Blogspektrogramm 33/2015

Woher kom­men Spi­one? Was haben Fam­i­lie Sauerteig und Fam­i­lie Beck­er mit Lin­guis­tik zu tun? Welche amerikanis­chen Schimpfwörter tre­f­fen wo beson­ders? Was passiert eigentlich sprach­lich bei den Min­ions? Und wie schreibt man Zeitungsar­tikel, die pursten Unsinn über Frauen und Sprache verzapfen? Alle Antworten gibt’s in unserem heuti­gen Spek­tro­gramm:

  • DR. BOPP stellt sich die Frage, woher eigentlich das Wort Spi­on stammt, und ent­deckt, dass bei sein­er Entste­hung wohl Worts­pi­onage im Spiel war: »Weil das Aus­pi­onieren und das Fan­gen oder eben Nicht­fan­gen von Spi­o­nen in Deutsch­land ger­ade wieder ein­mal aktuell ist, habe ich mich gefragt, woher das Wort Spi­on eigentlich kommt. Es ist ein Wort, das – gar nicht so unpassend – in sein­er Geschichte die Sprach­gren­zen mehr als ein­mal über­schrit­ten hat.«
  • Das KULTURRADIO hat diese Woche kurz in einem Inter­view das Dig­i­tale Fam­i­li­en­na­men­wörter­buch Deutsch­lands vorgestellt (run­ter­scrollen bis »Online-Lexikon sämtlich­er Fam­i­li­en­na­men in Deutsch­land«), das derzeit entste­ht. Wer schon ein­mal in den ersten Wörter­buchar­tikeln blät­tern will, wird hier fündig.
  • Wie (be)schimpft man in den USA? Twit­ter liefert wun­der­bare Dat­en dazu, wie der GUARDIAN beschreibt: »Call­ing some­one an “ass­hole” in Geor­gia or Alaba­ma might upset some peo­ple, but in these states, it’s appar­ent­ly fine to use “bitch”, “damn” or “shit” to express every­day frus­tra­tion.«
  • Sprechen die Min­ions eigentlich eine Sprache? Car­o­line Zola ist dem für LEXICON VALLEY nachge­gan­gen: »[W]hile some peo­ple do cre­ate com­plex lin­guis­tic sys­tems for made-up char­ac­ters (Na’vi for Avatar, Dothra­ki for Game of Thrones, Klin­gon for Star Trek, and Elvish for Lord of the Rings), it’s tough to call Min­ionese a true lan­guage. It’s more a com­bi­na­tion of cute and vague­ly rec­og­niz­able sounds strung togeth­er and deliv­ered with such mean­ing­ful inflec­tion that they get the mes­sage across.«
  • Deb­o­rah Cameron von LANGUAGE: A FEMINIST GUIDE haben wir hier schon gele­gentlich ver­linkt — in let­zter Zeit plagt sie sich mit Artikeln herum, die Frauen »Ratschläge« dazu geben, wie sie sprechen sollen. Daraus hat sie nun die ulti­ma­tive Anleitung für Bull­shi­tar­tikel zum The­ma des­til­liert: »You can estab­lish that the thing is a real thing by using anec­da­ta and exploit­ing con­fir­ma­tion bias. ‘Have you noticed that thing women do?’ you might begin. If the thing is already a cliché, like uptalk, then you’ll imme­di­ate­ly have them nod­ding; if it’s not then they prob­a­bly won’t have noticed it, but many of them will think that’s only because they’re not as obser­vant or as keen­ly attuned to the zeit­geist as you are. Either way, you’re prim­ing them to accept your premise. Then you can fol­low up with a tedious anec­dote involv­ing some every­day sce­nario your read­er can relate to.«

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