Grammatik-Duden zu verschenken!

Von Kristin Kopf

Kür­zlich habe ich die neuste Auflage des Duden 4 (“Die Gram­matik”) geschenkt bekom­men. Damit habe ich jet­zt zwei Gram­matik­du­den. Und keinen Platz im Regal. Da ich sowieso nie hin­sitzen und die Unter­schiede ver­gle­ichen werde, habe ich beschlossen, mich von der let­zten Auflage (das ist die 7., also schon nach der Kom­plet­tüber­ar­beitung) zu tren­nen. Und da auch diese ein Geschenk war – warum nicht weiterverschenken?

Ein Wort der War­nung: Der Gram­matik­du­den ist schwere Kost und eigentlich nicht für Laien geeignet. (Er ist auch im wörtlichen Sinne schw­er … *puh*) Ich würde ihn daher gerne in treue Hände abgeben, die die Ver­ant­wor­tung zu schätzen wissen.

Wer gram­matik­lieb ist und ein staubfreies Regal mit fre­undlichen Büch­ern hat, kön­nte schon bald mit der Vor­mund­schaft für Auflage 7 betraut wer­den. Bess­er als bei mir geht es ihm bei Euch sicher:

8 vs. 7

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8 Gedanken zu „Grammatik-Duden zu verschenken!

  1. zed

    Ich hätte ja Inter­esse daran. Zum einen um neben dem “Guten und Richtigem Deutsch” auch eine richtige Gram­matik am Start zu haben und zum Anderen, um meine Grund­studi­umsken­nt­nise ein biss­chen aufzufrischen.

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  2. Am Fenster

    Ich bewerbe mich auch um die Vor­mund­schaft, weil ich es bis heute nicht ver­wun­den habe, dass der Duden-Ver­lag mit der Neubear­beitung daherkam, kurz _nachdem_ ich mich nach langem Hin und Her endlich zum Kauf ein­er Duden-Gram­matik durchgerun­gen hatte.

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  3. suz

    Ich muss mich auch um die Adop­tion bewer­ben, weil ich let­ztens erneut auf­grund mein­er ale­man­nis­chen Mut­ter­sprache und der daraus fol­gen­den Tat­sache, dass Duden­deutsch nicht meine Mut­ter­sprache ist, in Ham­burg bei “fälschlichem” Gebrauch von “wie” und “als” diskri­m­iniert wurde. Buhuu!

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  4. Achim

    Hal­lo,

    das hier

    Da ich sowieso nie hin­sitzen und die Unter­schiede ver­gle­ichen werde 

    ist auch sehr schön gelun­gen. Wieso sind Ver­ben wie mich hin­set­zen in vie­len Dialek­ten eigentlich intransitiv?

    Gruß,
    Achim

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    1. Kristin Beitragsautor

      Oh, das sind zwei ver­schiedene Verben:

      1) (hin)sitzen
      2) (hin)setzen

      sitzen ist intran­si­tiv, also ich sitze. set­zen ist tran­si­tiv, also ich set­ze mich oder ich set­ze das Kind auf den Stuhl.

      Bei­de Ver­ben gehen auf einen gemein­samen Stamm zurück. sitzen ist ein starkes Verb und war zuerst da. set­zen ist ein schwach­es Verb und wurde von sitzen abgeleit­et. Es ist ein soge­nan­ntes Kausativum, d.h. set­zen war von der Bedeu­tung her ursprünglich ‘jeman­den sitzen machen’, ‘verur­sachen, dass jemand sitzt’ (auch heute meist noch so).

      *mich hin­sitzen gibt es meines Wis­sens auch dialek­tal nicht, weil sitzen intran­si­tiv ist, also kein Objekt nehmen kann.

      Ich hätte also alter­na­tiv nur schreiben kön­nen Da ich mich sowieso nie hin­set­zen und die Unter­schiede ver­gle­ichen werde ….

      Dass die kausative Bedeu­tung nicht mehr so hun­dert­prozentig vorhan­den ist, merkt man daran, dass Bil­dun­gen wie hin­sitzen möglich sind — das ist ja ein Vor­gang, in dessen Ver­lauf man in den Zus­tand des Sitzens kommt, aber an für sich kein Zustand.
      Lei­der weiß ich nicht, wann die Form gebildet wurde, aber im Grimm­schen Wörter­buch ste­ht sie z.B. drin.

      Sehr gute Anre­gung übri­gens, diese Kausati­va sind eine span­nende Geschichte, über die ich bes­timmt bald mal was schreiben werde.

      Liebe Grüße,
      Kristin.

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      1. Achim

        Hal­lo Kristin,

        was ich eigentlich meinte: hin­sitzen ist eine sehr regionale Geschichte, wir Fis­chköpfe kön­nen das gar nicht sagen, wir set­zen uns hin. Während ich es von schwäbis­chen Mut­ter­sprach­lern sehr oft gehört habe…

        Gruß,
        Achim

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        1. Kristin Beitragsautor

          Hmhm, inter­es­sant. Dialek­tal gibt es im Süden sitzen und set­zen oft nicht, bei­des wird dann mit einem Wort (z.B. hock­en) beze­ich­net. Vielle­icht ist es uns deshalb egal, dass hin­sitzen seman­tisch ein bißchen komisch ist? Das ist jet­zt aber ganz, ganz wild spekuliert.

        2. suz

          Ich kenne das aber auch von zu Hause, wenn wir “Stan­dard­sprache” sprechen (woll­ten). Da war auch von hin­sitzen (“Sitz dich hie!”) die Rede. Zumin­d­est klingt das für mich nicht unakzeptabel.

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