Wortschatzerweiterungen

Ab und zu fehlen selb­st den elo­quentesten Mit­gliedern ein­er Sprachge­mein­schaft die Worte — dann näm­lich, wenn deren Sprache für einen bes­timmten Sachver­halt schlicht kein Wort bere­it­stellt. In der Sprach­wis­senschaft spricht man hier all­ge­mein von lacu­nae, oder, weniger latin­isiert, von „lexikalis­chen Lück­en“.

Inter­es­sant sind diese Lück­en natür­lich nur dann, wenn ein Wort für einen an sich bekan­nten Sachver­halt fehlt, und nicht dann, wenn ein Wort fehlt, weil das zu Beze­ich­nende selb­st unbekan­nt ist. Das Deutsche hat­te bis in die 1990er Jahre kein Wort für Sushi, aber weil nie­mand das damit beze­ich­nete Gericht über­haupt kan­nte, fehlte das Wort ja nicht im eigentlichen Sinne. Man kön­nte also etwas präzis­er von „Ver­sprach­lichungslück­en“ sprechen (aber das ist eine Eigenkreation, kein anerkan­nter Fach­be­griff).

Bei solchen Ver­sprach­lichungslück­en wiederum lassen sich zwei Fälle unter­schei­den. Zunächst gibt es sys­tem­a­tis­che Lück­en, die sich daraus ergeben, dass es für erwart­bare Kom­bi­na­tio­nen von Bedeu­tungsmerk­malen kein Wort gibt (die Seman­tik­erin Adri­enne Lehrer spricht hier von „Matrixlück­en“ (matrix gaps). Zum Beispiel gibt es zu dem Adjek­tiv hun­grig auch das Adjek­tiv satt, dessen Bedeu­tung etwa „nicht hun­grig“ ist; zu dem Adjek­tiv durstig gibt es aber kein Adjek­tiv mit der Bedeu­tung „nicht durstig“ — eine Matrixlücke, die sog­ar die Dudenredak­tion zu Verzwei­flungstat­en getrieben hat. Ein ähn­lich­er Fall ist das Wort Eltern dessen Bedeu­tung eine Kom­bi­na­tion der Bedeu­tun­gen der Wörter Vater und Mut­ter ist; es gibt aber kein Wort, dass die Bedeu­tun­gen von Onkel und Tante kom­biniert.

Neben solchen sys­tem­a­tis­chen Lück­en gibt es aber auch unsys­tem­a­tis­che Lück­en, die sich nicht aus der Tat­sache ergeben, dass im Sprach­sys­tem selb­st angelegte Bedeu­tungskom­bi­na­tio­nen ohne Worte sind, son­dern daraus, dass kom­plexere Sachver­halte unver­sprach­licht bleiben. Aus einem sprach­wis­senschaftlichen Lehrbuch — ich weiß lei­der nicht mehr, aus welchem — erin­nere ich mich an das Beispiel „Geruch ein­er Wiese nach einem Früh­lingsre­gen“. Obwohl viele Mit­glieder der deutschen Sprachge­mein­schaft diesen Geruch ken­nen, gibt es kein Wort dafür, son­dern nur eine Umschrei­bung.

In der Sprach­wis­senschaft spie­len lexikalis­che Lück­en keine sehr zen­trale Rolle, aber es gibt eine gewisse lit­er­arische Tra­di­tion, solche Lück­en zu find­en und zu füllen. Inter­es­san­ter­weise konzen­tri­eren diese Ver­suche sich immer auf die unsys­tem­a­tis­chen Lück­en, wahrschein­lich, weil das Durchex­erzieren von seman­tis­chen Merk­mal­skom­bi­na­tio­nen für die All­ge­mein­heit wenig Unter­hal­tungswert bietet.

Ein solch­er Ver­such mit einem ern­sthaften Hin­ter­grund ist zum Beispiel die Kun­st­sprache Láadan der amerikanis­chen Sprach­wis­senschaft­lerin, Fem­i­nistin und Sci­ence-Fic­tion-Autorin Suzette Haden Elgin. Das Vok­ab­u­lar dieser Sprache, die in Elgins Roman Native Tongue eine zen­trale Rolle spielt, soll eine spez­i­fisch weib­liche Welt­sicht ver­sprach­lichen. Ein paar Beispiele (meine Über­set­zung):

doóle­dosh Schmerz oder Ver­lust, der erle­ichternd wirkt, weil er die Erwartung seines Kom­mens been­det

zhaláad das Aufgeben ein­er liebgwonnenen/tröstlichen/vertrauten Illu­sion oder Per­spek­tive

raduth nicht-ver­wen­den, jeman­den absichtlich von jed­er nüt­zlichen Funk­tion ent­binden, z.B. durch erzwun­genen Ruh­e­s­tand oder wenn ein Men­sch als Spielzeug oder Hausti­er gehal­ten wird


Der wohl bekan­nteste Ver­such, Ver­sprach­lichungslück­en zu füllen, dürfte Dou­glas Adams’ und John Lloyds The Deep­er Mean­ing of Liff sein. Den bei­den Autoren gelingt es tat­säch­lich, hun­derte von Din­gen und Sit­u­a­tio­nen zu find­en, die man sofort als wiederkehren­des Bedeu­tungss­chema erken­nt, für die es aber kein Wort gibt. Für die Ver­sprach­lichung dieser Konzepte ver­wen­den die Autoren dabei Ort­sna­men, die nach ihrer Mei­n­ung bis dato nur nut­z­los „auf Schildern herumgelungert haben, die auf Orte zeigen“. Ein paar Beispiele (ich zitiere hier aus dem Orig­i­nal, es gibt auch eine deutsche Adap­tion, die ich aber nicht kenne):

nad (n.) Mea­sure defined as the dis­tance between a driver’s out­stretched fin­ger­tips and the tick­et machine in an auto­mat­ic car-park. 1 nad = 18.4 cm. („Maß für die Ent­fer­nung zwis­chen der aus­gestreck­ten Hand des Fahrers und dem Parkkarte­nau­to­mat­en (an der Schranke) eines Park­platzes (oder -haus­es). 1 Nad = 18,4 cm.“)

nyb­ster (n.) The sort of per­son who takes the lift to trav­el one floor. („jemand, der den Fahrstuhl benutzt, um ein Stock­w­erk höher oder tiefer zu gelan­gen“)

ozark (n.) One who offers to help just after all the work has been done. („jemand, der genau in dem Moment seine Hil­fe anbi­etet, wo alles erledigt ist“)

Obwohl Adams und Lloyd nicht ern­sthaft vorhat­ten, neue Wörter zu schaf­fen, wären viele ihrer Vorschläge wohl tat­säch­lich nüt­zliche Ergänzun­gen des Wortschatzes. Auf jeden Fall regen sie zum Nach­denken darüber an, warum wir für manche Konzepte Wörter haben, für andere, eben­so ver­traute und häu­fige Konzepte aber nicht.

Lobo „Wortschatz“

Lobo „Wortschatz“

In dieser Tra­di­tion sehe ich auch Sascha Lobos ger­ade erschienenes Buch Wortschatz. 689 neue Worte für alle Lebensla­gen. Auch Lobo ver­sucht, ver­traute Konzepte des All­t­ags (oder der „mod­er­nen Lebenswelt“, wie es der Klap­pen­text beschreibt) zu find­en und zu ver­sprach­lichen. Für die Ver­sprach­lichung ver­wen­det er allerd­ings keine Ort­sna­men, son­dern haupt­säch­lich Misch- oder Kof­fer­wörter (in der deutschen Sprach­wis­senschaft häu­fig mit dem unglück­lich gewählten Begriff Kon­t­a­m­i­na­tion beze­ich­net), bei dem zwei in ihrer Laut­struk­tur über­lap­pende Wörter zusam­menge­zo­gen wer­den und sich ihren Bedeu­tun­gen eine neue Gesamtbe­deu­tung ergibt. Ein Beispiel für ein Kof­fer­wort im alltäglichen Sprachge­brauch ist Ostal­gie „Sehn­sucht nach (bes­timmten Lebens­for­men) der DDR“ (duden.de) aus Ost + Nos­tal­gie.

Ein paar Beispiele aus Lobos Wortschatz:

Prak­tiv­itäten Sam­mel­be­griff für diejeni­gen Arbeit­en, die durch Prak­tikan­ten aus­ge­führt wer­den, also alle Tätigkeit­en außer Dien­streisen.

Trä­nung Eine sehr schmerzhafte und trä­nen­in­ten­sive Tren­nung. Nicht sel­ten ist des einen Part­ners Tren­nung des anderen Part­ners Trä­nung.

Aus­gayen Als het­ero­sex­ueller Men­sch dem Trend fol­gend in schwule Lokale gehen und dabei die Schwulen nach und nach vertreiben. Funk­tion­iert auch mit ganzen Stadt­teilen.

Unter den 689 Wörtern find­en sich aber auch ein paar Beispiele, die tat­säch­lich sys­tem­a­tis­che Ver­sprach­lichungslück­en füllen. Zum Beispiel, in dem sie regel­haft ein Antonym zu einem existieren­den Wort bilden, wie in den fol­gen­den Beispie­len:

Tän­deln Sein Leben sin­nvoll und statthaft führen. Gegen­teil von vertän­deln.

Gemut­ter Wenn es den Gevat­ter gibt, ist schon aus Grün­den der Gle­ich­berech­ti­gung nicht einzuse­hen, warum es keine Gemut­ter geben soll. Bedeu­tung gemäß dem Vor­bild (Beispiel: Gevat­ter Tod, Gemut­ter Natur, auch: Zeuge­mut­ter).

Zu tän­deln ist anzumerken, dass es ein Wort mit dieser Form natür­lich schon gibt, allerd­ings mit der Bedeu­tung „etwas mehr in spielerisch-leichter als in ern­sthafter Weise tun, aus­führen“ (duden.de) — Lobo leit­et seine Bedeu­tung ab, indem er für das Prä­fix ver- die Bedeu­tung „eine Per­son [macht] etwas falsch, verkehrt“ voraus­set­zt, während das Verb vertän­deln tat­säch­lich mit der Prä­fixbe­deu­tung „eine Sache [wird] durch etwas (ein Tun) beseit­igt, ver­braucht“ aus tän­deln abgeleit­et ist (vgl. die min­destens acht Bedeu­tun­gen von ver-, die duden.de nen­nt.

Ein anderes Beispiel für das Füllen ein­er sys­tem­a­tis­chen Ver­sprach­lichungslücke ist das fol­gende:

Tant, Onke Die noch fehlen­den, sprachlo­gis­chen Fabilien­be­griffe. Tante beze­ich­net die Schwest­er eines Eltern­teils, Onkel den Brud­er. Der Tant ist der Mann der Tante, die Onke ist die Frau des Onkels. Das befremdliche, diskri­m­inierende Wörtchen „ange­heiratet“ hat aus­ge­di­ent, endlich kommt die lange fehlende Klarheit in die ver­bale Fam­i­lien­logik. Falls es so ein Wort wie „Fam­i­lien­logik“ über­haupt gibt.

Hier ist anzumerken, dass es tat­säch­lich Sprachen gibt, in denen die Geschwis­ter der Eltern anders beze­ich­net wer­den als die Ehep­art­ner der Geschwis­ter der Eltern — dabei wird nor­maler­weise noch zusät­zlich zwis­chen den Geschwis­tern des Vaters und denen der Mut­ter unter­schieden (z.B. im Hin­di und im Man­darin).

Da wir Sprach­wis­senschaftler uns hart­näck­ig weigern, neue Wörter zu erfind­en, muss hier eben (wie so oft) Sascha Lobo ein­sprin­gen. Er macht seine Sache (wie so oft) sehr gut, und da bald Wei­h­nacht­en ist, und der eine oder andere vielle­icht noch ein preiswertes aber vergnüglich­es Geschenk sucht, spreche ich hier ein­fach mal eine Kaufempfehlung aus (bitte „Full Dis­clo­sure“ unten beacht­en).

Sascha Lobo/NEON
Wortschatz. 698 Wörter für alle Lebensla­gen
Rohwolt, 2011
€ 8,99 (D), 9,30 (A)

Weit­er­führende Infor­ma­tio­nen

  • Suzett Haden Elgins Láadan wird erst­mals in The Native Tongue erwäh­nt, einem der besten Sci­ence-Fic­tion-Romane über­haupt (der Roman ist 1984 erschienen und wurde 2000 in ein­er sehr schö­nen Aus­gabe von Fem­i­nist Press neu aufgelegt; ins Deutsche wurde der Titel 1990 vom Heyne-Ver­lag sehr unschön mit Ameri­ka der Män­ner über­set­zt, die Über­set­zung ist aber inzwis­chen ver­grif­f­en). Láadan wurde danach ern­sthaft weit­er­en­twick­elt, unter http://www.laadanlanguage.org/ find­en sich weit­ere Infor­ma­tio­nen
  • Dou­glas Adams und John Lloyds The Mean­ing of Liff erschien 1983 und wurde 1990 in erweit­ert­er Fas­sung als The Deep­er Mean­ing of Liff (Pan Books) neu aufgelegt. Eine deutsche Adap­tion von Sven Böttch­er erschien 1992 unter dem Titel Der tief­ere Sinn des Labenz (Lan­gen­schei­dt Heyne).
  • Sascha Lobos Buch Wortschatz ste­ht in irgen­dein­er, für mich nicht im Detail durch­schaubar­er Beziehung zu der Neon-Kolumne gle­ichen Namens. Mehr dazu hier: http://www.neon.de/wettbewerb/505

[Hin­weis für Kommentator/innen: Dies ist ein Beitrag über lexikalis­che Lück­en. Diskus­sions­beiträge ohne Bezug auf solche Lück­en oder wenig­stens auf Wörter und ihre Bedeu­tun­gen wer­den gelöscht.]

[Full dis­clo­sure: Ich habe kein­er­lei finanzielle oder son­stige ver­tragliche Verbindun­gen zu den genan­nten Autor/innen oder den Ver­la­gen der Büch­er. Alle genan­nten Büch­er habe ich reg­ulär im Buch­han­del erwor­ben, habe also keine kosten­losen Rezen­sion­sex­em­plare ange­fordert oder erhal­ten. Dou­glas Adams habe ich lei­der nie per­sön­lich ken­nen gel­ernt, Suzette Haden Elgin kenne ich sehr ent­fer­nt aus lange zurück­liegen­den pro­fes­sionellen Zusam­men­hän­gen. Mit Sascha Lobo bin ich auf diversen sozialen Net­zw­erken verknüpft.]

[Dieser Beitrag erschien ursprünglich im alten Sprachlog auf den SciLogs. Die hier erschienene Ver­sion enthält möglicher­weise Kor­rek­turen und Aktu­al­isierun­gen. Auch die Kom­mentare wur­den möglicher­weise nicht voll­ständig über­nom­men.]

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Anatol Stefanowitsch

Über Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.

52 Gedanken zu „Wortschatzerweiterungen

  1. Nils Reiter

    Tand
    Meine erste Assozi­a­tion zu Tant und Onke war ja eigentlich Tand. Ich fände “Ong” als neues Wort für den Tand, den man von einem Onkel geschenkt bekommt, auch gut 🙂

  2. gnaddrig

    Nicht­mö­gen
    Mir ist mal eine lexikalis­che Lücke aufge­fall­en: Man kann kaum ohne umständliche Umschrei­bun­gen zwis­chen „nicht mögen“ und „nicht­mö­gen“ unter­schei­den.
    „Ich mag x“ ist ein­deutig: x gefällt mir, schmeckt mir oder ist mir sym­pa­thisch, je nach­dem, wofür x ste­ht.
    „Ich mag x nicht“ dage­gen kann min­destens zwei Bedeu­tun­gen haben: 1. Mir gefällt/schmeckt x nicht, mir ist x unsym­pa­thisch, ich lehne x also ab. 2. Mir ist x ziem­lich egal, ich mag x nicht aktiv, mag es aber auch nicht aus­drück­lich nicht. (Das ist die Unter­schei­dung, ob ich Spinat nicht beson­ders mag, aber ohne Prob­leme esse, oder ob ich Spinat so eklig finde, dass ich lieber hun­gere als welchen zu essen.) Die For­mulierung „Ich mag x nicht“ gibt nicht her, welche dieser Bedeu­tun­gen gemeint ist.
    Gele­gentlich wäre es nüt­zlich, diese Unter­schei­dung ein­fach aus­drück­en zu kön­nen.
    Bei lieben und has­sen geht es anders: „Ich liebe x“ ist ein­deutig, „ich has­se x“ auch (entspricht der ersten Bedeu­tung von „Ich mag x nicht“). Dann gibt es noch „ich liebe x nicht“ und „ich has­se x nicht“. Ich bin mir nicht sich­er, ob diese bei­den Aus­sagen das­selbe bedeuten. Wahrschein­lich schon, der Unter­schied dürfte haupt­säch­lich im Blick­winkel liegen – man betont, ob man x nicht liebt oder nicht has­st, schließt das jew­eils andere aber nicht aus­drück­lich aus.
    Also, ich fände ein Wort in der Bedeu­tung „nicht­mö­gen“ prak­tisch…

  3. amfenster

    The Deep­er Mean­ing of Liff
    Nur weil im Text die deutsche “Über­set­zung” (vielle­icht bess­er: Nachdich­tung) ange­sprochen wurde: die kann man sich schenken. Der Über­set­zer hat m.E. das Prinzip der willkür­lichen Bedeu­tungszuord­nung nicht ver­standen und stellt gerne laut­lich oder laut­ma­lerisch motivierte Zusam­men­hänge her, die der anar­chis­chen Fab­u­lier­lust des Orig­i­nals über­haupt nicht gerecht wer­den, was die Sache für meinen Geschmack sehr wit­z­los macht.

  4. Markus Stumpf

    Solche Lück­en­füller kann man auch für Lück­en erfind­en, die es real gar nicht gibt.
    Beim Lesen musste ich an einen alten Witz denken, der “ein Kohl” definiert als den Abstand zwis­chen zwei Fet­tnäpfchen (in Anspielung auf den Altkan­zler).
    Für den Geruch der Erde nach Regen gibt es ein Wort: Pet­ri­chor — http://en.wikipedia.org/wiki/Petrichor
    The word is con­struct­ed from Greek, petra, mean­ing stone + ichor, the flu­id that flows in the veins of the gods in Greek mythol­o­gy.
    Die Kon­struk­tion ist hin­re­ichend gener­isch, um sie auch im Deutschen ver­wen­den zu kön­nen, ohne einen Anglizis­mus einzuführen, denke ich.

  5. klappnase

    Sitt
    Hehe, “Kurz und bündig: “Sitt” hat gewon­nen.” behauptet der Spiegel da. Also, ich habe eher den Ein­druck, dass “Sitt” so ver­loren hat wie man es nur kann (^__^)
    Da fällt mir ein, ist nicht auch das fehlende Gegen­teil von “Schwachsinn” eine Matrixlücke? Ich schlage dann halt mal “Starksinn” vor; der Duden/Lipton Con­test gehört aber defin­i­tiv nicht in diese neu zu schaf­fende Kat­e­gorie (^_~)

  6. Gregor

    Es muß auch ein Buch geben…
    …in dem Begriffe aus ver­schiede­nen Sprachen gesam­melt sind, die es ange­blich nur jew­eils in ein­er Sprache gibt und die etwas “Typ­is­ches” aus der jew­eili­gen Kul­tur beschreiben sollen. Aus dem Deutschen wird “betrieb­s­blind” aufge­führt. (Ich habe nur ein­mal eine Rezen­sion gele­sen und Titel/Autor wieder vergessen, aber es war wohl eine Über­set­zung aus dem Englis­chen)

  7. Martin Holzherr

    Fun­dort für neue Wörter: Beruf­ssprachen
    Beruf­ssprachen sind doch eine alte, viel­genutzte Quelle für Beze­ich­nun­gen, die man son­st ver­misst: Den Acht­en­der aus der Jäger­sprache für einen gelun­genen Aufriss oder spurlaut (für Hunde, die bellen, wenn sie eine Waid­spur sehen) lässt sich gewiss auch in anderen Bere­ichen ver­wen­den. Natür­lich ist die Jäger­sprache heute nicht mehr ange­sagt, dafür aber der Net­z­jar­gon. LOL, Pseu­do-HTML und Aster­isken sind allerd­ings mehr der Schrift­sprache vor­be­hal­ten.

  8. stromgeist

    Kat­achre­sen
    Neben Kof­fer­wörtern und Wort­spie­len sind vor allem auch Kat­achre­sen (also Meta­phern für etwas, das keinen wörtlichen Aus­druck hat) eine sehr beliebte und wirkungsvolle Meth­ode bish­er Unbe­nan­ntes zu benen­nen.
    Unser Wortschatz ist voll davon, z.b. Motorhaube, Dachstuhl, Tis­chbein – selb­st das Wort Kof­fer­wort ist eine solche Kat­achrese.
    Oft bemerken wir sie nicht mehr als Meta­phern, weil sie ja zur eigentlichen Beze­ich­nung wer­den. Auf­fäl­lig wer­den sie meist nur, wenn sie neu entste­hen.
    Dies ist natür­lich bei tech­nis­chen Inno­va­tio­nen oft der Fall wie z.b. im Inter­net, wo wir von webs, streams, clouds, tor­rents, etc sprechen. Aber auch im Bere­ich der Poli­tik und der Finanzwirtschaft entste­hen gern solche Kat­achre­sen, wie z.B. Ret­tungss­chirme oder Steuer­pakete.
    Neben den oben vorgestell­ten lit­er­arischen Ver­suchen sind die Sprach­spiele des All­t­ags oft sehr erfind­erisch darin, Lück­en zu stopfen, die das Leben ständig in ihr Gewebe reißt…

  9. ohno

    wir
    Mir fällt manch­mal so eine Lücke auf, wenn ich zwis­chen “wir (Gesprächspart­ner eingeschlossen)” und “wir (Gesprächspart­ner nicht eingeschlossen)” unter­schei­den muss.
    Außer­dem bräuchte ich noch ein Wort für “Jeman­den, der von hin­ten toll aussieht, den man aber lieber nicht ins Gesicht gese­hen hätte”:-P

  10. Martina

    Freund/Freundin
    “Fre­und” und “Fre­undin” bräuchte dif­feren­ziert­ere Begriffe auf deutsch, im Sinne von “friend” und “girlfriend”/“boyfriend”.
    Was es auf deutsch auch nicht gibt ist das spanis­che “ami­go con dere­cho” bzw. englisch “friend with ben­e­fits”

  11. Tobi

    @ohne
    Ein Wort fuer let­zteres Phaenomen gibt es schon, “But­ter­face”. 😀 (But her face…)
    http://www.urbandictionary.com/…?term=butterface
    Fuer die maennlichen unter ihnen gibt es laut dieser “Quelle” die Beze­ich­nung But­ter­face Boy.
    Fuer Sub­stan­tive sind wir im Deutschen doch ger­ade mit der Moeglichkeit der Zusam­menset­zung geseg­net.
    Ein “nyb­ster” waere sowas wie ein “Ein­stock­w­erks­fahrer” oder verkuerzt, ein “Ein­stock­er”!? 🙂
    Wie heis­sen eigentlich die Leute, die den Fahrstuhl rufen, danach aber wegge­hen und die Aufzugsin­sassen voel­lig unoetig in dem Stock­w­erk anhal­ten lassen?
    “Durch­fahrts­block­ier­er”, “Dufa­b­los”? 🙂
    Die Leute, die unnoetiger­weise im Vor­beige­hen Fuss­gaenger­am­peln betaeti­gen, fall­en auch darunter.
    PS: Ich warte auf den Tag, an dem der Duden eine geson­derte Bedeu­tung von “zweiund­vierzig” auflis­tet, die nichts mit der Zahl zu tun hat und uns allen bekan­nt sein sollte.

  12. Bernd

    Vollen
    Vollen: Neue Worte erfind­en, um ver­meintliche lexikalis­che Lück­en (Syn­onym lL) zu schließen und weit­ere Bedeu­tungsre­dun­danzen (auch eine lL) zu schaf­fen.
    Aus Spaß, ok.
    Für den täglichen Gebrauch kön­nte ich auch glatt auf satt verzicht­en und nicht hun­grig oder habe gegessen benutzen. Dann müßte ich nicht so viele Wörter­Worte ler­nen.
    Gruß

  13. Detlef Guertler

    Lacu­na
    Ver­sprach­lichungslücke halte ich für keine wirk­lich gelun­gene Kreation, um die Ver­sprach­lichungslücke der lacu­nae zu füllen. Allerd­ings bin ich ver­mut­lich befan­gen, weil ich selb­st vor Jahren hier­für den Begriff “Sprachloch” vorgeschla­gen habe.
    http://blogs.taz.de/…istik/kategorie/sprachloch/
    Lacu­nae hat allerd­ings den grossen Vorteil, dass man dazu sowohl ein Adjek­tiv als auch ein Verb bilden kann. Wer ver­sucht, Sprach­löch­er zu füllen, han­delt laku­nisch oder laku­niert.

  14. Martin Hilpert

    Geruch ein­er Wiese
    In Ingo Plags “Word for­ma­tion in Eng­lish” kommt die Diskus­sion auf das Konzept “the smell of fresh rain in a for­est in the fall”, Seite 7. Kein Früh­ling, keine Wiese, aber nah dran, oder?

  15. impala

    Onke ist mir laut­lich ein biss­chen zu nah an der Unke, weswe­gen ich das Wort etwas unglück­lich finde.
    Ein schönes Äquiv­a­lent zu But­ter­face gibt es im Deutschen lei­der wirk­lich nicht. Begriffe wie Gesicht­skirmes oder Gesicht­selfme­ter sind jeden­falls zu offen­sichtlich belei­di­gend und implizieren lei­der auch nicht, dass der Rest gut aussieht.
    Es ist außer­dem inter­es­sant, dass wir für friend with ben­e­fits keine deutsche Entsprechung haben, für das vul­gärere fuck bud­dies allerd­ings schon.

  16. Andreas Schödl

    Wie riecht’s denn hier?
    Für Gerüche haben wir generell wenige eigene Worte. Geschmack unter­schei­det süß sauer bit­ter salzig, bei Gerüchen? Kommt man meis­tens nur mit einem Ver­gle­ich weit­er: “wie faule Eier”, “wie auf’m Wei­h­nachts­markt”, wobei das ungek­lärt lässt, ob gebran­nte Man­deln oder Glüh­wein gemeint ist.

  17. stromgeist

    Haus­fre­und
    @Martina & impala wegen des “friend with ben­e­fits”, für das es im Deutschen kein Wort gebe: zum einen würde ich sagen, dass “friend with ben­e­fits” ja kein Wort, son­dern eine Wen­dung ist, und zum anderen fiele mir dazu der – wenn auch etwas ver­al­tete – “Haus­fre­und” ein (http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=hausfreund).
    Oder trifft’s das nicht?
    Bezüglich der Ver­wandten: kön­nte man doch statt Tant und Onke auch die alten Beze­ich­nun­gen Oheim und Muhme wieder (neu) ein­führen…

  18. ke

    Bei der Gesellschaft zur Stärkung der Ver­ben beschäfti­gen wir uns (neben der Stärkung der Ver­ben und manch anderem) mit dem Füllen sys­tem­a­tis­ch­er Lück­en, vor allem par­a­dig­ma­tis­ch­er Lück­en, wie sie etwa von Kausativver­ben, Vernei­n­un­gen ohne unvernein­ten Wider­part, Par­tizip­i­en und reflex­ive Vari­anten von anson­sten aus­gestor­be­nen Ver­ben hin­ter­lassen wer­den:
    http://verben.texttheater.net/Wortschatz
    Kleine Kor­rek­tur: “Der tief­ere Sinn des Labenz” sieht zwar so aus, aber er ist m.W. nie bei Lan­gen­schei­dt erschienen. Ich finde diese deutsche Ver­sion von “The Deep­er Mean­ing of Liff” dur­chaus gelun­gen und betreibe auch hierzu eine wortschöpferische Fort­set­zungsweb­site:
    http://labenz.texttheater.net

  19. A.P.

    Es gibt keine lexikalis­chen Lück­en
    Ich möchte mal fol­gen­des Argu­ment in die Runde wer­fen: Und zwar halte ich sämtlich genan­nten Beispiele für ziem­lich kon­stru­iert. Wenn es sich um “echte” Lücke han­deln würde, gäbe es auch einen entsprechen­den “Lück­en­fül­lungs­be­darf” — d.h. es würde ein entsprechen­des Wort “geschöpft” (im Sinne von “Wortschöp­fung”), m.a.W.: dann würde es die Lücke (nicht mehr lange) geben.
    Die genan­nten ange­blichen Lück­en deuten m.E. also vor allem auf den fehlen­den Bedarf der Sprachge­mein­schaft nach ein­er “Benen­nung im einem einzi­gen Wort” der betr­e­f­fend­en Sachverhalte/Konzepte/Begriffe hin.
    Es wäre ja auch ziem­lich unökonomisch, für jeden denkbaren Sachver­halt ein eigen­ständi­ges Wort zu bilden. Für alle “wichti­gen”, “zen­tralen”, immer wieder benötigten Konzepte/Begriffe usw. existieren eigen­ständi­ge Wörter; alles andere lässt sich umschreiben. Ich sehe da aber keine Lück­en…
    In diesem Sinne möchte ich Sie, Herr Sprach­wis­senschaftler, auch mal ganz genau beim Wort nehmen — etwas sprach­liche Präzi­sion darf man wohl erwarten — und insofern kor­rigieren: Und zwar schreiben Sie, “dass kom­plexere Sachver­halte unver­sprach­licht bleiben”. Das ist insofern nicht kor­rekt, da kom­plexere Sachver­halte (durch Umschrei­bung mit­tels Wort­gruppe, Satz usw.) sehr wohl ver­sprach­licht wer­den. Kom­plexere Sachver­halte wer­den also sehr wohl ver­sprach­licht, wenn auch nicht in einem einzi­gen Wort.
    Noch mal: Ich sehe die Rel­e­vanz der lexikalis­chen Lücke nicht so recht. Bzw. wieso soll das eine Lücke sein, dass es für den Schmutz unter dem Fin­ger­nagel, für das Sich-die-Zehen-Stoßen, für unter­schiedliche Popelarten usw. keine extra Wörter gibt. Wahrschein­lich gibt es mehr solch­er Lück­en als Wörter?

  20. Drago Starcevic

    Galt denn nicht…
    … “der Stab, den man im Super­markt auf das Fliess­band legt, um die Gren­ze zwis­chen den Einkäufen zweier Kun­den zu markieren” als Stan­dard­beispiel für eine solche Lücke? Wun­dert mich grade, dass es in so vie­len Kom­mentaren nicht vorkommt.

  21. Ano Nym

    @ohno

    Außer­dem bräuchte ich noch ein Wort für “Jeman­den, der von hin­ten toll aussieht, den man aber lieber nicht ins Gesicht gese­hen hätte”:-P

    DE: Radi­ogesicht
    AT: Rund­funk­gesicht

  22. Anatol Stefanowitsch

    .
    @ ohno, Ja, das ist ein Prob­lem: http://www.iaas.uni-bremen.de/…/02/wir-sind-wir/
    @ Detlef Guertler: Das „Sprachloch“ löst für mich nicht das Prob­lem der Unter­schei­dung zwis­chen ein­er Lücke, die daher rührt, dass hier ein Konzept fehlt, und ein­er Lücke, die daher rührt, dass das Konzept vorhan­den, aber nicht ver­sprach­licht ist. „Sprach­löch­er“ sind bei­de.
    @ Mar­tin Hilpert: Inter­es­san­ter Hin­weis, allerd­ings glaube ich, dass ich Plags „Word For­ma­tion“ nie in der Hand hat­te. Vielle­icht ist das so ein Stan­dard­beispiel, das jed­er von jedem abschreibt.
    @ A.P. Der Unter­schied zwis­chen sys­tem­a­tis­chen und unsys­tem­a­tis­chen Lück­en disku­tiere ich im Text eben­so wie die Frage, was ich mit „unver­sprach­licht“ meine und die Möglichkeit, Sachver­halte zu umschreiben. Ob es einen Bedarf gibt, eine Lücke zu füllen, kann kaum ein Kri­teri­um für die Entschei­dung sein, ob es die Lücke über­haupt gibt.

  23. impala

    friends with ben­e­fits / but­ter­face
    stromgeist:

    und zum anderen fiele mir dazu der – wenn auch etwas ver­al­tete – “Haus­fre­und” ein.
    Oder trifft’s das nicht?

    Nein, friends with ben­e­fits beze­ich­net konkret eine pla­tonis­che Fre­und­schaft, in der man ab und zu auch Sex hat. Das ist also anders als fuck bud­dies, also wenn man sich auss­chließlich trifft, um Sex zu haben, aber son­st keinen Kon­takt pflegt.
    Ano Nym: Radi­ogesicht ist aber im Prinzip syn­onym mit Gesicht­selfme­ter. Damit beschreibt man jeman­den, der ein beson­ders hässlich­es Gesicht hat. Damit wird keine Aus­sage über den Rest des Kör­pers gemacht. Das englis­che Wort But­ter­face beze­ich­net aber Frauen, deren Kör­p­er als gutausse­hend emp­fun­den wird – vom Gesicht abge­se­hen (“I liked every­thing but her face” -> But­ter­face).

  24. till

    Fam­i­lien­logik
    Im Schwedis­chen ist die Fam­i­lien­logik sehr ele­gant umge­set­zt, sodass man den “Pfad” der Ver­wandtschaft direkt am Wort erken­nen kann:
    Aus­ge­hend von den Basiswörtern Far (Vater), Mor (Mut­ter), Bror (Brud­er) und Sys­ter (Schwest­er) ergeben sich für die Großel­tern Far­far, Far­mor, Mor­far und Mor­mor und für die Tan­ten und Onkel Faster, Far­bror, Moster und Mor­bror.
    Je nach dem, ob der Mut­ter oder des Vaters Mut­ter, Vater, Schwest­er oder Brud­er gemeint ist, erspart es das eher umständliche “Mütterlicher/Väterlicherseits”.
    Das ganze kann mit der gle­ichen Logik beliebig weit­er geführt wer­den, ein Urgroß­vater wäre zum Beispiel Far­mors­far der ein Onkel zweit­en Grades wäre Mor­fars­bror.

  25. Nkrumah Fubar

    Gesicht­selfme­ter und Gesicht­skirmes ist nicht das selbe. Let­zteres beze­ich­net die lusti­gen Gesichtss­pas­men die bei über­mäßigem Amphet­a­minkon­sum entste­hen.
    Da gehts dann auf und ab wie bei ein­er Kirmes.
    Als deutsches Wort für But­ter­face würde ich Bier­gesicht vorschla­gen :
    aBer IhR Gesicht
    Hat die nette Nebenbe­deu­tung, dass man es sich schön­saufen kann^^

  26. Geoman

    Busen­wurth
    @ A.S.
    Wieder ein­mal ein erfreulich gut recher­chiert­er orig­ineller Beitrag von Ihnen.
    Schade nur, dass Sie nicht die deutsche Über­set­zung von Dou­glas Adams’ Wörter­buch der bish­er unbe­nan­nten Gegen­stände und Gefüh­le ken­nen, die ist näm­lich nach mein­er Auf­fas­sung min­destens eben­so gut wie die englis­che Orig­i­nal­fas­sung und enthält viele neue Begriffe, die schmer­zliche Sprach­lück­en füllen kön­nte.
    Z. B. gibt es darin den Begriff „Busen­wurth“, ein Begriff, den Sie in Ihrem Beitrag „Der Mythos vom Tal zwis­chen den Brüsten“ gut hät­ten ein­beziehen kön­nen.

  27. Arbol

    friend with ben­e­fits
    @stromgeist, impala
    “friend with ben­e­fits”: Gibt es dafür auf deutsch nicht die For­mulierung “Fre­unde mit gewis­sen Vorzü­gen”, abgekürzt “Fre­unde mit GV”?
    Lei­der kann ich keinen Google-Beleg liefern, ich finde nur Ref­eren­zen auf den gle­ich­nami­gen Spielfilm. Im Film geht es übri­gens genau um der­ar­tige Fre­und­schaft.

  28. Statistiker

    Gibt es schon…
    @ Dra­go Starce­vic
    “der Stab, den man im Super­markt auf das Fliess­band legt, um die Gren­ze zwis­chen den Einkäufen zweier Kun­den zu markieren”
    heißt: War­en­tren­ner
    Lücke gefüllt (wenn je vorhan­den gewe­sen…)

  29. Nathalie

    Laben­zweisheit­en
    Da es hier bish­er gemis­chte Stim­men zur deutschen Ver­sion “Der tief­ere Sinn des Labenz” von Dou­glas Adams Wörter­buch gibt, möchte ich darauf hin­weisen, dass das englis­che Orig­i­nal in der deutschen Aus­gabe eben­falls enthal­ten ist. Man kann damit also eigentlich gar nichts falsch machen.
    Mir per­sön­lich gefällt übri­gens auch die von amfen­ster kri­tisierte Herange­hensweise des deutschen Autors Sven Böttch­er. Man merkt, dass er sich viel Mühe damit gegeben hat. Für mich sind es im Prinzip zwei unter­schiedliche Büch­er zum gle­ichen Grundgedanken (und ja, zum Preis von einem… 😉

  30. Stephanus Rey

    Der “Fabilien­be­griff” ist wirk­lich eine lacu­na. Vom pater famil­ias et stu­dioso­rum?

  31. A.P.

    Lück­en oder keine Lück­en
    @A.S.:
    “Ob es einen Bedarf gibt, eine Lücke zu füllen, kann kaum ein Kri­teri­um für die Entschei­dung sein, ob es die Lücke über­haupt gibt.”
    Gut, das mag man für die sys­tem­a­tis­chen Lück­en vielle­icht noch gel­ten lassen, aber in Bezug auf die unsys­tem­a­tis­chen Lück­en bedeutete das, dass es für jedes/n Ding/Sachverhalt/Begriff, den ich mir aus­denke und den ein ander­er eben­falls ken­nt und für den/das es kein lexikalisiertes Wort gibt, eine Lücke kon­sta­tiere. Sor­ry, das ist mir aber ein biss­chen zu unspe­fizisch. Dann gibt es ver­mut­lich mehr unsys­tem­a­tis­che Lück­en als Worte…

  32. klappnase

    Zum The­ma “But­ter­face”
    Um das Niveau der Debat­te endgültig auf Urban Dic­tio­nary Lev­el zu heben, schlage ich jet­zt mal als “von vorne unat­trak­tives” Gegen­stück zur “Sexbombe” die “Arschbombe” vor.
    –* weg­duck *–

  33. impala

    Nkrumah Fubar:

    Gesicht­selfme­ter und Gesicht­skirmes ist nicht das selbe. Let­zteres beze­ich­net die lusti­gen Gesichtss­pas­men die bei über­mäßigem Amphet­a­minkon­sum entste­hen.
    Da gehts dann auf und ab wie bei ein­er Kirmes.

    Oh okay, dann ziehe ich den Gesicht­skirmes-Teil mein­er Aus­sage zurück. Ich kenne mich mit MDMA allerd­ings auch über­haupt nicht aus.

    Als deutsches Wort für But­ter­face würde ich Bier­gesicht vorschla­gen :
    aBer IhR Gesicht

    Nur dass man das englis­che but hier lei­der im Deutschen mit bis auf wiedergeben müsste.
    Arbol:

    friend with ben­e­fits”: Gibt es dafür auf deutsch nicht die For­mulierung “Fre­unde mit gewis­sen Vorzü­gen”, abgekürzt “Fre­unde mit GV”?

    Das scheint eine Lehnüber­set­zung aus dem Englis­chen zu sein, die ich per­sön­lich allerd­ings noch nie gehört habe. “Fre­unde mit GV” würde ich auch nicht als “gewisse Vorzüge” inter­pretieren son­dern als “Geschlechtsverkehr”, aber die Dop­peldeutigkeit ist sich­er beab­sichtigt.
    klapp­nase:

    Um das Niveau der Debat­te endgültig auf Urban Dic­tio­nary Lev­el zu heben, schlage ich jet­zt mal als “von vorne unat­trak­tives” Gegen­stück zur “Sexbombe” die “Arschbombe” vor.

    Sie wis­sen aber schon, dass das Wort Arschbombe bere­its existiert, oder? Oder überse­he ich ger­ade die Ironie?

  34. NörglerIn

    @A.S.
    Eine genauer­er Aus­druck wäre wohl „Ver­wortlichungslücke“, ein­fach­er noch „Wortlücke“ anstelle von „Ver­sprach­lichungslücke“. Eine Wortlücke kann doch über­haupt nur beze­ich­net wer­den, indem man sie ver­sprach­licht.
    Der Begriff der „sys­tem­a­tis­chen Lücke“ kommt mir sehr schwammig vor. Wer oder was entschei­det darüber, was „erwart­bar“ ist? Was sind „Kom­bi­na­tio­nen“? Bei hun­grig — satt ist damit anscheinend ein Gegen­satz­paar, bei Onkeln und Tan­ten eher ein Ober­be­griff gemeint. Was fällt noch darunter? Was schließlich sind „Bedeu­tungsmerk­male“?
    Was sind „im Sprach­sys­tem selb­st angelegte Bedeu­tungskom­bi­na­tio­nen“? Was heißt „Sprach­sys­tem“? Wenn es in ein­er Sprache ein Wort für ewas gibt, kann man sich natür­lich fra­gen, ob es dafür vielle­icht ein Antonym gibt; und wenn es inhaltlich ver­wandte Wort­paare gibt, mag man sich fra­gen, ob es ein Wort für den Ober­be­griff gibt. Ist das gemeint? Was hat das aber mit einem „Sprach­sys­tem“ zu tun?

    In der Sprach­wis­senschaft spie­len lexikalis­che Lück­en keine sehr zen­trale Rolle

    Das ist wohl eine Untertrei­bung. Jeden­falls wun­dert es mich nicht. Es mag ja eine begren­zte Zeit lang Spaß machen, sich Phan­tasiewörter auszu­denken. Vie­len macht es gele­gentlich auch Spaß, Scrab­ble zu spie­len.

    Das Vok­ab­u­lar dieser Sprache … soll eine spez­i­fisch weib­liche Welt­sicht ver­sprach­lichen.

    Das mag ein „ern­sthafter Hin­ter­grund“ sein für die, die an Hum­boldt-Sapir-Whorf glauben. Kaum für andere.

    Auf jeden Fall regen sie zum Nach­denken darüber an, warum wir für manche Konzepte Wörter haben, für andere, eben­so ver­traute und häu­fige Konzepte aber nicht.

    Dem stimme ich dur­chaus zu. Fan­gen wir doch endlich damit an. A.P. hat ja ver­di­en­stvoller­weise schon eine erste These aufgestellt:

    Die genan­nten ange­blichen Lück­en deuten m.E. also vor allem auf den fehlen­den Bedarf der Sprachge­mein­schaft nach ein­er “Benen­nung im einem einzi­gen Wort” der betr­e­f­fend­en Sachverhalte/Konzepte/Begriffe hin.

    Was sagt denn nun die Sprach­wis­senschaft dazu?

  35. NörglerIn

    @A.S.
    Eine genauer­er Aus­druck wäre wohl „Ver­wortlichungslücke“, ein­fach­er noch „Wortlücke“ anstelle von „Ver­sprach­lichungslücke“. Eine Wortlücke kann doch über­haupt nur beze­ich­net wer­den, indem man sie ver­sprach­licht.
    Der Begriff der „sys­tem­a­tis­chen Lücke“ kommt mir sehr schwammig vor. Wer oder was entschei­det darüber, was „erwart­bar“ ist? Was sind „Kom­bi­na­tio­nen“? Bei hun­grig — satt ist damit anscheinend ein Gegen­satz­paar, bei Onkeln und Tan­ten eher ein Ober­be­griff gemeint. Was fällt noch darunter? Was schließlich sind „Bedeu­tungsmerk­male“?
    Was sind „im Sprach­sys­tem selb­st angelegte Bedeu­tungskom­bi­na­tio­nen“? Was heißt „Sprach­sys­tem“? Wenn es in ein­er Sprache ein Wort für ewas gibt, kann man sich natür­lich fra­gen, ob es dafür vielle­icht ein Antonym gibt; und wenn es inhaltlich ver­wandte Wort­paare gibt, mag man sich fra­gen, ob es ein Wort für den Ober­be­griff gibt. Ist das gemeint? Was hat das aber mit einem „Sprach­sys­tem“ zu tun?

    In der Sprach­wis­senschaft spie­len lexikalis­che Lück­en keine sehr zen­trale Rolle

    Das ist wohl eine Untertrei­bung. Jeden­falls wun­dert es mich nicht. Es mag ja eine begren­zte Zeit lang Spaß machen, sich Phan­tasiewörter auszu­denken. Vie­len macht es gele­gentlich auch Spaß, Scrab­ble zu spie­len.

    Das Vok­ab­u­lar dieser Sprache … soll eine spez­i­fisch weib­liche Welt­sicht ver­sprach­lichen.

    Das mag ein „ern­sthafter Hin­ter­grund“ sein für die, die an Hum­boldt-Sapir-Whorf glauben. Kaum für andere.

    Auf jeden Fall regen sie zum Nach­denken darüber an, warum wir für manche Konzepte Wörter haben, für andere, eben­so ver­traute und häu­fige Konzepte aber nicht.

    Dem stimme ich dur­chaus zu. Fan­gen wir doch endlich damit an. A.P. hat ja ver­di­en­stvoller­weise schon eine erste These aufgestellt:

    Die genan­nten ange­blichen Lück­en deuten m.E. also vor allem auf den fehlen­den Bedarf der Sprachge­mein­schaft nach ein­er “Benen­nung im einem einzi­gen Wort” der betr­e­f­fend­en Sachverhalte/Konzepte/Begriffe hin.

    Was sagt denn nun die Sprach­wis­senschaft dazu?

  36. klappnase

    Schon wieder zum the­ma But­ter­face
    @impala:
    Sie wis­sen aber schon, dass das Wort Arschbombe bere­its existiert, oder? Oder überse­he ich ger­ade die Ironie?
    Was soll ich da jet­zt noch sagen, auss­er: Ja! (^_~)
    Aber ander­er­seits: im Ver­gle­ich zu den anderen vorgeschla­ge­nen Begrif­f­en (Bier­gesicht, Gesicht­selfme­ter…) finde ich die “Arschbombe” für das beschriebene ein ver­gle­ich­sweise zün­den­des Wort. Und ein schönes Wort kann doch auch prob­lem­los zwei Bedeu­tun­gen ver­tra­gen, oder?
    Und: (aber das soll jet­zt bitte jemand mit Fachken­nt­nis­sen entschei­den) für mich als Laien sieht es so aus, als wäre, trotz der “offiziellen” Herkun­ft des “But­ter­face” aus “but-her-face” doch irgend­wie auch noch der “Butt” bzw. das “Butt-face” darin enthal­ten, und diesem Umstand trägt “Arschbombe” doch wesentlich bess­er Rech­nung, als z.B. “Bier­gesicht”, was doch eher entwed­er nach “Schnap­snase” oder allen­falls nach “schönge­sof­fen” klingt.

  37. Dirch

    @gregor
    das buch heißt “the mean­ing of tin­go” von adam jacot de boin­od.
    http://www.amazon.de/…;qid=1322307969&sr=8–1
    sehr amüsante aufzäh­lung. allerd­ings kommt das buch in den kom­mentaren nicht allzu gut weg, und es ist ewig her, dass ich es gele­sen habe, weswe­gen ich nicht einord­nen kann, wie gut es tat­säch­lich ist.

  38. flux

    Als eine schöne (Koffer-)Wortschöpfung möchte ich das von meinem damals drei­jähri­gen Sohn geprägte Wort „Pip­i­lak­tisch“ vorstellen, welch­es bedeutet: „z.B. vor ein­er län­geren Aut­o­fahrt noch ein­mal pro­phy­lak­tisch auf die Toi­lette zu gehen, damit man nicht an der ersten Tankstelle schon wieder anhal­ten muss“ … und das sich sehr schnell in unserem Fre­un­deskreis ver­bre­it­et hat.
    Das Schöne daran finde ich, dass es eben nicht von einem erwach­se­nen Wortlück­en­füller kon­stru­iert wurde, son­dern aus dem Mund eines Kindes, das die Erwach­se­nen reden gehört hat -und irgend­wie ver­standen hat, worum´s geht — ein­fach her­vorgekom­men ist.

  39. Sebastian

    …meine Mut­ter benutzt “per­sona gra­ta” als Gegen­stück zu “per­sona non gra­ta” und “wirsch” als (pos­i­tives!) Antonym zu “unwirsch”. Das macht die Kom­mu­nika­tion manch­mal etwas ver­wirrend. 😉
    Aber nochmals zum let­zten Absatz: Hat­ten wir uns ein­er solchen Unter­schei­dung in der Deutschen Sprache nicht bere­its entledigt, da offen­bar nicht notwendig? Hat­ten wir nicht den “Oheim” lange nur als Brud­er der Mut­ter ver­wen­det?

  40. Sprachen-Anwender

    but­ter­face
    Die Japan­er haben, bess­er hat­ten auch mal ein Wort dafür: bakku-shan, aus dem englisch back und dem deutschen schön. Jemand der von hin­ten bess­er aussieht als von vorn.
    Nach Angaben eines japanis­chen Online-Wörter­buchs für Umgangssprache http://zokugo-dict.com/26ha/back-schon.htm ist das Wort aber schon wieder aus­gestor­ben, weil die deutsche Kom­po­nente in Vergessen­heit ger­at­en ist.
    Im Japanis­chen wer­den andauernd neue Wörter erfun­den (ein schönes ist baa­coo­do-ata­ma, “Bar­code-Kopf”, für jeman­den der seine weni­gen verbliebe­nen Haare quer über den Kopf kämmt), da müssen auf der Seite wohl auch wieder welche in Vergessen­heit ger­at­en.

  41. impala

    Und: (aber das soll jet­zt bitte jemand mit Fachken­nt­nis­sen entschei­den) für mich als Laien sieht es so aus, als wäre, trotz der “offiziellen” Herkun­ft des “But­ter­face” aus “but-her-face” doch irgend­wie auch noch der “Butt” bzw. das “Butt-face” darin enthal­ten, und diesem Umstand trägt “Arschbombe” doch wesentlich bess­er Rech­nung, als z.B. “Bier­gesicht”, was doch eher entwed­er nach “Schnap­snase” oder allen­falls nach “schönge­sof­fen” klingt.

    Nein, das Wort ist nicht darin enthal­ten. Im Englis­chen beze­ich­nen but­tface und butthead übri­gens auch nicht jeman­den mit einem beson­ders hässlichen Gesicht, son­dern jeman­den, der beson­ders däm­lich ist.

  42. Wencke

    Fam­i­lien­beze­ich­nun­gen
    Wie till schon angedeutet hat, muss man für die dif­feren­zierten Per­so­n­en­beze­ich­nun­gen gar nicht so weit gehen, die find­en sich in den skan­di­navis­chen Sprachen genau­so.
    Ich werd die dänis­chen jet­zt nicht erneut anführen, da die deck­ungs­gle­ich mit den schwedis­chen sind.
    Wieder mal ein schön­er Beitrag, danke!

  43. phaeake

    1) Familen­beze­ich­nun­gen 2) Piplak­tisch
    Nach­dem im Artikel darauf hingewiesen wurde, dass z.B. im Hin­di und im Man­darin zwis­chen den Geschwis­tern des Vaters und denen der Mut­ter unter­schieden wird und in den Kom­mentaren, dass man so weit gar nicht gehen müsse, auch im Dänis­chen und Schwedis­chen etc., möchte ich ergänzen: Auch im Deutschen. Die noch im 19. Jahrhun­dert gebräuch­lichen Wörter Oheim /Muhme beze­ich­neten ursprünglich Brud­er und Schwest­er der Mut­ter. Dage­gen hießen Brud­er und Schwest­er des Vaters: Vet­ter und Base. Später erst wur­den Vetter/Base für die Kinder der Onkel und Tan­ten ver­wen­det und Oheim/Muhme unab­hängig von väter-/müt­ter­lich­er­seits.
    Ein ganz tolles Wort finde ich “Pip­i­lak­tisch”. Nur: Ist es Verb oder ein Adverb oder gar ein Nomen? Wie lautet das im ganzen Satz?
    Auch ich ver­wende manche Neuschöp­fung mein­er Tochter sehr gerne, z.B. das tran­si­tive beeilen: “Warum beeilst Du mich so?” Das enthält im Gegen­satz zu “het­zen” oder “antreiben” keinen Vor­wurf. Auch schön, wenn auch ziem­lich kon­tru­iert finde ich ihre Beze­ich­nung für die kleinen Geschenke, welche der Gast­ge­ber eines Kinderge­burt­stags für die Gäste z.B. in Form von Preisen verteilt — ein Wort das man mit Kindern im entsprechen­den Alter regelmäßig braucht: “Geburt­stags­man­nschafts­geschenke”

  44. MarcH

    Auf­fall
    Schon lange wün­sche ich mir einen “Auf­fall”.
    Mir fällt etwas ein — habe einen “Ein­fall”
    Mir fällt etwas auf — habe einen “Auf­fall”.

  45. H.M.Voynich

    Du/Sie
    Mir fehlt ständig ein neu­trales Per­son­al­pronomen für die 2.Person; wenn ich mir der passenden Anrede nicht sich­er bin, oder wenn ich mehrere Per­so­n­en mit ver­schieden­em Sta­tus gle­ichzeit­ig ansprechen möchte.
    Ich behelfe mir dann meist mit kom­plet­tem Verzicht auf per­sön­liche Anre­den, was for­mal auch nicht immer unprob­lema­tisch ist. Aus: “Möcht­en Sie Kaf­fee?”, wird dann etwa: “Wie wär’s mit Kaf­fee?”
    Ist das eigentlich auch laku­nisch — wenn der Bedarf nicht aus einem Man­gel, son­dern aus einem Überange­bot resul­tiert?

  46. Drago Starcevic

    Neu­trales Per­son­al­pronomen
    “Mir fehlt ständig ein neu­trales Per­son­al­pronomen für die 2.Person; wenn ich mir [1] der passenden Anrede nicht sich­er bin, oder wenn ich [2] mehrere Per­so­n­en mit ver­schieden­em Sta­tus gle­ichzeit­ig ansprechen möchte.”
    In der Schweiz kann man in bei­den fällen die Leute “ihren” (ja, das Wort gibt es auch) — und im Fall [2] scheint mir das auf Deutsch auch ein gang­bar­er Weg zu sein, oder? “Ihr” an eine Gruppe ist doch wesentlich weniger aufdie­pellerück­erisch als “Du” an eine Einzelper­son, würde ich sagen.

  47. thf

    Die wichtig­ste Frage für mich:
    Hat Herr Lobo Wörter für die drei mit­tleren Zehen? Ring-, Mit­tel-, und Zeigezeh als vor­läu­fi­gen Behelf würde ich gerne able­gen.

  48. Mareike Kaa

    But­ter­face
    Wie wär’s denn mit “Besauf­s­gesicht”?
    Das hätte drei Vorzüge: Es klingt wie “bis aufs Gesicht”, es ist geschlecht­sneu­tral und es hat die “schönsaufen”-Konnotation.

  49. Grizmek

    fehlen­der zool­o­gis­ch­er Fach­be­griff
    Ich schlage “Lope” als Sam­mel­be­griff für alle Tiere, die keine Antilopen sind, vor.

  50. Ivan Panchenko

    Mul­ti­l­lio­nen und Mul­ti­l­liar­den
    Obwohl sys­tem­a­tis­che Lück­en für die meis­ten eher unin­ter­es­sant sind, so möchte ich doch einen kleinen Beitrag leis­ten:
    Bei den Zahlwörtern auf “-illion”, den “Mul­ti­l­lio­nen”, verze­ich­nen englis­che Wörter­büch­er keine Wörter zwis­chen “vig­in­til­lion” und “cen­til­lion”. Ich habe ver­sucht diese (und viele weit­ere) Lück­en zu füllen, Näheres unter:
    http://de.wiktionary.org/…:IvanP/Zahlw%C3%B6rter
    Zu den Zehen: Ana­log zu den Fin­gern kann man sie zwar “Zeigezeh”, “Mit­telzeh” und “Ringzeh” nen­nen, davon passt aber nur “Mit­telzeh”, denn mit einem “Zeigezeh” zeigt man nicht wirk­lich und den Ring set­zt man wohl kaum auf den “Ringzeh”.

  51. flux

    pip­i­lak­tisch
    @phaeake
    Ich habe es immer als Nomen ver­standen: Ich mach Pip­i­lak­tisch …(ana­log zu “ich mache Pipi” ) .… jet­zt macht jed­er nochmal Pip­i­lak­tisch und dann fahren wir los..
    meine Tochter, die Latein und Deutsch auf Lehramt studiert und natür­lich in diesem Zusam­men­hang sich auch mit Lin­guis­tik beschäfti­gen muss,sagt, es sei ein Adverb: Ich mache / gehe / muss (wie?) pip­i­lak­tisch.…

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