Grammatik-Duden zu verschenken!

Kür­zlich habe ich die neuste Auflage des Duden 4 (“Die Gram­matik”) geschenkt bekom­men. Damit habe ich jet­zt zwei Gram­matik­du­den. Und keinen Platz im Regal. Da ich sowieso nie hin­sitzen und die Unter­schiede ver­gle­ichen werde, habe ich beschlossen, mich von der let­zten Auflage (das ist die 7., also schon nach der Kom­plet­tüber­ar­beitung) zu tren­nen. Und da auch diese ein Geschenk war – warum nicht weit­er­ver­schenken?

Ein Wort der War­nung: Der Gram­matik­du­den ist schwere Kost und eigentlich nicht für Laien geeignet. (Er ist auch im wörtlichen Sinne schw­er … *puh*) Ich würde ihn daher gerne in treue Hände abgeben, die die Ver­ant­wor­tung zu schätzen wis­sen.

Wer gram­matik­lieb ist und ein staubfreies Regal mit fre­undlichen Büch­ern hat, kön­nte schon bald mit der Vor­mund­schaft für Auflage 7 betraut wer­den. Bess­er als bei mir geht es ihm bei Euch sich­er:

8 vs. 7

Inter­esse ein­fach in den Kom­mentaren bekun­den!

8 Gedanken zu „Grammatik-Duden zu verschenken!

  1. zed

    Ich hätte ja Inter­esse daran. Zum einen um neben dem “Guten und Richtigem Deutsch” auch eine richtige Gram­matik am Start zu haben und zum Anderen, um meine Grund­studi­umsken­nt­nise ein biss­chen aufzufrischen.

  2. Am Fenster

    Ich bewerbe mich auch um die Vor­mund­schaft, weil ich es bis heute nicht ver­wun­den habe, dass der Duden-Ver­lag mit der Neubear­beitung daherkam, kurz _nachdem_ ich mich nach langem Hin und Her endlich zum Kauf ein­er Duden-Gram­matik durchgerun­gen hat­te.

  3. suz

    Ich muss mich auch um die Adop­tion bewer­ben, weil ich let­ztens erneut auf­grund mein­er ale­man­nis­chen Mut­ter­sprache und der daraus fol­gen­den Tat­sache, dass Duden­deutsch nicht meine Mut­ter­sprache ist, in Ham­burg bei “fälschlichem” Gebrauch von “wie” und “als” diskri­m­iniert wurde. Buhuu!

  4. Achim

    Hal­lo,

    das hier

    Da ich sowieso nie hin­sitzen und die Unter­schiede ver­gle­ichen werde

    ist auch sehr schön gelun­gen. Wieso sind Ver­ben wie mich hin­set­zen in vie­len Dialek­ten eigentlich intran­si­tiv?

    Gruß,
    Achim

  5. Kristin Beitragsautor

    Oh, das sind zwei ver­schiedene Ver­ben:

    1) (hin)sitzen
    2) (hin)setzen

    sitzen ist intran­si­tiv, also ich sitze. set­zen ist tran­si­tiv, also ich set­ze mich oder ich set­ze das Kind auf den Stuhl.

    Bei­de Ver­ben gehen auf einen gemein­samen Stamm zurück. sitzen ist ein starkes Verb und war zuerst da. set­zen ist ein schwach­es Verb und wurde von sitzen abgeleit­et. Es ist ein soge­nan­ntes Kausativum, d.h. set­zen war von der Bedeu­tung her ursprünglich ‘jeman­den sitzen machen’, ‘verur­sachen, dass jemand sitzt’ (auch heute meist noch so).

    *mich hin­sitzen gibt es meines Wis­sens auch dialek­tal nicht, weil sitzen intran­si­tiv ist, also kein Objekt nehmen kann.

    Ich hätte also alter­na­tiv nur schreiben kön­nen Da ich mich sowieso nie hin­set­zen und die Unter­schiede ver­gle­ichen werde ….

    Dass die kausative Bedeu­tung nicht mehr so hun­dert­prozentig vorhan­den ist, merkt man daran, dass Bil­dun­gen wie hin­sitzen möglich sind — das ist ja ein Vor­gang, in dessen Ver­lauf man in den Zus­tand des Sitzens kommt, aber an für sich kein Zus­tand.
    Lei­der weiß ich nicht, wann die Form gebildet wurde, aber im Grimm­schen Wörter­buch ste­ht sie z.B. drin.

    Sehr gute Anre­gung übri­gens, diese Kausati­va sind eine span­nende Geschichte, über die ich bes­timmt bald mal was schreiben werde.

    Liebe Grüße,
    Kristin.

  6. Achim

    Hal­lo Kristin,

    was ich eigentlich meinte: hin­sitzen ist eine sehr regionale Geschichte, wir Fis­chköpfe kön­nen das gar nicht sagen, wir set­zen uns hin. Während ich es von schwäbis­chen Mut­ter­sprach­lern sehr oft gehört habe…

    Gruß,
    Achim

  7. Kristin Beitragsautor

    Hmhm, inter­es­sant. Dialek­tal gibt es im Süden sitzen und set­zen oft nicht, bei­des wird dann mit einem Wort (z.B. hock­en) beze­ich­net. Vielle­icht ist es uns deshalb egal, dass hin­sitzen seman­tisch ein bißchen komisch ist? Das ist jet­zt aber ganz, ganz wild spekuliert.

  8. suz

    Ich kenne das aber auch von zu Hause, wenn wir “Stan­dard­sprache” sprechen (woll­ten). Da war auch von hin­sitzen (“Sitz dich hie!”) die Rede. Zumin­d­est klingt das für mich nicht unakzept­abel.

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