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Pluralis avaritiae

Vor dem Landgericht Hildeshiem wurde heute der trau­rige Fall von drei Lot­tospiel­ern ver­han­delt, die jahre­lang gemein­sam in ein­er Tippge­mein­schaft waren. In ein­er Son­derziehung hat­ten sie dann im let­zten Jahr 1,7 Mil­lio­nen Euro gewon­nen. Statt den Gewinn zu teilen, behaupteten dann aber zwei der Spiel­er, der dritte habe just an diesem Spiel nicht teilgenom­men.

Der dritte, der zu dem Zeit­punkt der Ziehung im Urlaub war, verk­lagte seine bei­den Mit­spiel­er daraufhin. Er habe den Kol­le­gen seinen Anteil an den Kosten für das Tipp­spiel vor seinem Urlaub gegeben und müsse deshalb auch am Gewinn beteiligt wer­den.

Wie ich vorhin im Radio gehört habe, führte er als Beweis für seine Sichtweise unter anderem an, dass ihn ein­er der Angeklagten im Urlaub angerufen habe und fol­gen­den Satz gesagt habe: „Wir haben gewon­nen, Sechser mit Zusatz­zahl“.

Und hier wird der Fall lin­guis­tisch inter­es­sant. Für den Kläger ist das Tele­fonge­spräch ein klar­er Hin­weis darauf, dass er mit den bei­den anderen am Spiel beteiligt gewe­sen sei. Weit­er­lesen