Analogiefalle

Von Anatol Stefanowitsch

Die Ver­wen­dung von Meta­phern und Analo­gien im Fachunter­richt ist seit vie­len Jahren ein beliebtes Staat­sex­a­m­en­sthe­ma bei meinen Studieren­den und es ist ein inter­es­santes und lohnen­des Forschungs­ge­bi­et. Das Kern­prob­lem lässt sich aber ein­fach zusammenfassen:

Die Raumzeit kann man sich als ein einfaches und vertrautes System vorstellen, das sowohl leicht verständlich ist, als auch eine perfekte Analogie darstellt; und wenn ich Richard Feynman wäre, wüsste ich, um welches System es sich dabei handelt.

Die Raumzeit kann man sich als ein ein­fach­es und ver­trautes Sys­tem vorstellen, das sowohl leicht ver­ständlich ist, als auch eine per­fek­te Analo­gie darstellt; und wenn ich Richard Feyn­man wäre, wüsste ich, um welch­es Sys­tem es sich dabei handelt.

© 2011, xkcd
(Deutsche Bear­beitung © 2011, Ana­tol Stefanowitsch).
Sowohl das Orig­i­nal als auch die deutsche Bear­beitung ste­hen unter der Creative-Commons-BY-NC‑2.5‑Lizenz.

[Nach­trag (13. Mai 2011): Der Quan­ten­mechaniker wirft nun einen wis­senschaftlichen Blick auf die Gum­mi­tuch-Analo­gie und zeigt, wo sie passt und wo nicht. Er nimmt außer­dem Vorschläge für eine bessere Analo­gie entgegen!]

[Dieser Beitrag erschien ursprünglich im alten Sprachlog auf den SciLogs. Die hier erschienene Ver­sion enthält möglicher­weise Kor­rek­turen und Aktu­al­isierun­gen. Auch die Kom­mentare wur­den möglicher­weise nicht voll­ständig übernommen.]

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Über Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch ist Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich derzeit mit diskriminierender Sprache, Sprachpolitik und dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Sein aktuelles Buch „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“ ist 2018 im Dudenverlag erschienen.