Blogspektrogramm 21/2014

Während sich die gesamte Sprachlo­gredak­tion in diesen Minuten zu einem kon­spir­a­tiv­en Tre­f­fen zusam­men­find­et, soll es Ihnen ja auch nicht lang­weilig wer­den. Heute:

  • Jan Opiel­ka stellt im MIGAZIN die Frage, wo im deutschen Rund­funk die Akzente bleiben: „In deutschen Rund­funk- und Fernse­hanstal­ten herrscht in Punk­to Sprache kon­ser­v­a­tive Strenge – bei Sprech­ern und Mod­er­a­toren wer­den regionale und aus­ländis­che Akzente nicht zuge­lassen.“
  • Mark Liber­man vom Lan­guageL­og schreibt im GUARDIAN über Big Data und Lin­guis­tik.
  • SLATE hat eine Quo­ra-Frage aufge­grif­f­en: „How do Eng­lish speak­ers dif­fer­en­ti­ate a ‚TH‘ sound from an ‚F‘ sound?“. Marc Ettlinger von der UC Berke­ley hat geant­wortet.
  • Schrift­sprache & Sprachen in Indi­en: „In their own write“.

4 Gedanken zu „Blogspektrogramm 21/2014

  1. tr

    Eine kurze Frage: In dem Artikel zu aus­ländis­chen Akzen­ten wird eines Studie des Mannheimer Insti­tuts für Deutsche Sprache (IDS) zitiert, nach der rus­sis­che, türkische und pol­nis­che Akzente als unsym­pa­thisch emp­fun­den wer­den? Han­delt es sich dabei um eine bloße Umfrage oder eine Blinde Ver­gle­ichsstudie, bei der die Proban­den die Herun­ft des Sprech­ers nicht kan­nten? Wenn ja, wer war die Ref­eren­zs­timme (junge Frau, Alter Mann). Mir scheint fraglich, ob die Mehrheit der Bevölkerung über­haupt ver­schiedene Akzente so ohne Weit­eres richtig zuord­nen kön­nte. Außer­dem kämen mir zahlre­iche nötige Kon­troll-Vari­ablen in den Sinn (regionale Herkun­ft, Alter, Geschlecht). Falls es eine bloße Umfrage war, gibt es entsprechende Unter­suchun­gen?

  2. Susanne Flach Beitragsautor

    @tr: Gute Frage. Was ich auf die Schnelle find­en kon­nte, war diese Pressemit­teilung des IDS (Erste Seit­en der Studie hier, Link in der PM ist kaputt). Offen­bar eine Umfrage nach den Gefühlen bzw. Ein­schätzun­gen und damit wahrschein­lich über Ein­flussfak­toren wie per­sön­liche, sit­u­a­tive oder son­stige online-Fak­toren hin­weg. So direkt würde ich auch nicht behaupten, dass die Mehrheit nicht in der Lage wäre, einen Akzent richtig zuzuord­nen. Wenn Men­schen in der Form nach Akzen­ten befragt wer­den, sind sie natür­lich bee­in­flusst von beson­ders starken Aus­prä­gun­gen (die ja oft mit Stereo­typen ver­bun­den sind).

  3. Susanne Flach Beitragsautor

    Aber bei Inter­esse: hier hat Kristin was dazu geschrieben (die Studie ist hier in der FAZ aufge­grif­f­en wor­den).

  4. David Marjanović

    Der erste Artikel erwäh­nt ohne weit­er Erk­lärung, es gebe in Deutsch­land fünf Aussprachenor­men. Es ist ganz offen­sichtlich, dass es mehrere gibt, aber welche sind diese fünf?

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