Blogspektrogramm 49/2013

In der Ruhe vor dem Anglizis­mus-Sturm, zu dem wir ab der kom­menden Woche über­leit­en wer­den, hier noch ein paar span­nende, aus­gewählte Links zu pho­nol­o­gis­chem Wan­del, Zahlwort­sys­te­men und dem unheil­vollen (?) Ein­fluss des Inter­nets auf Sprachen­vielfalt.

  • Unter „Dude, where’s my accent“ liefert der PORTLAND MONTHLY ein Meis­ter­stück eines fundierten, aber ver­ständlichen Ein­blicks in Laut­wan­del — heute und damals.
  • Wer sich für Zahlsys­teme inter­essiert und sich von ein­er vielle­icht etwas kom­plex­eren Darstel­lung her­aus­ge­fordert fühlt: in GEOCURRENTS geht’s um weltweite Unter­schiede in Zahlsys­te­men.
  • Killt das Inter­net Sprache(n)? Eine Studie in PLOS ONE beschäftigt sich mit der Frage, wie viele der über 7.000 Sprachen der Welt auch online präsent sind. Ergeb­nis: nur 5% der Sprachen weltweit sind „online“. Darüber berichtet die WASHINGTON POST (Orig­i­nal­studie hier). Abge­se­hen von ein­er unglück­lichen Ver­wirrung von Ursache und Wirkung scheint das Prob­lem, noch bevor ich die Studie gele­sen habe: die Sprachen­vielfalt der Welt set­zt sich in über­wälti­gen­der Mehrheit aus Sprachen zusam­men, die kaum eine oder meist gar keine Ver­schrif­tung haben und/oder nur in sehr kleinen Sprachge­mein­schaften gesprochen wer­den — und somit über­haupt nicht online vertreten sein kön­nen.
  • Im SPRACHSTAND machen sich Juliana Goschler und Ana­tol Ste­fanow­itsch noch mal Gedanken zum Jugend­wort des Jahres, babo — und welche Reise das Wort (wirk­lich) genom­men haben kön­nte.
  • Ressource der Woche: Unser AdJ-Jurykol­lege Michael Mann vom LEXIKOGRAPHIEBLOG trägt in ein­er neuen Rubrik Sprachat­lanten und Namen­skarten zusam­men.
  • Auf DER FREITAG gibt’s ein annotiertes Anglizis­mus-ABC.

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