Weil ist faszinierend, weil Sprachwandel

Von Anatol Stefanowitsch

Wie die Oxford Eng­lish Dic­tio­nar­ies wählt auch die Amer­i­can Dialect Soci­ety jedes Jahr ein englis­ches Wort des Jahres. Während erstere in diesem Jahr das eher offen­sichtliche Self­ie zum Sieger kürten, fiel die Wahl der Amer­i­can Dialect Soci­ety auf das zunächst befremdliche because. Geehrt wurde das Wort nicht, weil es 2013 neu ent­standen oder beson­ders häu­fig ver­wen­det wor­den wäre, son­dern, weil es eine inter­es­sante gram­ma­tis­che Entwick­lung durchläuft.

Because + X

Herkömm­licher­weise kann because im Englis­chen nur in zwei gram­ma­tis­chen Struk­turen ver­wen­det wer­den – als soge­nan­nte „sub­or­dinierende Kon­junk­tion“, die einen Neben­satz ein­leit­et (wie in [1]), oder als Teil des prä­po­si­tion­sar­ti­gen Wortkom­plex­es because of (wie in [2]):

  • (1) Joe stayed home because she was sick.
  • (2) Joe stayed home because of her headache.

Im ersten Fall entspricht because der deutschen Kon­junk­tion weil (vgl. Joe blieb zu hause, weil sie krank war.),1 im zweit­en Fall würde man im Deutschen typ­is­cher­weise wegen ver­wen­den (wegen ihrer Kopf­schmerzen).

Dass die Amer­i­can Dialect Soci­ety because zum Wort des Jahres gewählt hat, liegt daran, dass seine gram­ma­tis­chen Möglichkeit­en sich in den let­zen Jahren dahinge­hend verän­dert haben dass es (vor allem in Online-Sprache) inzwis­chen auch mit Sub­stan­tiv­en (vgl. [3]), Adjek­tiv­en (vgl. [4]) und sog­ar Ver­ben (vgl. [5]) und Inter­jek­tio­nen (vgl. [6]) auftritt:

  • (3) I’m going to have hot choco­late because reasons.
  • (4) I’m going to have hot choco­late because awesome!
  • (5) I’m going to have hot choco­late because want.
  • (6) I’m going to have hot choco­late because nom!

Ein solch­es Sprach­wan­delphänomen live mitzuer­leben, ist für Sprachwissenschaftler/innen natür­lich span­nend. Heiß disku­tiert wird derzeit die Frage, um was für eine Wor­tart es sich bei dem neuen because han­delt. Zu dieser Frage komme ich gle­ich. Das wird etwas tech­nisch und ist nur etwas für echte Sprachliebhaber/innen – für alle anderen zeige ich deshalb zunächst, dass es das Phänomen auch im Deutschen auch gibt (was ja span­nend genug ist).

Weil + X

Wie oben erwäh­nt kann weil im Deutschen herkömm­licher­weise nur als sub­or­dinierende Kon­junk­tion ver­wen­det wer­den, leit­et also einen Neben­satz ein. Schon einige Zeit vor der Wahl von because als amerikanis­ches Wort des Jahres ist mir aber aufge­fall­en, dass es online immer öfter auch mit Sub­stan­tiv­en, Adjek­tiv­en und manch­mal sog­ar Inter­jek­tio­nen ver­wen­det wird – sich also eine Entwick­lung andeutet, die der von because sehr ähn­lich ist.

Ein paar Beispiele für Sub­stan­tive (dies scheint mir die häu­fig­ste neue Ver­wen­dung zu sein):

Das let­zte Beispiel ist aus zwei Grün­den beson­ders inter­es­sant. Erstens, weil es sowohl ein [weil + SUBSTANTIV] als auch ein [weil + ADJEKTIV] enthält, und zweit­ens, weil es zeigt, dass ein Sub­stan­tiv in dieser Struk­tur auch durch ein Adjek­tiv mod­i­fiziert wer­den kann, wie in weil bessere Kan­di­dat­en. Was aber nicht geht, wäre eine voll­ständi­ge Nom­i­nalphrase mit Artikel (der, die, das) und Sub­stan­tiv – weil ein besser­er Kan­di­dat oder weil der bessere Kan­di­dat wäre ungram­ma­tisch (zumin­d­est klingt es für mich falsch und ich habe entsprechende Beispiele nicht gefunden).

Ein weit­eres Beispiele mit einem Adjek­tiv:

Und eins mit ein­er Inter­jek­tion:

Beispiele mit Inter­jek­tio­nen waren sehr schw­er zu find­en, diese Ver­wen­dung scheint im Deutschen (noch?) recht sel­ten zu sein.

Das Phänomen ist im Deutschen noch so neu, dass ich nicht viel dazu find­en kon­nte – im Novem­ber hat Gui­do Berg­er es in sein­er Kolumne Dig­i­tal am Son­ntag erwäh­nt, da ging es aber vor­rangig ums Englis­che und er überträgt es ein­fach aufs Deutsche, ohne zu sagen, ob es ihm im Deutschen tat­säch­lich schon aufge­fall­en ist (seine deutschen Beispiele klin­gen für mich aber abso­lut normal).

Ich ver­mute übri­gens, dass es sich bei der deutschen Entwick­lung um eine struk­turelle Entlehnung aus dem Englis­chen han­delt, denn der zeitliche Zusam­men­hang macht eine zufäl­lige par­al­lele Entwick­lung ja eher unwahrscheinlich.

Welche Wortart hat das neue because?

So, ab hier wird es jet­zt etwas tech­nisch: Die Frage ist, wie die Verän­derung im Gebrauch von because (und auch von weil, auf das ich später zurück­komme) sys­tem­a­tisch erfasst wer­den kann. Dabei ste­ht deshalb die Frage im Mit­telpunkt, welche Wor­tart das neue because hat, weil sich aus der Wor­tart ein großer Teil des gram­ma­tis­chen Ver­hal­tens eines Wortes ableit­en lässt.

Wie ein­gangs erwäh­nt ist das herkömm­liche because eine sub­or­dinierende Kon­junk­tion – wobei Kon­junk­tion bedeutet, dass es zwei Sätze miteinan­der verbindet, und sub­or­dinierend bedeutet, dass der Satz, der der Kon­junk­tion fol­gt, gram­ma­tisch und in sein­er Bedeu­tung von einem Haupt­satz abhängt. In (1) liefert because she was sick die Begrün­dung für den unab­hängi­gen Haupt­satz Joe stayed home.2 Da die auf­fäl­lig­ste Neuerung die Fähigkeit von because ist, statt mit einem Neben­satz mit einem Sub­stan­tiv aufzutreten, gehen die meis­ten Linguist/innen, die sich bis­lang geäußert haben, davon aus, dass because nun (auch) eine Prä­po­si­tion ist. Sehr kat­e­gorisch behauptet das zum Beispiel Geof­frey Pul­lum, Koau­tor der renom­mierten Cam­bridge Gram­mar of the Eng­lish Lan­guage, im Lan­guage Log. Das wäre insofern eine ele­gante Erk­lärung, weil es bei vie­len anderen Wörtern eine Über­schnei­dung der Funk­tio­nen Kon­junk­tion und Prä­po­si­tion gibt, z.B. bei after oder until:

  • (7a) Joe had hot choco­late after she had fin­ished her lunch. (Kon­junk­tion)
  • (7b) Joe had hot choco­late after lunch. (Prä­po­si­tion)
  • (8a) Joe slept until her alarm clock went off. (Kon­junk­tion)
  • (8b) Joe slept until dawn. (Prä­po­si­tion)

Die Lin­guistin Gretchen McCul­loch, die sich in ihrem Blog All Things Lin­guis­tic schon öfter mit dem Phänomen beschäftigt hat, wider­spricht dieser Sichtweise. Sie weist erstens darauf hin, dass das neue because sich in mehrfach­er Hin­sicht anders ver­hält als alle anderen Präpositionen:

1. Es kann keine volle Nom­i­nalphrase mit Artikel zu sich nehmen (ein Sternchen bedeutet „ungram­ma­tisch“):

  • (9a) I’m going to have hot choco­late because rea­sons.
  • (9b) *I’m going to have hot choco­late because the rea­sons.

2. Es kann nicht mit Pronomen auftreten:

  • (10a) I’m not going to the par­ty because John.
  • (10b) *I’m not going to the par­ty because he/him.

3. Es kann nicht nur mit Sub­stan­tiv­en, son­dern eben auch mit Adjek­tiv­en, Ver­ben und Inter­jek­tio­nen auftreten (siehe Beispiele 4–6 oben).

Zweit­ens weist sie darauf hin, dass nicht nur because son­dern auch eine Rei­he ander­er Kon­junk­tio­nen das neue Ver­hal­ten zeigen, bei dem sie statt Neben­sätzen Sub­stan­tive usw. ein­leit­en (11 bis 13 sind authen­tis­che Beispiele, die McCul­loch nennt):

  • (11) I was con­sid­er­ing going to the par­ty but tired.
  • (12) I didn’t both­er cook­ing any­thing since whatever.
  • (13) I didn’t want to talk out loud, thus text mes­sag­ing.

Beson­ders inter­es­sant ist hier Beispiel (11), weil bei but als soge­nan­nter koor­dinierende Kon­junk­tion (also Kon­junk­tion, die zwei unab­hängige Sätze verbindet) nicht zu erwarten ist, dass sie sich zusät­zlich zu ein­er Prä­po­si­tion entwick­elt (zwis­chen Prä­po­si­tio­nen und koor­dinieren­den Kon­junk­tio­nen gibt es keine Überschneidungen.

McCul­loch argu­men­tiert deshalb, dass es sich bei dem neuen because, but, since und thus um eine völ­lig neuar­tige sprach­liche Struk­tur han­delt. Der entschei­dende Hin­weis sind für sie die Inter­jek­tio­nen, die typ­is­cher­weise zum Aus­druck von Emo­tio­nen und anderen inneren Zustän­den dienen und nor­maler­weise nicht in eine gram­ma­tis­che Struk­tur inte­gri­ert wer­den (außer in Zitat­en direk­ter Rede). McCul­loch schlägt vor, das neue Ver­hal­ten von because und anderen Kon­junk­tio­nen als ganz eigene Struk­tur zu betra­cht­en, bei der der auf eine Kon­junk­tion alle Aus­drücke fol­gen kön­nen, die als Inter­jek­tion inter­pretiert wer­den – inklu­sive eben manch­er Sub­stan­tive, Adjek­tive und Ver­ben, wenn sie innere Zustände ausdrücken.

Diese Analyse passt auch zu der expres­siv­en Funk­tion des neuen because, auf den die Jour­nal­istin Megan Gar­ber schon im Novem­ber hingewiesen hat (meine Übersetzung):

Wenn ich zum Beispiel sage, „Die Gespräche scheit­erten, weil Poli­tik“, dann beschreibe ich nicht nur eine Sit­u­a­tion. Ich beschreibe auch eine Kat­e­gorie. Ich mache eine umfassende, aber iro­nisierte Aus­sage über eine Sit­u­a­tion und kom­men­tiere sie gle­ichzeit­ig. Ich lief­ere eine Erk­lärung und ein gle­ichzeit­iges Augen­rollen mit einem einzi­gen Wort.

Ich stimme zu, dass das because mit Sub­stan­tiv immer einen expres­siv­en Anteil hat. Wenn ich sage because rea­sons sage ich gle­ichzeit­ig etwas über meine Ein­stel­lung zu diesen Gründe – dass ich sie nicht nen­nen will, dass sie vielle­icht nicht nachvol­lziehbar wären, dass sie eigentlich nicht beson­ders gut sind, dass ich sie eigentlich gar nicht kenne o.ä.

Pul­lum wider­spricht McCul­loch wiederum im Lan­guage Log, geht dabei aber nur auf den Punkt mit den for­malen Beschränkun­gen ein. Er liefert ein­er­seits eine Rei­he von Beispie­len, die sein­er Mei­n­ung nach zeigen, dass auch andere Prä­po­si­tio­nen mit Adjek­tiv­en und Inter­jek­tio­nen ver­wen­det wer­den kön­nen. Diese Beispiele sind mit­telmäßig überzeu­gend (bei den Inter­jek­tio­nen han­delt es sich in jedem einzel­nen Fall um ein Zitat direk­ter Rede, sie sind also nicht ver­gle­ich­bar mit denen für because). Die Tat­sache, dass keine Artikel und keine Pronomen erlaubt sind, erk­lärt er damit, dass das Phänomen halt noch im Wan­del begrif­f­en sei – das ist sich­er richtig, heißt aber in der Kon­se­quenz, dass because eben keine Prä­po­si­tion ist, son­dern höch­stens dabei sein kön­nte, eine zu wer­den. Auf McCul­lochs zweites Argu­ment – die anderen Kon­junk­tio­nen, die sich eben­so ver­hal­ten – geht er gar nicht ein, eben­so wenig wie auf die prag­ma­tis­che Funktion.

Ich stimme deshalb bis auf weit­eres McCul­loch zu, dass because (derzeit) keine Prä­po­si­tion, son­dern etwas völ­lig Neues ist. Für das deutsche weil gilt das auf jeden Fall, denn im Deutschen gibt es ein zusät­zlich­es Kri­teri­um, an dem man Prä­po­si­tio­nen erken­nen kann: Sie erfordern, dass die Nom­i­nalphrase, die sie ein­leit­en, einen bes­timmten Kasus hat, näm­lich entwed­er den Dativ (wie in 14a), oder den Gen­i­tiv (wie in 14b) oder den Akkusativ (wie in 14c), aber nie den Nominativ:

  • (14a) Ich beende das Gespräch jet­zt mit gutem Grund.
  • (14b) Ich beende das Gespräch jet­zt wegen eines guten Grundes.
  • (14c) Ich beende das Gespräch jet­zt ohne guten Grund.

Dage­gen kann das neue weil nicht mit dem Dativ (wie in 15a), Gen­i­tiv (wie in 15b) oder Akkusativ (wie in 15c) ver­wen­det wer­den (ein Sternchen vor dem Satz bedeutet auch hier wieder „ungram­ma­tisch“), son­dern auss­chließlich mit dem Nom­i­na­tiv (wie in 16):

  • (15a) *Ich beende das Gespräch jet­zt weil gutem Grund.
  • (15b) *Ich beende das Gespräch jet­zt weil guten Grundes.
  • (15c) *Ich beende das Gespräch jet­zt weil guten Grund.
  • (16) Ich beende das Gespräch jet­zt weil guter Grund.

Das behaupte ich nicht nur auf­grund meines Sprachge­fühls, son­dern es wird dadurch bestätigt, dass ich authen­tis­che Beispiele wie die in (15a) bis (15c) nicht find­en kon­nte, wohl aber Beispiele wie (16), z.B.:

  • (17a) ich banne dich, weil guter grund 🙂 [Link].
  • (17b) kann gut sein, dass da was war, wäre ja eventuell nicht schlimm, weil guter Grund [Link].

Natür­lich lässt sich das Argu­ment nicht vom Deutschen auf das Englis­che über­tra­gen, aber es stärkt McCul­loch Argu­men­ta­tion insofern als es zeigt, dass es für eine Kon­junk­tion möglich ist, sich zu etwas zu entwick­eln, das ein­deutig keine Prä­po­si­tion ist.

  1. Oder auch den Kon­junk­tio­nen da und denn, wobei im Deutschen inter­es­sant ist, dass auf da ein Neben­satz und auf denn ein Haupt­satz fol­gt (da sie krank war vs. denn sie war krank), während weil sowohl mit Haupt­sätzen (weil sie war krank) als auch mit Neben­sätzen (weil sie krank war) auftreten kann. []
  2. In mod­erneren Gram­matik­the­o­rien wer­den viele sub­or­dinierende Kon­junk­tio­nen als Prä­po­si­tio­nen mit satzw­er­tigem Kom­ple­ment betra­chtet, eine Sichtweise, die auch ich teile. Ter­mi­nol­o­gisch ist es aber ein­fach­er, wenn wir Prä­po­si­tio­nen mit satzw­er­tigem Kom­ple­ment im fol­gen­den weit­er­hin als „Kon­junk­tion“ beze­ich­nen und die Beze­ich­nung „Prä­po­si­tion“ in ihrer tra­di­tionellen Bedeu­tung ver­wen­den, also für nicht-flek­tier­bare rela­tionale Aus­drücke, die eine Nom­i­nalphrase als Kom­ple­ment erfordern. []

32 Gedanken zu „Weil ist faszinierend, weil Sprachwandel

  1. Myriam

    Hal­lo!

    Wie schaut es denn mit “aus Grün­den” aus? Ist das eine Lehnüber­tra­gung von “because rea­sons” (und noch dazu viel viel pop­ulär­er als “weil Gründe”) — oder hat das einen ganz anderen Ursprung?

    Viele Grüße,
    My

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  2. batman

    Hm, weil + Adjektiv/Adverb kommt mir so um Graz (und Wien?) herum nicht neu vor, son­dern sog­ar ein wenig gestelzt, manch­mal iro­nisch, an antiquierte Amtssprache angelehnt. Hat auch einen Nachricht­en­sprecher­touch. “…, weil befähigt, diesesoder­jenes zu tun”, ” …weil undurch­führbar”, “…weil kosten­in­ten­siv”, “weil min­der­jährig”, “weil ver­fas­sungswidrig” Vielle­icht teilt ja jemand den Ein­druck oder weiß was darüber? Und falls das stimmt, ob dann die Entlehnung bei den restlichen Wor­tarten aus dem Englis­chen hier schneller geht/ging? (Ich glaube, es geht manch­mal auch mit Nomen, ohne “neu” zu wirken. “Die Straße ist ges­per­rt weil Krampuslauf”?)

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  3. Pompeius

    @FuzzyLeapfrog, den/die zu zitierst, sieht das mit dem Rek­tionsver­hal­ten von weil aber anscheinend anders, wenn er/sie schreibt:

    Keine Kan­di­datur, weil bessere Kan­di­dat­en, als mich.”

    Nach als kommt der gle­iche Kasus wie davor. Da dahin­ter Akkusativ ste­ht, muss “bessere Kan­di­dat­en” auch als Akkusativ ver­standen sein.

    Das ist aber zugegeben auch der erste solche Fall, den ich sehe. Ich hätte gesagt: “Weil bessere Kan­di­dat­en als ICH.”

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    1. Anatol Stefanowitsch Beitragsautor

      @ Pom­peius: Sehr inter­es­sant, war mir nicht aufge­fall­en; klingt für mich per­sön­lich allerd­ings eben­falls ungram­ma­tisch. Grund­sät­zlich würde ich aber erwarten, dass das neue weil, wenn es sich irgend­wann zu ein­er Prä­po­si­tion entwick­elt, den Akkusativ erfordern würde, von daher ist es auch nicht völ­lig merkwürdig.

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  5. N. Wessinghage

    Auf­fäl­lig für “weil” ist zudem, dass die Kon­junk­tion im Sprachge­brauch (in HH) häu­fig auch in koor­dinieren­der Funk­tion ver­wen­det wird.
    “Ich gehe nach Hause, weil mir ist kalt.”
    “Ich höre jet­zt auf zu lesen, weil ich habe keine Lust mehr.”
    Als ich vor vie­len Jahren nach Ham­burg zog, stolperte ich immer wieder darüber. Inzwis­chen im mündlichen Sprachge­brauch nicht mehr, ich ver­wende es ver­mut­lich auch selb­st. Schreiben würde ich es nicht. Ob es sich um ein regionales Phänomen han­delt und wie ver­bre­it­et es ist, habe ich nicht recherchiert.

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    1. Anatol Stefanowitsch Beitragsautor

      Weil wird im Deutschen seit hun­derten von Jahren auch in koor­dinieren­der Funk­tion ver­wen­det, mit klarem seman­tis­chem Unter­schied zum sub­or­dinieren­den weil. Ich empfehle dazu die Ein­leitung von Peter Eisen­bergs „Der Satz“.

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  6. Yvonne Treis

    Es wäre vielle­icht auch inter­es­sant, sich nicht nur die Entwick­lung von Deutsch „weil“, son­dern auch von „wegen“ anzuschauen. Beim Lesen von W. Her­rn­dorfs „Arbeit und Struk­tur“ bin ich kür­zlich auf fol­gende Textstellen gestoßen. Im ersten Fall wird „wegen“ ungewöhn­licher­weise mit einem Adjek­tiv kom­biniert. Im zweit­en Fall, hm, mit einem Satz (?), mit einem kasus­losen Nomen (?) …
    S. 250: Zwei Seit­en Beschimp­fun­gen gelöscht wg. unoriginell.
    S. 302: Meine Mut­ter (68) kündigt an, diesen Win­ter kein Eishock­ey spie­len zu wollen wegen Arm kaputt.

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  7. David

    Danke dafür, inter­es­sante Dat­en. Eine kleine Bemerkung zum Nom­i­na­tiv bei Prä­po­si­tio­nen: Ver­gle­ichspar­tikeln erlauben neben Kasuskon­gruenz mit dem Bezugswort auch den Nom­i­na­tiv (wenn ich selb­st das auch meist ganz schreck­lich finde):

    Ich mag ihn als guten Freund
    Ich mag ihn als guter Fre­und (https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&ei=D9LPUt2cHoWOtAaqtoD4Bw&url=http://www.gutefrage.net/frage/ich-mag-ihn-als-guter-freund-aber-er-will-mehr-&cd=1&ved=0CC4QFjAA&usg=AFQjCNGSEi0S2DIMfA5J86uzj1oCmyna8Q&sig2=b_wHyBlwzo_8dUIYL-P8ow)

    Ziem­lich strikt scheint mir der Nom­i­na­tiv außer­dem etwa in

    Ich verklei­de mich als der Papst

    Gefordert zu wer­den (??ich verklei­de mich als den Papst).

    Die Behaup­tung, Prä­po­si­tio­nen regierten nie den Nom­i­na­tiv, impliziert also, daß Die Ver­gle­ichspar­tikeln keine Prä­po­si­tio­nen seien. Das fand ich nie so klar.

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  8. Ferrer

    Der neue Gebrauch von because erin­nert mich an den im spanis­chen möglichen Gebrauch von ¨porque¨ in ¨porque sí¨, wom­it man eine Frage nach dem ¨warum¨ abschmettert. Das kön­nte man mit dem neuen Gebrauch dann als ¨weil ja¨ bzw. ¨weil doch¨ über­set­zen; bish­er hätte man vemut­lich ein umständlicheres ¨weil ich es sage!¨ benutzt. Dieser Gebrauch kön­nte über die zahlre­ichen US-Lati­nos ins englis­che über­nom­men wor­den sein und danach entsprechend erweit­ert wor­den. Und das ist gut so, because indeed, it is useful!
    Ob ¨weil¨ im deutschen eine Prä­po­si­tion ist, kann ich natür­lich nicht entschei­den, aber wenn, wäre es nicht denkbar, dass man argu­men­tiert, dass es dur­chaus eine Prä­po­si­tion ist, aber eine, die den Kasus Nom­i­na­tiv erfordert? Nach Okhams Mess­er erscheint es mir ein­fach­er und logis­ch­er, ein­er neuen Prä­po­si­tion einen neuen Kasus zuzuweisen, ein­er, der bish­er nicht vorge­se­hen war, als eine völ­lig neue Wortkathe­gorie zu postulieren.

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  9. giardino

    Hm. Ein, zwei unge­ord­nete Gedanken zu WEIL + X:
    Kon­struk­tio­nen wie “weil schon ander­swo gese­hen”, “weil nicht mehr aktuell” oder “weil zu teuer” sind mir völ­lig ver­traut und lassen sich auch entsprechend häu­fig in Online-Tex­ten find­en. Sie fühlen sich wie ein­fache Ellipsen an — im Gegen­satz zu “weil Gründe” oder “weil Yeah!”, die etwas Ungram­ma­tis­ches (weil nicht ein­fach zu Ver­voll­ständi­gen­des) an sich zu haben scheinen.

    Mir kommt aus den gle­ichen Grün­den auch ein Satz wie “X gewann die Wahl, weil von Anfang an der bessere Kan­di­dat” über­haupt nicht ungram­ma­tisch vor, höcht­ens etwas mündlich/informell.

    Ins­ge­samt scheint “weil” in dieser Art der Ver­wen­dung ähn­lich wie andere Kon­junk­tio­nen zu funk­tion­ieren, z. B. “obwohl nicht länger im Amt”, “sofern über­haupt möglich”, “wenn auch erst mor­gen”, “obschon ständi­ger Beobachter”.

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  10. Den

    Gedanken­spiel zur weit­eren Kat­e­gorisierung: Das neue “weil” ist ein Boo­lesch­er Oper­a­tor (wie AND, OR, NOT). Dafür spricht, wie es zuerst und haupt­säch­lich ver­wen­det wurde: schriftlich, als Verkürzung v.a. in den knap­pen Eingabefeldern sozialer Net­zw­erke. Die Auf­nahme in gesproch­ene Sprache ist möglicher­weise weil hip. –> 2013, das Jahr, in dem Men­sch go Robosprech?

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  11. Michael Zilske

    Lässt sich das (ich muss das laien­haft aus­drück­en) vielle­icht so deuten, dass hin­ter dem neuen “weil” oft eine Art Sprech‑, Denk- oder Tublase ste­ht? Dafür würde sprechen, dass dort auch ein Inflek­tiv (Erika­tiv) ste­hen kann:

    Tja, das kann man so oder so machen, weil schulterzuck.”

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  12. ixi

    Es haben schon viele vor mir darauf hingewiesen, dass “weil + X” in leicht ander­er Form bere­its häu­figer benutzt wurde.

    Ich kenne aus mein­er Umge­bung seit sehr vie­len Jahren die umgangssprach­liche Antwort “weil halt”, um auszu­drück­en, dass kein Inter­esse beste­ht eine Frage aus­führlich zu beantworten.

    Weil + X, wobei X ein Grund ist, empfinde ich als Weit­er­en­twick­lung dieser Floskel.

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  13. T3o

    Ich bin kein Sprach­wis­senschaftler, insofern weiß ich nicht ob ich dazu über­haupt ne sin­nvolle Mei­n­ung hab. Ich schreib­se mal trotz­dem. 😉 Für mich klin­gen bei­de (englisch wie deutsche) Kon­struk­tio­nen ein­fach nach ein­er umgangssprach­lichen Aus­las­sung. (Wie bei “is’ mir Recht” wo ein “es/das” ver­meintlich fehlt.)
    Da es sich maßge­blich um ein “IT-Phänomen” han­delt, würde ich da auch den Ursprung suchen, den ich in der IF THEN Kon­struk­tion früher Pro­gramier­sprachen sehe. Qua­si IF that THEN this (im Sinne von “if that hap­pens, then this hap­pens”). THEN zu BECAUSE…und dann als eine Art “false friend” (weil ein­fach als Entlehnung wörtlich über­set­zt ohne eige­nen Entwick­lungsaus­lös­er) zu WEIL. jm2c

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  14. Dierk

    weil + NP haben wir damals — so vor 25–30 Jahren — gerne ver­wen­det; mag allerd­ings ein grup­pen­spez­i­fis­ches Phänomen gewe­sen sein, anders als ‘weil is nicht’, das mir in HH schon oft untergekom­men ist [mglw. in einem selt­samen Sozi­olekt der Gym­nasi­as­ten west­lich gele­gen­er Schulen].

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  15. David

    Das neue “weil” ist ein Boo­lesch­er Oper­a­tor (wie AND, OR, NOT). Dafür spricht, wie es zuerst und haupt­säch­lich ver­wen­det wurde: schriftlich, als Verkürzung v.a. in den knap­pen Eingabefeldern sozialer Netzwerke.

    Sie scheinen unter einem Boo­leschen Oper­a­tor etwas anderes zu ver­ste­hen als ich.

    Antworten
  16. Elias

    Ich — als rein­er Sprach­be­nutzer ohne wis­senschaftlichen Hin­ter­grund — habe das “because rea­sons” aus englis­chen Tex­ten wegen sein­er grum­melig-prag­ma­tis­chen Kürze (und dem zwinkern­den Auges aus­ge­drück­ten Miss­fall­en, das darin deut­lich fühlbar mitschwingt) sofort geliebt und war mir bis eben gar nicht im Klaren darüber, dass es sich beina­he um eine neue Wor­tart han­delt. Dafür habe ich ver­sucht, diese mir so sym­pa­this­che Aus­druck­sweise ins Deutsche zu über­tra­gen — allerd­ings bin ich wohl zu alt und erschöpft, neue Sprache zu schöpfen, und so schrob ich nicht allzu wörtlich dieses “weil Gründe”, son­dern ein meinem verdör­rten Wort­brun­nen bess­er her­aus­pump­bares “aus Grün­den”. Dies gern auch als immer wieder ein­mal als einen “Satz”, etwa in “S/M ist meine Abk. für ’social media’. Aus Gründen.”…

    Und ja, das Vor­bild für meine Aus­druck­sweise ist “because rea­sons”, es han­delte sich in meinem Fall um eine bewusste Kopie.

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  17. Jan

    Auch ich bin kein Sprach­wis­senschaftler aber ich sehe es ähn­lich wie David.
    Abge­se­hen von “weil Gründe” sind so Sachen wie “weil krank” oder “weil müde” ein­fach Verkürzun­gen. Die, so wie ich das sehe, eine Weit­ere Form der der Abkürzun­gen sind. Das ist ja doch recht pop­ulär, sei es weil schreib­faul 😉 oder sei es tech­nisch bed­ingt wie bei Twit­ter. Bevor ich schreibe: “Ich ging heute nicht in die Schule, weil ich mir eine starke Erkäl­tung einge­fan­gen habe.” kann ich auch schreiben “Heute nicht in Schule weil krank.” Der Infor­ma­tion­s­ge­halt ist annäh­ernd gle­ich, mit der ca. der Hälfte der Zeichen.
    Ich denke das ist der Haupt­grund warum sich das etabliert hat, wobei es sich­er auch eine Kor­re­la­tion mit dem Englis­chen gibt. Aber auch dort ist z.B. Twit­ter ja ver­bre­it­et, wom­it man da mal schauen müsste ab wann es diese For­mulierung häu­figer gibt und ob das unter Twit­ter­nutzern ver­bre­it­eter ist als im Rest der Bevölkerung.

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  18. taubi

    @batman: Das Gefühl, diese Kon­struk­tio­nen wären mir nicht unbekan­nt, hat­te ich beim Lesen auch.

    Ich hab meinen Eltern, aufgewach­sen Nähe Graz bzw Weiz, einige solche Sätze vorgelegt ( zB “Das hat man nicht mehr nachvol­lziehen kön­nen, weil schlecht doku­men­tiert”, “Mit der Per­son wurde sound­so umge­gan­gen, weil min­der­jährig”, “Die straße war ges­per­rt, weil Kram­pus­lauf”) — spon­tan beim Aben­dessen, ohne irgendwelche Sorgfalt — und die fraßen mich förm­lich für die Imper­ti­nenz, über­haupt in Erwä­gung zu ziehen, das kön­nte richtig sein. “Das ist nicht Deutsch” fiel mehrere Male.
    Beim 4. solchen Satz meinte mein­ten sie dann allerd­ings, es wäre “Amtssprache”, nach weit­erem Nach­fra­gen, es wäre “pseudo­ge­bildet” oder “hal­bge­bildet” und das, was sie von einem Dorf­polizis­ten erwarten wür­den, der einen Bericht über eine Schlägerei schreibt.

    …immer­hin scheint es vorzukom­men. Und dass Amtssprache in Öster­re­ich anders sein kann als in Deutsch­land erk­lärt eigentlich schon, dass es uns im Gegen­satz zu anderen hier nicht “neu” vorkommt.

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  19. Erhard Maria Steiner

    Lieber Herr Stefanowitsch,

    mit Freude lese und höre ich immer wieder an ver­schiede­nen Orten ihre Beiträge zur Sprache. Danke!
    Die ver­wor­rene Kom­plex­ität dieser Sache hier zeigt mir allerd­ings, dass es nicht angemessen ist zu ver­suchen, mit der alten akademis­chen, sowieso nicht zur deutschen Sprache passenden Gram­matik ein neues Sprach­fänomen zu “fassen”. Weil geht nicht. 🙂 Es wäre doch an der Zeit, endlich eine Gram­matik zu beschreiben, die der Sprache entspricht. Gram­matik ist ja nichts Nor­ma­tives und gener­iert vor allem nie Sprache, auch wenn die Schulen bis heute so tun, vor allem im Fremdsprachenuntericht.
    Dass Sie hier ganz außer Acht lassen, wie und wo dieses “weil” schon seit Jahren gesprochen wird, bevor es auf Twit­ter usw. freudig zum iro­nisch-intellek­tuellen, schnellen Gedanke­naus­tausch aufge­grif­f­en wurde, zeigt die Notwendigkeit ein­er neuen Gram­matik umso mehr, nicht nur für das Deutsche.
    Ihr Sprachge­fühl und dann vielle­icht auch Erk­lärungsmuster wür­den sich schnell ändern, wenn sie zur besseren Vor­bere­itung ein­er neuen Gram­matik ein­mal ein Jahr lang z.B. in Freiburg/Weingarten mit Jugendlichen arbeit­en würden.
    Und ich jet­zt Bett weil müde und Buch wartet.

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    1. Anatol Stefanowitsch Beitragsautor

      @ Erhard Maria Stein­er: Ich weiß nicht, was Sie mit „alter“ Gram­matik meinen, aber mit der „akademis­chen“ Gram­matik lassen sich neue Sprach­phänomene selb­stver­ständlich erfassen. Dass es dabei zunächst Unsicher­heit oder abwe­ichende Mei­n­un­gen darüber gibt, wie das zu geschehen hat, liegt im Wesen der Wissenschaft.

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  20. Pingback: Umleitung: Monstren, Sprache, Krimi, Polizei, Coming-Out, Burnout, Abgang Nienhaus und noch viel mehr. | zoom

  21. Stef

    Das Stich­wort “Wegen” kam mir auch sofort in den Sinn, noch bevor ich den Kom­men­tar von Yvonne Treis gele­sen hat­te. Ich bin übri­gens keine Sprach­wis­senschaft­lerin, arbeite aber beru­flich mit Sprache, deswe­gen 😉 ver­mut­lich für diese Dinge sensibilisiert. 

    Umgangssprach­lich würde ich möglicher­weise auch sagen “Ich beende das Gespräch jet­zt wegen Arbeit”, “wegen muss noch arbeit­en” oder sog­ar “wegen weil muss arbeit­en” (Kon­ser­v­a­tive wer­den sich an dieser Stelle bes­timmt schütteln). 

    Die iro­nis­che Wen­dung “wegen weil” war übri­gens in meinem Umfeld mal eine Zeit­lang sehr pop­ulär (bin heute Mitte 30), aber wom­öglich war das ein eher isoliertes Phänomen.

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  22. Peter

    Liest denn kein­er mehr Max Frisch? Der hat dieses weil schon in den 50ern in all seinen Vari­a­tio­nen inten­siv ver­wen­det. Wenn die Amis das gle­iche Machen, ist es natür­lich etwas anderes. Weil cool oder awe­some oder so.

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  23. Sprigade

    Ich finde diese Entwick­lung sehr inter­es­sant und die lin­gustis­che Beschrei­bung gut fundiert. Ich sehe aber auch eine bish­er anscheinend nicht berück­sichtigte eventuelle Verbindung zur Aus­druck­sweise türkisch­er Jugendlich­er im Deutschen, die diese aus­drucksvollen Kon­struk­tio­nen oft zu ver­wen­den scheinen. Wie ste­ht es mit einem möglichen Ein­fluß auf die deutsche Umgangssprache, beson­ders von Jugendlichen oder vice versa?

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  24. tina

    @batman — mir kommt das auch Bay­ern auch alt­bekan­nt vor. Meine Mut­ter hat schon vor 30 Jahren ewige wieso-Fra­gen mit “weil halt” und Bettgeh-Diskus­sio­nen mit “weil Schule” abgeschmettert. Ich hab so eine dumpfe Erin­nerung an Karl Valentin und Kot­tan ermit­telt im Kopf, das würde auch zur These “veräp­pelte Amtssprache” passen.

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  25. Christoph Päper

    Ich habe die zahlre­ichen Kom­mentare nur über­flo­gen und durch­sucht, nicht gele­sen, aber es scheint ein Aspekt ger­ade zu weil Gründe zu fehlen, obwohl von „T30“ angedeutet: In com­put­er­af­finen Foren aller Art gibt es schon lange das Phänomen der Pseudovari­ablen. Dazu bedi­ent man sich der Syn­tax ein­er im Kon­text hin­re­ichend bekan­nten Pro­gram­mier­sprache, um ein Wort oder eine Wort­gruppe als zu fül­lende bzw. an impliziter oder hypo­thetis­ch­er Stelle deklar­i­erte Vari­able zu kennze­ich­nen. Das sieht dann bspw. so aus: Ich banne dich, weil $gute­Gru­ende. Das ist so wegen &Bla;.

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  26. Tatjana Scheffler

    Würde das gern nochmal auf­greifen. Was mich bei meinen Kindern irri­tiert, ist die Ver­wen­dung von ‘wegen’ als Kon­junk­tion (wo eigentlich ‘weil-V2’ bzw. ‘denn’ hinge­hört): “… wegen er hat keine Zeit”. Sie scheint sehr weit ver­bre­it­et zu sein. Wenn ‘weil’ jet­zt eine Prä­po­si­tion wird, wird ‘wegen’ die Kon­junk­tion? Oder näh­ern sie sich nur bei­de an? Und warum zum Teufel brauchen wir _noch mehr_ Kausalkonnektoren…

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