Weil ist faszinierend, weil Sprachwandel

Wie die Oxford Eng­lish Dic­tio­nar­ies wählt auch die Amer­i­can Dialect Soci­ety jedes Jahr ein englis­ches Wort des Jahres. Während erstere in diesem Jahr das eher offen­sichtliche Self­ie zum Sieger kürten, fiel die Wahl der Amer­i­can Dialect Soci­ety auf das zunächst befremdliche because. Geehrt wurde das Wort nicht, weil es 2013 neu ent­standen oder beson­ders häu­fig ver­wen­det wor­den wäre, son­dern, weil es eine inter­es­sante gram­ma­tis­che Entwick­lung durch­läuft.

Because + X

Herkömm­licher­weise kann because im Englis­chen nur in zwei gram­ma­tis­chen Struk­turen ver­wen­det wer­den – als soge­nan­nte „sub­or­dinierende Kon­junk­tion“, die einen Neben­satz ein­leit­et (wie in [1]), oder als Teil des prä­po­si­tion­sar­ti­gen Wortkom­plex­es because of (wie in [2]):

  • (1) Joe stayed home because she was sick.
  • (2) Joe stayed home because of her headache.

Im ersten Fall entspricht because der deutschen Kon­junk­tion weil (vgl. Joe blieb zu hause, weil sie krank war.), im zweit­en Fall würde man im Deutschen typ­is­cher­weise wegen ver­wen­den (wegen ihrer Kopf­schmerzen).

Dass die Amer­i­can Dialect Soci­ety because zum Wort des Jahres gewählt hat, liegt daran, dass seine gram­ma­tis­chen Möglichkeit­en sich in den let­zen Jahren dahinge­hend verän­dert haben dass es (vor allem in Online-Sprache) inzwis­chen auch mit Sub­stan­tiv­en (vgl. [3]), Adjek­tiv­en (vgl. [4]) und sog­ar Ver­ben (vgl. [5]) und Inter­jek­tio­nen (vgl. [6]) auftritt:

  • (3) I’m going to have hot choco­late because rea­sons.
  • (4) I’m going to have hot choco­late because awe­some!
  • (5) I’m going to have hot choco­late because want.
  • (6) I’m going to have hot choco­late because nom!

Ein solch­es Sprach­wan­delphänomen live mitzuer­leben, ist für Sprachwissenschaftler/innen natür­lich span­nend. Heiß disku­tiert wird derzeit die Frage, um was für eine Wor­tart es sich bei dem neuen because han­delt. Zu dieser Frage komme ich gle­ich. Das wird etwas tech­nisch und ist nur etwas für echte Sprachliebhaber/innen – für alle anderen zeige ich deshalb zunächst, dass es das Phänomen auch im Deutschen auch gibt (was ja span­nend genug ist).

Weil + X

Wie oben erwäh­nt kann weil im Deutschen herkömm­licher­weise nur als sub­or­dinierende Kon­junk­tion ver­wen­det wer­den, leit­et also einen Neben­satz ein. Schon einige Zeit vor der Wahl von because als amerikanis­ches Wort des Jahres ist mir aber aufge­fall­en, dass es online immer öfter auch mit Sub­stan­tiv­en, Adjek­tiv­en und manch­mal sog­ar Inter­jek­tio­nen ver­wen­det wird – sich also eine Entwick­lung andeutet, die der von because sehr ähn­lich ist.

Ein paar Beispiele für Sub­stan­tive (dies scheint mir die häu­fig­ste neue Ver­wen­dung zu sein):

Das let­zte Beispiel ist aus zwei Grün­den beson­ders inter­es­sant. Erstens, weil es sowohl ein [weil + SUBSTANTIV] als auch ein [weil + ADJEKTIV] enthält, und zweit­ens, weil es zeigt, dass ein Sub­stan­tiv in dieser Struk­tur auch durch ein Adjek­tiv mod­i­fiziert wer­den kann, wie in weil bessere Kan­di­dat­en. Was aber nicht geht, wäre eine voll­ständi­ge Nom­i­nalphrase mit Artikel (der, die, das) und Sub­stan­tiv – weil ein besser­er Kan­di­dat oder weil der bessere Kan­di­dat wäre ungram­ma­tisch (zumin­d­est klingt es für mich falsch und ich habe entsprechende Beispiele nicht gefun­den).

Ein weit­eres Beispiele mit einem Adjek­tiv:

Und eins mit ein­er Inter­jek­tion:

Beispiele mit Inter­jek­tio­nen waren sehr schw­er zu find­en, diese Ver­wen­dung scheint im Deutschen (noch?) recht sel­ten zu sein.

Das Phänomen ist im Deutschen noch so neu, dass ich nicht viel dazu find­en kon­nte – im Novem­ber hat Gui­do Berg­er es in sein­er Kolumne Dig­i­tal am Son­ntag erwäh­nt, da ging es aber vor­rangig ums Englis­che und er überträgt es ein­fach aufs Deutsche, ohne zu sagen, ob es ihm im Deutschen tat­säch­lich schon aufge­fall­en ist (seine deutschen Beispiele klin­gen für mich aber abso­lut nor­mal).

Ich ver­mute übri­gens, dass es sich bei der deutschen Entwick­lung um eine struk­turelle Entlehnung aus dem Englis­chen han­delt, denn der zeitliche Zusam­men­hang macht eine zufäl­lige par­al­lele Entwick­lung ja eher unwahrschein­lich.

Welche Wortart hat das neue because?

So, ab hier wird es jet­zt etwas tech­nisch: Die Frage ist, wie die Verän­derung im Gebrauch von because (und auch von weil, auf das ich später zurück­komme) sys­tem­a­tisch erfasst wer­den kann. Dabei ste­ht deshalb die Frage im Mit­telpunkt, welche Wor­tart das neue because hat, weil sich aus der Wor­tart ein großer Teil des gram­ma­tis­chen Ver­hal­tens eines Wortes ableit­en lässt.

Wie ein­gangs erwäh­nt ist das herkömm­liche because eine sub­or­dinierende Kon­junk­tion – wobei Kon­junk­tion bedeutet, dass es zwei Sätze miteinan­der verbindet, und sub­or­dinierend bedeutet, dass der Satz, der der Kon­junk­tion fol­gt, gram­ma­tisch und in sein­er Bedeu­tung von einem Haupt­satz abhängt. In (1) liefert because she was sick die Begrün­dung für den unab­hängi­gen Haupt­satz Joe stayed home.2 Da die auf­fäl­lig­ste Neuerung die Fähigkeit von because ist, statt mit einem Neben­satz mit einem Sub­stan­tiv aufzutreten, gehen die meis­ten Linguist/innen, die sich bis­lang geäußert haben, davon aus, dass because nun (auch) eine Prä­po­si­tion ist. Sehr kat­e­gorisch behauptet das zum Beispiel Geof­frey Pul­lum, Koau­tor der renom­mierten Cam­bridge Gram­mar of the Eng­lish Lan­guage, im Lan­guage Log. Das wäre insofern eine ele­gante Erk­lärung, weil es bei vie­len anderen Wörtern eine Über­schnei­dung der Funk­tio­nen Kon­junk­tion und Prä­po­si­tion gibt, z.B. bei after oder until:

  • (7a) Joe had hot choco­late after she had fin­ished her lunch. (Kon­junk­tion)
  • (7b) Joe had hot choco­late after lunch. (Prä­po­si­tion)
  • (8a) Joe slept until her alarm clock went off. (Kon­junk­tion)
  • (8b) Joe slept until dawn. (Prä­po­si­tion)

Die Lin­guistin Gretchen McCul­loch, die sich in ihrem Blog All Things Lin­guis­tic schon öfter mit dem Phänomen beschäftigt hat, wider­spricht dieser Sichtweise. Sie weist erstens darauf hin, dass das neue because sich in mehrfach­er Hin­sicht anders ver­hält als alle anderen Prä­po­si­tio­nen:

1. Es kann keine volle Nom­i­nalphrase mit Artikel zu sich nehmen (ein Sternchen bedeutet „ungram­ma­tisch“):

  • (9a) I’m going to have hot choco­late because rea­sons.
  • (9b) *I’m going to have hot choco­late because the rea­sons.

2. Es kann nicht mit Pronomen auftreten:

  • (10a) I’m not going to the par­ty because John.
  • (10b) *I’m not going to the par­ty because he/him.

3. Es kann nicht nur mit Sub­stan­tiv­en, son­dern eben auch mit Adjek­tiv­en, Ver­ben und Inter­jek­tio­nen auftreten (siehe Beispiele 4–6 oben).

Zweit­ens weist sie darauf hin, dass nicht nur because son­dern auch eine Rei­he ander­er Kon­junk­tio­nen das neue Ver­hal­ten zeigen, bei dem sie statt Neben­sätzen Sub­stan­tive usw. ein­leit­en (11 bis 13 sind authen­tis­che Beispiele, die McCul­loch nen­nt):

  • (11) I was con­sid­er­ing going to the par­ty but tired.
  • (12) I didn’t both­er cook­ing any­thing since what­ev­er.
  • (13) I didn’t want to talk out loud, thus text mes­sag­ing.

Beson­ders inter­es­sant ist hier Beispiel (11), weil bei but als soge­nan­nter koor­dinierende Kon­junk­tion (also Kon­junk­tion, die zwei unab­hängige Sätze verbindet) nicht zu erwarten ist, dass sie sich zusät­zlich zu ein­er Prä­po­si­tion entwick­elt (zwis­chen Prä­po­si­tio­nen und koor­dinieren­den Kon­junk­tio­nen gibt es keine Über­schnei­dun­gen.

McCul­loch argu­men­tiert deshalb, dass es sich bei dem neuen because, but, since und thus um eine völ­lig neuar­tige sprach­liche Struk­tur han­delt. Der entschei­dende Hin­weis sind für sie die Inter­jek­tio­nen, die typ­is­cher­weise zum Aus­druck von Emo­tio­nen und anderen inneren Zustän­den dienen und nor­maler­weise nicht in eine gram­ma­tis­che Struk­tur inte­gri­ert wer­den (außer in Zitat­en direk­ter Rede). McCul­loch schlägt vor, das neue Ver­hal­ten von because und anderen Kon­junk­tio­nen als ganz eigene Struk­tur zu betra­cht­en, bei der der auf eine Kon­junk­tion alle Aus­drücke fol­gen kön­nen, die als Inter­jek­tion inter­pretiert wer­den – inklu­sive eben manch­er Sub­stan­tive, Adjek­tive und Ver­ben, wenn sie innere Zustände aus­drück­en.

Diese Analyse passt auch zu der expres­siv­en Funk­tion des neuen because, auf den die Jour­nal­istin Megan Gar­ber schon im Novem­ber hingewiesen hat (meine Über­set­zung):

Wenn ich zum Beispiel sage, „Die Gespräche scheit­erten, weil Poli­tik“, dann beschreibe ich nicht nur eine Sit­u­a­tion. Ich beschreibe auch eine Kat­e­gorie. Ich mache eine umfassende, aber iro­nisierte Aus­sage über eine Sit­u­a­tion und kom­men­tiere sie gle­ichzeit­ig. Ich lief­ere eine Erk­lärung und ein gle­ichzeit­iges Augen­rollen mit einem einzi­gen Wort.

Ich stimme zu, dass das because mit Sub­stan­tiv immer einen expres­siv­en Anteil hat. Wenn ich sage because rea­sons sage ich gle­ichzeit­ig etwas über meine Ein­stel­lung zu diesen Gründe – dass ich sie nicht nen­nen will, dass sie vielle­icht nicht nachvol­lziehbar wären, dass sie eigentlich nicht beson­ders gut sind, dass ich sie eigentlich gar nicht kenne o.ä.

Pul­lum wider­spricht McCul­loch wiederum im Lan­guage Log, geht dabei aber nur auf den Punkt mit den for­malen Beschränkun­gen ein. Er liefert ein­er­seits eine Rei­he von Beispie­len, die sein­er Mei­n­ung nach zeigen, dass auch andere Prä­po­si­tio­nen mit Adjek­tiv­en und Inter­jek­tio­nen ver­wen­det wer­den kön­nen. Diese Beispiele sind mit­telmäßig überzeu­gend (bei den Inter­jek­tio­nen han­delt es sich in jedem einzel­nen Fall um ein Zitat direk­ter Rede, sie sind also nicht ver­gle­ich­bar mit denen für because). Die Tat­sache, dass keine Artikel und keine Pronomen erlaubt sind, erk­lärt er damit, dass das Phänomen halt noch im Wan­del begrif­f­en sei – das ist sich­er richtig, heißt aber in der Kon­se­quenz, dass because eben keine Prä­po­si­tion ist, son­dern höch­stens dabei sein kön­nte, eine zu wer­den. Auf McCul­lochs zweites Argu­ment – die anderen Kon­junk­tio­nen, die sich eben­so ver­hal­ten – geht er gar nicht ein, eben­so wenig wie auf die prag­ma­tis­che Funk­tion.

Ich stimme deshalb bis auf weit­eres McCul­loch zu, dass because (derzeit) keine Prä­po­si­tion, son­dern etwas völ­lig Neues ist. Für das deutsche weil gilt das auf jeden Fall, denn im Deutschen gibt es ein zusät­zlich­es Kri­teri­um, an dem man Prä­po­si­tio­nen erken­nen kann: Sie erfordern, dass die Nom­i­nalphrase, die sie ein­leit­en, einen bes­timmten Kasus hat, näm­lich entwed­er den Dativ (wie in 14a), oder den Gen­i­tiv (wie in 14b) oder den Akkusativ (wie in 14c), aber nie den Nom­i­na­tiv:

  • (14a) Ich beende das Gespräch jet­zt mit gutem Grund.
  • (14b) Ich beende das Gespräch jet­zt wegen eines guten Grundes.
  • (14c) Ich beende das Gespräch jet­zt ohne guten Grund.

Dage­gen kann das neue weil nicht mit dem Dativ (wie in 15a), Gen­i­tiv (wie in 15b) oder Akkusativ (wie in 15c) ver­wen­det wer­den (ein Sternchen vor dem Satz bedeutet auch hier wieder „ungram­ma­tisch“), son­dern auss­chließlich mit dem Nom­i­na­tiv (wie in 16):

  • (15a) *Ich beende das Gespräch jet­zt weil gutem Grund.
  • (15b) *Ich beende das Gespräch jet­zt weil guten Grundes.
  • (15c) *Ich beende das Gespräch jet­zt weil guten Grund.
  • (16) Ich beende das Gespräch jet­zt weil guter Grund.

Das behaupte ich nicht nur auf­grund meines Sprachge­fühls, son­dern es wird dadurch bestätigt, dass ich authen­tis­che Beispiele wie die in (15a) bis (15c) nicht find­en kon­nte, wohl aber Beispiele wie (16), z.B.:

  • (17a) ich banne dich, weil guter grund 🙂 [Link].
  • (17b) kann gut sein, dass da was war, wäre ja eventuell nicht schlimm, weil guter Grund [Link].

Natür­lich lässt sich das Argu­ment nicht vom Deutschen auf das Englis­che über­tra­gen, aber es stärkt McCul­loch Argu­men­ta­tion insofern als es zeigt, dass es für eine Kon­junk­tion möglich ist, sich zu etwas zu entwick­eln, das ein­deutig keine Prä­po­si­tion ist.

  1. Oder auch den Kon­junk­tio­nen da und denn, wobei im Deutschen inter­es­sant ist, dass auf da ein Neben­satz und auf denn ein Haupt­satz fol­gt (da sie krank war vs. denn sie war krank), während weil sowohl mit Haupt­sätzen (weil sie war krank) als auch mit Neben­sätzen (weil sie krank war) auftreten kann. []
  2. In mod­erneren Gram­matik­the­o­rien wer­den viele sub­or­dinierende Kon­junk­tio­nen als Prä­po­si­tio­nen mit satzw­er­tigem Kom­ple­ment betra­chtet, eine Sichtweise, die auch ich teile. Ter­mi­nol­o­gisch ist es aber ein­fach­er, wenn wir Prä­po­si­tio­nen mit satzw­er­tigem Kom­ple­ment im fol­gen­den weit­er­hin als „Kon­junk­tion“ beze­ich­nen und die Beze­ich­nung „Prä­po­si­tion“ in ihrer tra­di­tionellen Bedeu­tung ver­wen­den, also für nicht-flek­tier­bare rela­tionale Aus­drücke, die eine Nom­i­nalphrase als Kom­ple­ment erfordern. []

32 Gedanken zu „Weil ist faszinierend, weil Sprachwandel

  1. Myriam

    Hal­lo!

    Wie schaut es denn mit “aus Grün­den” aus? Ist das eine Lehnüber­tra­gung von “because rea­sons” (und noch dazu viel viel pop­ulär­er als “weil Gründe”) — oder hat das einen ganz anderen Ursprung?

    Viele Grüße,
    My

  2. batman

    Hm, weil + Adjektiv/Adverb kommt mir so um Graz (und Wien?) herum nicht neu vor, son­dern sog­ar ein wenig gestelzt, manch­mal iro­nisch, an antiquierte Amtssprache angelehnt. Hat auch einen Nachricht­en­sprecher­touch. “…, weil befähigt, diesesoder­jenes zu tun”, ” …weil undurch­führbar”, “…weil kosten­in­ten­siv”, “weil min­der­jährig”, “weil ver­fas­sungswidrig” Vielle­icht teilt ja jemand den Ein­druck oder weiß was darüber? Und falls das stimmt, ob dann die Entlehnung bei den restlichen Wor­tarten aus dem Englis­chen hier schneller geht/ging? (Ich glaube, es geht manch­mal auch mit Nomen, ohne “neu” zu wirken. “Die Straße ist ges­per­rt weil Kram­pus­lauf”?)

  3. Pompeius

    @FuzzyLeapfrog, den/die zu zitierst, sieht das mit dem Rek­tionsver­hal­ten von weil aber anscheinend anders, wenn er/sie schreibt:

    Keine Kan­di­datur, weil bessere Kan­di­dat­en, als mich.”

    Nach als kommt der gle­iche Kasus wie davor. Da dahin­ter Akkusativ ste­ht, muss “bessere Kan­di­dat­en” auch als Akkusativ ver­standen sein.

    Das ist aber zugegeben auch der erste solche Fall, den ich sehe. Ich hätte gesagt: “Weil bessere Kan­di­dat­en als ICH.”

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  5. N. Wessinghage

    Auf­fäl­lig für “weil” ist zudem, dass die Kon­junk­tion im Sprachge­brauch (in HH) häu­fig auch in koor­dinieren­der Funk­tion ver­wen­det wird.
    “Ich gehe nach Hause, weil mir ist kalt.”
    “Ich höre jet­zt auf zu lesen, weil ich habe keine Lust mehr.”
    Als ich vor vie­len Jahren nach Ham­burg zog, stolperte ich immer wieder darüber. Inzwis­chen im mündlichen Sprachge­brauch nicht mehr, ich ver­wende es ver­mut­lich auch selb­st. Schreiben würde ich es nicht. Ob es sich um ein regionales Phänomen han­delt und wie ver­bre­it­et es ist, habe ich nicht recher­chiert.

  6. Yvonne Treis

    Es wäre vielle­icht auch inter­es­sant, sich nicht nur die Entwick­lung von Deutsch „weil“, son­dern auch von „wegen“ anzuschauen. Beim Lesen von W. Her­rn­dorfs „Arbeit und Struk­tur“ bin ich kür­zlich auf fol­gende Textstellen gestoßen. Im ersten Fall wird „wegen“ ungewöhn­licher­weise mit einem Adjek­tiv kom­biniert. Im zweit­en Fall, hm, mit einem Satz (?), mit einem kasus­losen Nomen (?) …
    S. 250: Zwei Seit­en Beschimp­fun­gen gelöscht wg. uno­rig­inell.
    S. 302: Meine Mut­ter (68) kündigt an, diesen Win­ter kein Eishock­ey spie­len zu wollen wegen Arm kaputt.

  7. David

    Danke dafür, inter­es­sante Dat­en. Eine kleine Bemerkung zum Nom­i­na­tiv bei Prä­po­si­tio­nen: Ver­gle­ichspar­tikeln erlauben neben Kasuskon­gruenz mit dem Bezugswort auch den Nom­i­na­tiv (wenn ich selb­st das auch meist ganz schreck­lich finde):

    Ich mag ihn als guten Fre­und
    Ich mag ihn als guter Fre­und (https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&ei=D9LPUt2cHoWOtAaqtoD4Bw&url=http://www.gutefrage.net/frage/ich-mag-ihn-als-guter-freund-aber-er-will-mehr-&cd=1&ved=0CC4QFjAA&usg=AFQjCNGSEi0S2DIMfA5J86uzj1oCmyna8Q&sig2=b_wHyBlwzo_8dUIYL-P8ow)

    Ziem­lich strikt scheint mir der Nom­i­na­tiv außer­dem etwa in

    Ich verklei­de mich als der Papst

    Gefordert zu wer­den (??ich verklei­de mich als den Papst).

    Die Behaup­tung, Prä­po­si­tio­nen regierten nie den Nom­i­na­tiv, impliziert also, daß Die Ver­gle­ichspar­tikeln keine Prä­po­si­tio­nen seien. Das fand ich nie so klar.

  8. Anatol StefanowitschAnatol Stefanowitsch Beitragsautor

    @ Pom­peius: Sehr inter­es­sant, war mir nicht aufge­fall­en; klingt für mich per­sön­lich allerd­ings eben­falls ungram­ma­tisch. Grund­sät­zlich würde ich aber erwarten, dass das neue weil, wenn es sich irgend­wann zu ein­er Prä­po­si­tion entwick­elt, den Akkusativ erfordern würde, von daher ist es auch nicht völ­lig merk­würdig.

  9. Anatol StefanowitschAnatol Stefanowitsch Beitragsautor

    Weil wird im Deutschen seit hun­derten von Jahren auch in koor­dinieren­der Funk­tion ver­wen­det, mit klarem seman­tis­chem Unter­schied zum sub­or­dinieren­den weil. Ich empfehle dazu die Ein­leitung von Peter Eisen­bergs „Der Satz“.

  10. Ferrer

    Der neue Gebrauch von because erin­nert mich an den im spanis­chen möglichen Gebrauch von ¨porque¨ in ¨porque sí¨, wom­it man eine Frage nach dem ¨warum¨ abschmettert. Das kön­nte man mit dem neuen Gebrauch dann als ¨weil ja¨ bzw. ¨weil doch¨ über­set­zen; bish­er hätte man vemut­lich ein umständlicheres ¨weil ich es sage!¨ benutzt. Dieser Gebrauch kön­nte über die zahlre­ichen US-Lati­nos ins englis­che über­nom­men wor­den sein und danach entsprechend erweit­ert wor­den. Und das ist gut so, because indeed, it is use­ful!
    Ob ¨weil¨ im deutschen eine Prä­po­si­tion ist, kann ich natür­lich nicht entschei­den, aber wenn, wäre es nicht denkbar, dass man argu­men­tiert, dass es dur­chaus eine Prä­po­si­tion ist, aber eine, die den Kasus Nom­i­na­tiv erfordert? Nach Okhams Mess­er erscheint es mir ein­fach­er und logis­ch­er, ein­er neuen Prä­po­si­tion einen neuen Kasus zuzuweisen, ein­er, der bish­er nicht vorge­se­hen war, als eine völ­lig neue Wortkathe­gorie zu pos­tulieren.

  11. giardino

    Hm. Ein, zwei unge­ord­nete Gedanken zu WEIL + X:
    Kon­struk­tio­nen wie “weil schon ander­swo gese­hen”, “weil nicht mehr aktuell” oder “weil zu teuer” sind mir völ­lig ver­traut und lassen sich auch entsprechend häu­fig in Online-Tex­ten find­en. Sie fühlen sich wie ein­fache Ellipsen an — im Gegen­satz zu “weil Gründe” oder “weil Yeah!”, die etwas Ungram­ma­tis­ches (weil nicht ein­fach zu Ver­voll­ständi­gen­des) an sich zu haben scheinen.

    Mir kommt aus den gle­ichen Grün­den auch ein Satz wie “X gewann die Wahl, weil von Anfang an der bessere Kan­di­dat” über­haupt nicht ungram­ma­tisch vor, höcht­ens etwas mündlich/informell.

    Ins­ge­samt scheint “weil” in dieser Art der Ver­wen­dung ähn­lich wie andere Kon­junk­tio­nen zu funk­tion­ieren, z. B. “obwohl nicht länger im Amt”, “sofern über­haupt möglich”, “wenn auch erst mor­gen”, “obschon ständi­ger Beobachter”.

  12. Den

    Gedanken­spiel zur weit­eren Kat­e­gorisierung: Das neue “weil” ist ein Boo­lesch­er Oper­a­tor (wie AND, OR, NOT). Dafür spricht, wie es zuerst und haupt­säch­lich ver­wen­det wurde: schriftlich, als Verkürzung v.a. in den knap­pen Eingabefeldern sozialer Net­zw­erke. Die Auf­nahme in gesproch­ene Sprache ist möglicher­weise weil hip. –> 2013, das Jahr, in dem Men­sch go Robosprech?

  13. Michael Zilske

    Lässt sich das (ich muss das laien­haft aus­drück­en) vielle­icht so deuten, dass hin­ter dem neuen “weil” oft eine Art Sprech-, Denk- oder Tublase ste­ht? Dafür würde sprechen, dass dort auch ein Inflek­tiv (Erika­tiv) ste­hen kann:

    Tja, das kann man so oder so machen, weil schul­terzuck.”

  14. ixi

    Es haben schon viele vor mir darauf hingewiesen, dass “weil + X” in leicht ander­er Form bere­its häu­figer benutzt wurde.

    Ich kenne aus mein­er Umge­bung seit sehr vie­len Jahren die umgangssprach­liche Antwort “weil halt”, um auszu­drück­en, dass kein Inter­esse beste­ht eine Frage aus­führlich zu beant­worten.

    Weil + X, wobei X ein Grund ist, empfinde ich als Weit­er­en­twick­lung dieser Floskel.

  15. T3o

    Ich bin kein Sprach­wis­senschaftler, insofern weiß ich nicht ob ich dazu über­haupt ne sin­nvolle Mei­n­ung hab. Ich schreib­se mal trotz­dem. 😉 Für mich klin­gen bei­de (englisch wie deutsche) Kon­struk­tio­nen ein­fach nach ein­er umgangssprach­lichen Aus­las­sung. (Wie bei “is’ mir Recht” wo ein “es/das” ver­meintlich fehlt.)
    Da es sich maßge­blich um ein “IT-Phänomen” han­delt, würde ich da auch den Ursprung suchen, den ich in der IF THEN Kon­struk­tion früher Pro­gramier­sprachen sehe. Qua­si IF that THEN this (im Sinne von “if that hap­pens, then this hap­pens”). THEN zu BECAUSE…und dann als eine Art “false friend” (weil ein­fach als Entlehnung wörtlich über­set­zt ohne eige­nen Entwick­lungsaus­lös­er) zu WEIL. jm2c

  16. Dierk

    weil + NP haben wir damals — so vor 25–30 Jahren — gerne ver­wen­det; mag allerd­ings ein grup­pen­spez­i­fis­ches Phänomen gewe­sen sein, anders als ‘weil is nicht’, das mir in HH schon oft untergekom­men ist [mglw. in einem selt­samen Sozi­olekt der Gym­nasi­as­ten west­lich gele­gen­er Schulen].

  17. David

    Das neue “weil” ist ein Boo­lesch­er Oper­a­tor (wie AND, OR, NOT). Dafür spricht, wie es zuerst und haupt­säch­lich ver­wen­det wurde: schriftlich, als Verkürzung v.a. in den knap­pen Eingabefeldern sozialer Net­zw­erke.

    Sie scheinen unter einem Boo­leschen Oper­a­tor etwas anderes zu ver­ste­hen als ich.

  18. Elias

    Ich — als rein­er Sprach­be­nutzer ohne wis­senschaftlichen Hin­ter­grund — habe das “because rea­sons” aus englis­chen Tex­ten wegen sein­er grum­melig-prag­ma­tis­chen Kürze (und dem zwinkern­den Auges aus­ge­drück­ten Miss­fall­en, das darin deut­lich fühlbar mitschwingt) sofort geliebt und war mir bis eben gar nicht im Klaren darüber, dass es sich beina­he um eine neue Wor­tart han­delt. Dafür habe ich ver­sucht, diese mir so sym­pa­this­che Aus­druck­sweise ins Deutsche zu über­tra­gen — allerd­ings bin ich wohl zu alt und erschöpft, neue Sprache zu schöpfen, und so schrob ich nicht allzu wörtlich dieses “weil Gründe”, son­dern ein meinem verdör­rten Wort­brun­nen bess­er her­aus­pump­bares “aus Grün­den”. Dies gern auch als immer wieder ein­mal als einen “Satz”, etwa in “S/M ist meine Abk. für ‘social media’. Aus Grün­den.”…

    Und ja, das Vor­bild für meine Aus­druck­sweise ist “because rea­sons”, es han­delte sich in meinem Fall um eine bewusste Kopie.

  19. Jan

    Auch ich bin kein Sprach­wis­senschaftler aber ich sehe es ähn­lich wie David.
    Abge­se­hen von “weil Gründe” sind so Sachen wie “weil krank” oder “weil müde” ein­fach Verkürzun­gen. Die, so wie ich das sehe, eine Weit­ere Form der der Abkürzun­gen sind. Das ist ja doch recht pop­ulär, sei es weil schreib­faul 😉 oder sei es tech­nisch bed­ingt wie bei Twit­ter. Bevor ich schreibe: “Ich ging heute nicht in die Schule, weil ich mir eine starke Erkäl­tung einge­fan­gen habe.” kann ich auch schreiben “Heute nicht in Schule weil krank.” Der Infor­ma­tion­s­ge­halt ist annäh­ernd gle­ich, mit der ca. der Hälfte der Zeichen.
    Ich denke das ist der Haupt­grund warum sich das etabliert hat, wobei es sich­er auch eine Kor­re­la­tion mit dem Englis­chen gibt. Aber auch dort ist z.B. Twit­ter ja ver­bre­it­et, wom­it man da mal schauen müsste ab wann es diese For­mulierung häu­figer gibt und ob das unter Twit­ter­nutzern ver­bre­it­eter ist als im Rest der Bevölkerung.

  20. taubi

    @batman: Das Gefühl, diese Kon­struk­tio­nen wären mir nicht unbekan­nt, hat­te ich beim Lesen auch.

    Ich hab meinen Eltern, aufgewach­sen Nähe Graz bzw Weiz, einige solche Sätze vorgelegt ( zB “Das hat man nicht mehr nachvol­lziehen kön­nen, weil schlecht doku­men­tiert”, “Mit der Per­son wurde sound­so umge­gan­gen, weil min­der­jährig”, “Die straße war ges­per­rt, weil Kram­pus­lauf”) — spon­tan beim Aben­dessen, ohne irgendwelche Sorgfalt — und die fraßen mich förm­lich für die Imper­ti­nenz, über­haupt in Erwä­gung zu ziehen, das kön­nte richtig sein. “Das ist nicht Deutsch” fiel mehrere Male.
    Beim 4. solchen Satz meinte mein­ten sie dann allerd­ings, es wäre “Amtssprache”, nach weit­erem Nach­fra­gen, es wäre “pseudo­ge­bildet” oder “hal­bge­bildet” und das, was sie von einem Dorf­polizis­ten erwarten wür­den, der einen Bericht über eine Schlägerei schreibt.

    …immer­hin scheint es vorzukom­men. Und dass Amtssprache in Öster­re­ich anders sein kann als in Deutsch­land erk­lärt eigentlich schon, dass es uns im Gegen­satz zu anderen hier nicht “neu” vorkommt.

  21. Erhard Maria Steiner

    Lieber Herr Ste­fanow­itsch,

    mit Freude lese und höre ich immer wieder an ver­schiede­nen Orten ihre Beiträge zur Sprache. Danke!
    Die ver­wor­rene Kom­plex­ität dieser Sache hier zeigt mir allerd­ings, dass es nicht angemessen ist zu ver­suchen, mit der alten akademis­chen, sowieso nicht zur deutschen Sprache passenden Gram­matik ein neues Sprach­fänomen zu “fassen”. Weil geht nicht. 🙂 Es wäre doch an der Zeit, endlich eine Gram­matik zu beschreiben, die der Sprache entspricht. Gram­matik ist ja nichts Nor­ma­tives und gener­iert vor allem nie Sprache, auch wenn die Schulen bis heute so tun, vor allem im Fremd­sprache­nun­tericht.
    Dass Sie hier ganz außer Acht lassen, wie und wo dieses “weil” schon seit Jahren gesprochen wird, bevor es auf Twit­ter usw. freudig zum iro­nisch-intellek­tuellen, schnellen Gedanke­naus­tausch aufge­grif­f­en wurde, zeigt die Notwendigkeit ein­er neuen Gram­matik umso mehr, nicht nur für das Deutsche.
    Ihr Sprachge­fühl und dann vielle­icht auch Erk­lärungsmuster wür­den sich schnell ändern, wenn sie zur besseren Vor­bere­itung ein­er neuen Gram­matik ein­mal ein Jahr lang z.B. in Freiburg/Weingarten mit Jugendlichen arbeit­en wür­den.
    Und ich jet­zt Bett weil müde und Buch wartet.

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  23. Anatol StefanowitschAnatol Stefanowitsch Beitragsautor

    @ Erhard Maria Stein­er: Ich weiß nicht, was Sie mit „alter“ Gram­matik meinen, aber mit der „akademis­chen“ Gram­matik lassen sich neue Sprach­phänomene selb­stver­ständlich erfassen. Dass es dabei zunächst Unsicher­heit oder abwe­ichende Mei­n­un­gen darüber gibt, wie das zu geschehen hat, liegt im Wesen der Wis­senschaft.

  24. Stef

    Das Stich­wort “Wegen” kam mir auch sofort in den Sinn, noch bevor ich den Kom­men­tar von Yvonne Treis gele­sen hat­te. Ich bin übri­gens keine Sprach­wis­senschaft­lerin, arbeite aber beru­flich mit Sprache, deswe­gen 😉 ver­mut­lich für diese Dinge sen­si­bil­isiert.

    Umgangssprach­lich würde ich möglicher­weise auch sagen “Ich beende das Gespräch jet­zt wegen Arbeit”, “wegen muss noch arbeit­en” oder sog­ar “wegen weil muss arbeit­en” (Kon­ser­v­a­tive wer­den sich an dieser Stelle bes­timmt schüt­teln).

    Die iro­nis­che Wen­dung “wegen weil” war übri­gens in meinem Umfeld mal eine Zeit­lang sehr pop­ulär (bin heute Mitte 30), aber wom­öglich war das ein eher isoliertes Phänomen.

  25. Peter

    Liest denn kein­er mehr Max Frisch? Der hat dieses weil schon in den 50ern in all seinen Vari­a­tio­nen inten­siv ver­wen­det. Wenn die Amis das gle­iche Machen, ist es natür­lich etwas anderes. Weil cool oder awe­some oder so.

  26. Sprigade

    Ich finde diese Entwick­lung sehr inter­es­sant und die lin­gustis­che Beschrei­bung gut fundiert. Ich sehe aber auch eine bish­er anscheinend nicht berück­sichtigte eventuelle Verbindung zur Aus­druck­sweise türkisch­er Jugendlich­er im Deutschen, die diese aus­drucksvollen Kon­struk­tio­nen oft zu ver­wen­den scheinen. Wie ste­ht es mit einem möglichen Ein­fluß auf die deutsche Umgangssprache, beson­ders von Jugendlichen oder vice ver­sa?

  27. tina

    @batman — mir kommt das auch Bay­ern auch alt­bekan­nt vor. Meine Mut­ter hat schon vor 30 Jahren ewige wieso-Fra­gen mit “weil halt” und Bettgeh-Diskus­sio­nen mit “weil Schule” abgeschmettert. Ich hab so eine dumpfe Erin­nerung an Karl Valentin und Kot­tan ermit­telt im Kopf, das würde auch zur These “veräp­pelte Amtssprache” passen.

  28. Christoph Päper

    Ich habe die zahlre­ichen Kom­mentare nur über­flo­gen und durch­sucht, nicht gele­sen, aber es scheint ein Aspekt ger­ade zu weil Gründe zu fehlen, obwohl von „T30“ angedeutet: In com­put­er­af­finen Foren aller Art gibt es schon lange das Phänomen der Pseudovari­ablen. Dazu bedi­ent man sich der Syn­tax ein­er im Kon­text hin­re­ichend bekan­nten Pro­gram­mier­sprache, um ein Wort oder eine Wort­gruppe als zu fül­lende bzw. an impliziter oder hypo­thetis­ch­er Stelle deklar­i­erte Vari­able zu kennze­ich­nen. Das sieht dann bspw. so aus: Ich banne dich, weil $gute­Gru­ende. Das ist so wegen &Bla;.

  29. Tatjana Scheffler

    Würde das gern nochmal auf­greifen. Was mich bei meinen Kindern irri­tiert, ist die Ver­wen­dung von ‘wegen’ als Kon­junk­tion (wo eigentlich ‘weil-V2’ bzw. ‘denn’ hinge­hört): “… wegen er hat keine Zeit”. Sie scheint sehr weit ver­bre­it­et zu sein. Wenn ‘weil’ jet­zt eine Prä­po­si­tion wird, wird ‘wegen’ die Kon­junk­tion? Oder näh­ern sie sich nur bei­de an? Und warum zum Teufel brauchen wir _noch mehr_ Kausalkon­nek­toren…

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