Schlagwort-Archive: Pirahã

Graf Zahl bei XKCD

Der aktuelle XKCD mit Graf Zahl:

Eins! Ah ah ah … Zwei! Ah ah ah … … viele! Ah ah ah … – Prim­i­tive Kul­turen entwick­eln Sesam­straße.”

Es gibt tat­säch­lich Sprachen, in denen es nur sehr wenige Zahlwörter gibt, die sowas wie 1, 2 und ‘viele’ (alles ab 3) bedeuten. Ich würde das allerd­ings nicht “prim­i­tiv”, son­dern extrem span­nend nen­nen. WALS, der World Atlas of Lan­guage Struc­tures, lis­tet 20 Sprachen mit solchen eingeschränk­ten (“restrict­ed”) Zahlen­sys­te­men auf: Weit­er­lesen

Freigieb- oder -gebig?

Das, worüber das ich heute schreiben will, habe ich in mein­er Schulzeit für eine reine Reclam-Eigen­heit gehal­ten. In den Reclamheften stand näm­lich immer freige­big, wo ich freigiebig erwartet hätte. Komis­ch­er Ver­lag.

Sei­ther ist mir freige­big aber auch in anderen Kon­tex­ten begeg­net, zulet­zt im Wartez­im­mer in Geo (in der Jan­u­a­raus­gabe war übri­gens auch ein Artikel über Piraha/Dan Everett drin):

Wis­senschaftler glauben, dass die Men­schen freige­biger wer­den. …

Was hat es damit auf sich? Habe ich mein ganzes Leben lang eine Form benutzt, die son­st kein­er ken­nt?
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Pirahã vs. Chomsky

Im New York­er gab es im April eine lange Reportage von John Colap­in­to: The Inter­preter.
Darin geht es um Dan Everett — einen Mis­sion­ar der zum Lin­guis­ten wurde, die Pirahã — ein Ama­zonasvolk, das nichts von der Außen­welt hält — und ihre Sprache — mit der sich Chom­sky nicht vere­in­baren lässt.
Eine angenehm les­bare Zusam­men­fas­sung!

Und noch ein Zitat von Michael Tomasel­lo:

Uni­ver­sal gram­mar was a good try, and it real­ly was not so implau­si­ble at the time it was pro­posed, but since then we have learned a lot about many dif­fer­ent lan­guages, and they sim­ply do not fit one uni­ver­sal cook­ie cut­ter.