanced Chem­istry”. Er arbeit­et bei “FIAN”, ein­er inter­na­tionalen Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tion.

    (quelle: http://www.bpb.de/themen/77NL95,0,0,Denn_ich_bin_kein_Einzelfall_sondern_einer_von_vielen.html

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