Blogspektrogramm 8/2014

Sonne, Sonne, Sonne! Das Spek­tro­gramm hat heute nur vier Links, damit noch Zeit bleibt, rauszuge­hen. Dies­mal gehts um Anti­semitismus, Ety­molo­gie, Sprachen­poli­tik und amerikanis­che Dialek­te:

  • Mit der JÜDISCHEN  ALLGEMEINEN spricht die Lin­guistin Moni­ka Schwarz-Friesel über ihr Forschung­spro­jekt zu anti­semi­tis­chen Has­s­briefen: »Der Juden­hass ist Teil des kul­turellen Codes viel­er Men­schen und gehört seit Jahrhun­derten unge­brochen zum kom­mu­nika­tiv­en Gedächt­nis der abendländis­chen Gesellschaft. Dage­gen helfen oft wed­er Bil­dung noch Intel­li­genz.«
  • DR. BOPP erk­lärt, woher das Adjek­tiv fer­tig kommt: »… beim Wort fer­tig ist tat­säch­lich die Endung ig zu erken­nen, mit der häu­fig Adjek­tive gebildet wer­den. Zum Beispiel: ehrgeizig, bär­tig, rutschig, abhängig, faulig, sofor­tig. Im Gegen­satz zu Ehrgeiz, Bart, rutschen, abhän­gen, faul und sofort gibt es das Grund­wort fert aber nicht – oder bess­er gesagt: nicht mehr.«
  • In Alas­ka wird ein Geset­ze­sen­twurf disku­tiert, der 20 native Sprachen Alaskas zu offiziellen Sprachen des Bun­desstaates machen soll, berichtet KTOO: »“I see dying lan­guages and esca­lat­ing sui­cide rates, and think, how can those things not be con­nect­ed? I see the end result of cul­tur­al geno­cide, and think, how can we just decide to accept this?” he said. “There is no mag­ic solu­tion for lan­guage loss. But there is the promise of uni­ty and rec­og­niz­ing that solu­tions exist.”« (Via @linguisten)
  • Das Dialek­tquiz fürs amerikanis­che Eglisch der NY Times (hier) hat schon vor ein­er ganzen Weile die Runde gemacht – aber woher stam­men eigentlich die Dat­en dazu? HERE & NOW führt ein Inter­view mit dem Lin­guis­ten Bert Vaux. (Via Lan­guage Log)

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