Blogspektrogramm 39/2013

Von Sprachlog

Frisch für Sie gesam­melt, bietet das Sprachlog heute Ort­sna­men, Sprach­pan­scherei mit Ehe­bruch, Stim­men die Blut oder Hausar­beit fordern  und ganz viele britis­che Laute. Im LEXIKOGRAPHIEBLOG bei Michael Mann wächst das Ort­sna­men­quiz immer weit­er – dieser Tage kann man sich mit der vierten Aus­gabe vergnü­gen. Anlässlich eines nicht ganz fehler­freien englis­chen Textes von SpON über das Duden-Sprachpanscher-Nichtereignis […]

Deutsche, deutschere, deutscheste Bahn

Von Anatol Stefanowitsch

Dass deutsche Unternehmen die englis­che Sprache gerne ver­wen­den, um sich ein inter­na­tionales Image zu geben, ist nicht nur ein Triv­ialplatz, es ist sog­ar Gegen­stand sprach­wis­senschaftlich­er Forschung.1 Beson­ders die Deutsche Bahn hat das in der Ver­gan­gen­heit so aus­giebig getan, dass sie sog­ar von Lehn­wortlib­eralen wir mir dafür schon (wenn auch sehr milde) kri­tisiert wor­den ist – […]

Blogspektrogramm 23/2013

Von Sprachlog

Willkom­men zum dreiundzwanzig­sten Blogspek­tro­gramm des Jahres, dies­mal mit Son­der­berichter­stat­tung zum gener­ischen Fem­i­ninum und zum neusten (naja) Coup des VDS. Auf LAUT & LUISE äußert sich die Lin­guistin Luise Pusch in einem Inter­view anlässlich des Leipziger Sen­ats­beschlusses zum gener­ischen Fem­i­ninum in der Grun­dord­nung der Uni (wir berichteten) zum The­ma: »Ich beze­ichne das gener­ische Fem­i­ninum schon seit 30 […]

Sprachbrocken 23/2013

Von Anatol Stefanowitsch

Eine der unsym­pa­this­chsten Aktio­nen des Vere­ins Deutsche Sprache ist die alljährliche Wahl eines „Sprach­pan­sch­ers des Jahres“. Die funk­tion­iert so: 1) Der Vere­in nominiert promi­nente Per­so­n­en wegen abstrus kon­stru­iert­er sprach­lich­er Sün­den; 2) die Promi­nenz der Nominierten sorgt für eine bre­ite Berichter­stat­tung; 3) der VDS ste­ht ohne nen­nenswerte Leis­tung als Wahrer der deutschen Sprache da. Getrof­fen hat […]

Sprachbrocken 35/2012

Von Anatol Stefanowitsch

Mehrere deutsche Zeitun­gen berichteten in den let­zten Tagen übere­in­stim­mend, dass der Vere­in Deutsche Sprache den Vor­standsvor­sitzen­den der Kaufhaus­kette Karstadt, Andrew Jen­nings zum „Sprach­pan­sch­er des Jahres“ ernan­nt hat. Die Zeitun­gen stützen sich dabei auf den Bericht ein­er Presseagen­tur mit Sitz in Berlin. Wenn man den Bericht­en trauen kann, wirft man dem aus Großbri­tan­nien stam­menden Man­ag­er (verzei­hung, […]

Der Mythos vom Tal zwischen den Brüsten

Von Anatol Stefanowitsch

Vor einiger Zeit habe ich hier im Sprachlog eine Rei­he von „Sprachtipps“ von Bild.de disku­tiert, unter denen auch diese Per­le war: Busen oder Brüste – wo liegt der feine Unter­schied? Antwort: In der Mitte liegt er, genau in der Mitte. Denn der Busen ist in sein­er Ursprungs­be­deu­tung nichts anderes als das Tal zwis­chen den Brüsten. Das […]

Bei Fremdsprach-Sünden raste ich aus!

Von Anatol Stefanowitsch

Dieses Bild zeigt nicht etwa eine Bou­tique in Rom oder Mai­land, nein, es han­delt sich um ein Ladengeschäft in der Ottenser Haupt­straße im boden­ständi­gen Ham­burg. Ja, bin ich denn in Ital­ien? Speziell der deutsche Tex­til­han­del ver­sucht, sich mit dieser Sprach­pan­scherei ein welt­män­nis­ches Flair zu geben!

Von Sprachnörglern und Anglizismen: Ein Jahresrückblick

Von Anatol Stefanowitsch

Jan­u­ar. Bun­desverkehrsmin­is­ter Ram­sauer spricht für sein Min­is­teri­um ein „strik­tes Denglisch-Ver­bot“ aus. So soll zum Beispiel das Trav­el Man­age­ment wieder Reis­es­telle heißen. Warum sich die Bürg­er des Lan­des für den inter­nen Sprachge­brauch seines Min­is­teri­ums inter­essieren soll­ten, erfahren wir nicht. Feb­ru­ar. Auch die Deutsche Bahn will aber auf Ram­sauers Ini­tia­tive hin ihre Vor­liebe für englis­ches Lehngut zügeln. So […]

Affensprache

Von Anatol Stefanowitsch

Jedes Mal, wenn ich mich aus irgen­deinem Grund auf die Web­seit­en des VDS begebe (was übri­gens sehr sel­ten ist: In den bish­er fün­fzig Beiträ­gen im Sprachlog wer­den die Dort­munder Sprach­nar­ren nur vier­mal erwäh­nt, [1], [2], [3], [4]), finde ich neben der typ­is­chen sprach­pflegerischen Wirr­nis auch Kuriositäten, über die sog­ar andere Sprach­nör­gler nur den Kopf schütteln […]

Die vielstimmige Gesellschaft und ihre Feinde

Von Anatol Stefanowitsch

Der Vere­in Deutsche Sprache hat ja bekan­ntlich große Angst vor einem Ver­fall, wenn nicht sog­ar vor einem Ausster­ben, der deutschen Sprache. Seit Jahren agi­tieren die sprach­lichen Kle­ingärt­ner aus Dort­mund deshalb gegen die Ver­wen­dung von englis­chen Lehn­wörtern, zum Beispiel, indem sie regelmäßig einen Promi­nen­ten für „beson­ders bemerkenswerte Fehlleis­tun­gen im Umgang mit der deutschen Sprache“ als Sprachpanscher […]