Tag-Archive: Feldforschung

Sprachdatenrätsel: 's Gribbili un's Gripfli

Nun hatten wir es erst vorgestern von der Krippen, da geht es schon heute mit dem selben Wort in eine ganz andere Richtung: Zum Fest hat mein Vater die Weihnachtskrippe vom Speicher geholt und entstaubt — wir hatten die seit sicher 15 Jahren nicht mehr aufgestellt. Da mein Vater gelernter Elektromeister ist, besitzt unsere Krippe […]

Fremdwörter gesucht!

Vielleicht erinnert sich hier jemand noch an meine Magisterarbeit? Da ging es letztlich um Pluralbildung im Alemannischen, hat eine Menge Spaß gemacht, aber auch eine Menge Fragen aufgeworfen, denen ich damals nicht nachgehen konnte. Eine davon ist die, wie dialektal mit Fremdwörtern umgegangen wird. Nun dachte ich mir letztes Jahr im Herbst, es wäre ganz […]

[Buchtipp] Heike Wiese: Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht

Heute will ich euch  Heike Wieses »Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht« empfehlen. Viele von euch werden in den letzten Wochen in den Medien etwas zum Thema aufgeschnappt haben – im Rahmen der Buchpublikation wurde Frau Wiese oft interviewt und rezensiert. Sie forscht und schreibt  nämlich über ein Thema, bei dem die Emotionen hochkochen und manchen […]

Mini-Feldforschungsrätsel

Heute habe ich euch, frisch von meinen Exkursionen ins wilde Alemannien, zwei kleine Szenen mitgebracht. Sie spielen sich in Anbetracht der aktuellen Witterung tagtäglich tausendfach ab: Meine erste Idee war, die Gespräche ins Hochdeutsche zu übersetzten und zu erklären, was der Unterschied zum Dialekt ist, aber … vielleicht habt ihr ja Lust? Ich überlasse euch […]

[Lesetipp] Der Geschichtenerzähler

Dass Mario Vargas Llosa den Literaturnobelpreis gewonnen hat, erinnert mich prompt an meine Semester in der Komparatistik. Ich denke das Seminar hieß "Interkulturelles Erzählen", ich hielt dort mein erstes und (hoffentlich mit viel Abstand) grauenhaftestes Unireferat und ein Buch ist mir sehr, sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben: "Der Geschichtenerzähler" (span. "El Hablador") von obgenanntem Llosa. […]

Sprachliche Urlaubsgrüße aus …

Das Schplock ist im Urlaub. Ihr wisst schon, so ein Urlaub, bei dem man ein dreihundertseitiges Dossier mit Linguistiktexten zur Vorbereitung lesen darf – vom Feinsten also! Irgendeine Idee, wo? Und in welcher Stadt?

Die ideale Gewährsperson: “Steinalt und völlig ungebildet”

So, meine Magisterarbeit ist seit Montag abgegeben und die ersten Fehler hab ich auch schon drin gefunden. Ich stehe dem Schplock also wieder zur Verfügung! Ich liebe alte sprachwissenschaftliche Texte. So ungefähr 1850 bis 1910 war eine goldene Ära. Hier meine beiden Highlight-Sprachbeispiele aus Renward Brandstetters “Der Genitiv der Luzerner Mundart in Gegenwart und Vergangenheit”: […]

Ein paar badische Pluräääle …

Ich stecke bis zum Hals in Transkriptionen meiner Dialektaufnahmen – der feste Vorsatz, am 30. September damit fertig zu sein, ist den Bach hinunter, aber am 1. Oktober muss es doch endlich klappen! Daher also auch heute wieder kein richtiger Beitrag, sondern nur ein paar schöne badische Pluralformen (immer zuerst die Einzahl): ‘Hahn – Hähne’ Guller […]

Auf Feldforschung im Ur… ähm, Schwarzwald

Das Schplock leidet gerade unter meinem verstärkten Einsatz für die Magisterarbeit – ich bin für ein paar Tage im Schwarzwald und mache Dialektaufnahmen. Da ich nicht wirklich Zeit habe, an andere Dinge zu denken, erzähle ich einfach mal ein bißchen darüber. Das Ziel Ich untersuche ja die Pluralbildung im Alemannischen (bzw. in einem alemannischen Dialekt). […]

Unter einem Teppich stecken …

Kürzlich habe ich mit meinen Eltern telefoniert und wollte dabei eine Wortform im badischen Dialekt wissen. Es ging mir um das Wort Decke, das ja zwei Bedeutungen hat: Einmal die ‘Zimmerdecke’ und einmal die ‘Decke zum Zudecken’. Die Zimmerdecke heißt Deggi und in der Mehrzahl Deggine. Das ist eine spezifisch alemannische Pluralform, über die ich […]