Blogspektrogramm 17/2014

Die schlechte Nachricht zuerst: Leg­en Sie mal wieder alles weg, was Sie sich für heute vorgenom­men haben. Die Gute: Sie erhal­ten infor­ma­tives, nachgedacht­es, physikalis­ches und mythoesques Unter­hal­tungs­ma­te­r­i­al vom Fein­sten. Und heute dür­fen Sie auch Fra­gen stellen. Voilà:

  • O, o, o—wir wis­sen, was kommt. Da entwick­elt Lann Horschei­dt von der HU Berlin einen Leit­faden zu antidiskri­m­inieren­der Sprache, hier im Inter­view mit SPIEGEL ONLINE, und das macht man dra– wollen Sie das wirk­lich lesen? Man kann dazu ste­hen, wie man möchte, aber bevor Sie sich dazu auf­stellen, machen Sie sich bewusst, dass der Leit­faden Bewusst­sein schaf­fen soll, keine Vorschriften.
  • Ok, einen Link zur Illustration—der FOCUS titelt: „Sprach-Experten lachen über ‚Mitar­bei­ta‘ und ‚Doc­toxs‘”. Öh, nein. Denn der zu Wort kom­mende Sprachex­perte ist Lud­wig Eichinger und der macht sich alles andere als lustig.
  • Radio-Tipp: Mar­tin Haspel­math ist am 30. April ab 16.05 bei SWR2 Impuls zu hören und beant­wortet Fra­gen rund um Sprache. Der Clou: Er beant­wortet Ihre Fra­gen, die Sie hier ein­re­ichen kön­nen.
  • Bei DIVERSITY LINGUISTIC COMMENT geht’s um mögliche Uni­ver­salien in Sprachen, näm­lich den sprach­lichen Aus­drück­en für Uhrzeit­en, die rel­a­tiv sta­bilen Mustern fol­gen. (Nachteil: es wer­den kaum Sprachen erwäh­nt, und wenn, dann nur Sprachen, die miteinan­der ver­wandt sind oder sich (zeitnahme-)kulturell oder geografisch nahe sind. Kor­re­la­tio­nen sind dann ein­fach erk­lär­bar.)
  • Um Fach­sprache vs. All­t­agssprache geht’s bei Markus Pös­sel im SciLog RELATIV EINFACH.
  • Myth­bust­ing, Teil I: Dei Lgened dse Bchus­btab­nslasts? Bei Bild­Blog.
  • Myth­bust­ing, Teil II: Falsche Annah­men über Lin­guis­tik wer­den bei ALL THINGS LINGUISTIC auseinan­dergenom­men. Stel­len­weise vielle­icht etwas naiv-basal, aber wer noch nicht regelmäßig das Sprachlog liest, find­et den ein oder anderen Aha-Effekt.

2 Gedanken zu „Blogspektrogramm 17/2014

  1. Schattenkruemmer

    Ich wun­dere mich immer, warum aus­gerech­net von Sprachwissenschaftler/innen vol­lkom­men unaussprech­liche Beze­ich­nun­gen einge­führt wer­den. Um “Pro­fessx” richtig auszus­prechen, braucht man eine Anleitung, denn von selb­st käme man nie auf die Idee, dass da noch ein i hineinge­hört (und selb­st dann klingt es kün­stlich und kon­stru­iert). Den Zugang zu den ein­fachen Men­schen hat man sich damit schon ver­schlossen, übrig bleibt, wie immer, der akademis­che Elfen­bein­turm. Warum darf gen­derg­erechte Sprache nicht sexy sein?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .