Blogspektrogramm 16/2014

Heute ver­meldet die Zen­trale des besten Blogspek­tro­gramms der WeltTM die Ver­linkung von viel Reflex­ion­sstoff bei gerechter und weniger gerechter Sprache, Farb­palet­ten bei Emo­jis und Emoti­cons, ver­balen Kom­posi­ta und dem ersten Wet­tbe­werb­s­beitrag in schweiz­erdeutsch­er Sprache (kann Spuren von Hund enthal­ten!). Auf geht’s:

  • Dass Reflex­ion über gerechte Sprache und den eige­nen Sprachge­brauch kein „Luxu­s­prob­lem“ von Sprachwissenschaftler/innen ist, zeigt der Physik­er Mar­tin Bäk­er, der auf seinem Wis­senschafts­blog HIER WOHNEN DRACHEN Prob­leme, aber auch Ziele sehr aus­führlich reflek­tiert, und mit den Worten begin­nt: „Es ist schon faszinierend: Ich kann Artikel schreiben, die sich mit den Kom­p­lika­tio­nen der Raumzeitkrüm­mung oder mit dem Ursprung der Blütenpflanzen befassen – aber wenn ich darin generell weib­liche For­men benutze (…), dann gibt es jede Menge Kom­mentare dazu, mit so schö­nen Worten wie “Scheiß­gen­dern”, “Erziehung durch Sprache “1984″, oder so unglaublich tollen Wort­spie­len wie “Raumzeitin” (slow clap).“ (Derzeit so unge­fähr 270 Kom­mentare).
  • Sprache kann nicht nur auf der Ebene des Ras­sis­mus oder des Sex­is­mus prob­lema­tisch und diskri­m­inierend sein, son­dern auch mit Aus­drück­en wie Spasti oder behin­dert. Dazu befragt die AKTION MENSCH die Lin­guistin Nora Sties.
  • Dass Emoti­cons und Emo­jis die Sprache nicht bedro­hen, son­dern zusät­zliche Kom­mu­nika­tion­saspek­te bedi­enen (hier eine aktuelle Über­sicht mit vie­len Links; Englisch), ist für Sprachlogleser/innen nichts neues. Ana­tol war gestern dazu auch bei RADIO FRITZ zu hören —zu Emo­jis und Emoti­cons, dies­mal aber mit nicht weniger inter­es­san­ten Beobach­tun­gen und Kom­mentaren zu deren Farb­spek­trum.
  • Wie wer­den heute Hunde genan­nt? Has­so und Wal­di heißen heute eher Luna und Ben. Damaris Nübling von der Uni Mainz dazu und was das auch über ihre Besitzer/innen und unsere Gesellschaft aus­sagt im SRF1-Inter­view (Deutsch/Schwyzerdütsch).
  • Unter­richtet im Som­merse­mes­ter wer Mor­pholo­gie und braucht noch ein The­ma für eine span­nende Gruppe von Neol­o­gis­men? Kom­posi­ta wie to rage quit, to stress cook oder to hum­ble brag wollen doch bes­timmt mal kor­puslin­guis­tisch unter­sucht wer­den. Lesen Sie dazu zunächst den Beitrag von Chi Luu im Blog von JSTOR (Englisch).

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