Blogspektrogramm 28/2014

Heute gibt’s im Spek­tro­gramm kluge Worte zu Mehrsprachigkeit, eine Studie zu Vorurteilen, einen lan­gen Text über ein kurzes Wort und zum Abschluss automa­tis­che Sprach­spiel­ereien. Einen schö­nen Son­ntag aller­seits!

  • Die Wiener Sprach­wis­senschaft­lerin Bir­git­ta Busch spricht mit dem STANDARD über Mehrsprachigkeit in Öster­re­ich, beson­ders in Bezug auf die Schule: »[…] Deutsch ler­nen und eine Fam­i­lien­sprache aus­bauen ste­hen in keinem Konkur­ren­zver­hält­nis zueinan­der, ganz im Gegen­teil. Manch­mal geben Eltern nicht an, dass ihre Kinder noch eine andere Sprache als Deutsch beherrschen, weil sie sich vor möglich­er Diskri­m­inierung fürcht­en.« (Via @Vilinthril)
  • Wie nehmen eth­nozen­trische Men­schen fremde Akzente wahr? Auf LINGUISTICS RESEARCH DIGEST stellt Dan­niel­la Samos eine nicht über­raschende, aber schön gemachte Studie dazu vor. »While we, as lis­ten­ers, nat­u­ral­ly pick up these cues about people’s eth­nic, socioe­co­nom­ic and geo­graph­i­cal back­ground, exper­i­men­tal research has shown that lis­ten­ers can also make judge­ments on oth­ers’ intel­li­gence, warmth and even height just by lis­ten­ing to record­ed accent­ed speech.«
  • Erin­nert sich jemand an die Mel­dung, huh? sei eine uni­versell ver­wen­dete Äußerung? (Hier Hin­ter­gründe.) Auf DIVERSITY LINGUISTICS COMMENT nimmt Mark Dinge­manse vom MPI für Psy­cholin­guis­tik, einige inter­es­sante Aspek­te auf: »Prag­mat­ic typol­o­gy is a rel­a­tive­ly young field of inquiry. Its youth­ful­ness comes with cer­tain ben­e­fits —chief among them the excite­ment of new dis­cov­er­ies— but also with grow­ing pains. Here I have out­lined three of them: the mat­ter of sam­pling, the nature of data, and the chal­lenge of achiev­ing com­pa­ra­bil­i­ty.«
  • Auf MENTAL FLOSS hat Ari­ka Okrent 14 Text- und Tweet­gen­er­a­toren zusam­mengestellt, die automa­tisch  (englis­che) Gedichte oder ver­meintliche Redewen­dun­gen erzeu­gen. Mit dabei: Das Pen­tametron, das Online Dat­ing Ipsum und das Times Haiku.

Ein Gedanke zu „Blogspektrogramm 28/2014

  1. Bileam

    Auch wenn’s im Duden ste­ht: im zitierten Artikel wird kor­rekt “Sprach­wis­senschaf­terin” geschrieben, im obi­gen Artikel die in Deutsch­land gebräuch­liche Form “Sprachwissenschaft_l_erin”. Wir haben in Öster­re­ich eine Menge G’schaftlhuber (lt. Wikipedia: als umtriebige Man­ag­er oder Vere­ins­meier) und unter­schei­den deshalb Wissenschaft_ler und -innen (davon gibt’s genug, auch bei uns) von ernst zu nehmenden Wis­senschaf­terIn­nen wie Frau Prof. Busch.

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