Tag-Archive: generisches Maskulinum

Geschlechtergerechte Sprache und Lebensentscheidungen

Das sogenannte „generische“ Maskulinum und die Tatsache, dass es nicht wirklich generisch ist, haben wir im Sprachlog ja schon des Öfteren diskutiert. Eine interessante neue Studie bietet einen Anlass dazu, das Thema wieder einmal aufzugreifen. Im Deutschen hat jedes Substantiv ein grammatisches Geschlecht: Maskulinum (z.B. der Stuhl, der Dill), Femininum (z.B. die Bank, die Petersilie) […]

Konventionalisierte Studierende

Nun sind, was gerechte Sprache angeht, die Universitäten natürlich ein vergleichsweise harmonisches Idyll — in offiziellen Dokumenten, auf Webseiten, in Rundschreiben, E-Mails und Protokollen werden fast ausschließlich gerechte Formulierungen verwendet, die Mitarbeiter/innen werden entgegen landläufiger Meinung dazu aber nicht verpflichtet (und auch nicht die Studierenden) und eigentlich ist das alles sehr normal und im täglichen […]

Warum der Plural kein Femininum ist

In unserem Lektüretipp vom Dienstag ging es unter anderem um einen Beitrag, in dem der Sprachwissenschaftler André Meinunger die eigenwillige These vertritt, dass das generische Maskulinum1 keine Ungerechtigkeit gegenüber Frauen darstelle, da ihm im Plural ein generisches Femininum gegenüber stehe. Der Kern seiner Argumentation geht so: Das Deutsche ist so gerecht und frauenfreundlich, wie es mehr […]

Sprachliche Mengenlehre für Anfänger

Als erste Universität Deutschlands hat die Universität Leipzig das generische Femininum eingeführt: Amts– und Funktions­bezeichnungen werden in Zukunft grundsätzlich in der weiblichen Form genannt (Rektorin, Professorin, Studentin, …), eine Fußnote weist darauf hin, dass Männer mit gemeint sind. Die Entscheidung stößt offenbar einige Professoren1 so sehr vor den Kopf, dass sie alle Logik aufgeben: kein […]