Tag-Archive: Wort des Jahres

Wort des Jahres 2016: Postfaktisch

Wenn die Gesellschaft für Deutsche Sprache uns ihre Wörter schickt, schickt sie nicht ihre besten Wörter. Sie schicken uns Wörter, die viele Problem haben und sie bringen diese Probleme zu uns. Sie bringen wohlfeilen Unfug. Sie bringen erfundene Wörter. Es sind Wörter, die niemand kennt. Und einige, vermute ich, sind gute Wörter. Das Wort des […]

Wort des Jahres 2015: Flüchtlinge

Die Gesellschaft für deutsche Sprache versucht mit dem „Wort des Jahres“ jedes Jahr, Wörter zu präsentieren, die „das zu Ende gehende Jahr besonders gut charakterisieren“. Das gelingt nur selten: Im letzten Jahr war es das schnell verflogene Lichtgrenze, im Jahr davor das bleiern-ansgestrengte GroKo, und im Jahr davor das völlig abstruse Rettungsroutine. In diesem Jahr […]

Wort des Jahres: Lichtgrenze

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat ein Problem: Sie heißt nun einmal, nun ja, Gesellschaft für deutsche Sprache und muss deshalb ab und zu etwas zum Thema „deutsche Sprache“ sagen. Das an sich wäre ja auch noch kein Problem. Das Problem ist, dass es ganz offensichtlich bei der Gesellschaft für deutsche Sprache niemanden gibt, der […]

Weil ist faszinierend, weil Sprachwandel

Wie die Oxford English Dictionaries wählt auch die American Dialect Society jedes Jahr ein englisches Wort des Jahres. Während erstere in diesem Jahr das eher offensichtliche Selfie zum Sieger kürten, fiel die Wahl der American Dialect Society auf das zunächst befremdliche because. Geehrt wurde das Wort nicht, weil es 2013 neu entstanden oder besonders häufig […]

Blogspektrogramm 51/2013

So, kurz vor Weihnachten machen wir das informativ und schmerzlos, ganz ohne Weihnachtsduselei und mit Personalpronomen, Akzenten, Politischem und einem selfie: Auf THE LAST WORD ON NOTHING beschreibt Michelle Nijhuis, wie sie auf Wunsch ihrer Tochter beim Vorlesen vom „kleinen Hobbit“ aus Bilbo Baggins ein Mädchen gemacht hat. Dazu passend: Anatol hat vor einigen Jahren schon […]

Wort des Jahres 2013: GroKo

Wenn das Wort des Jahres verkündet wird, sind wir beim Sprachlog immer hin und her gerissen zwischen Wortwahlkollegialität und Kopfschütteln. Das Kopfschütteln gewinnt meistens. Also, jedes Mal. Nachdem man im letzten Jahr das völlig unbekannte Wort „Rettungsroutine“ zum Sieger gekürt hatte, wollte man dieses Jahr etwas nehmen, das alle kennen:

Wortwahlplaner, Teil 2

Da wir Expertinnen für Wörterwahlen sind und einen ausgeprägten Servicegedanken in die Tat umsetzen wollen, erweitern wir unseren traditionellen Wortwahlplaner um den Blick über die Grenze. Aufgrund der kulturellen Notwendigkeit („zu starker Deutschlandbezug der Urwahl“) und des durchschlagenden Erfolgs emanzipieren sich unsere Nachbarländer seit 1999 (Österreich), 2002 (Liechtenstein) und 2003 (Schweiz) auch lexikografisch mit eigenen […]

Wortwahlplaner

Jahresende ist Wortwahlsaison. Und damit Sie im Spätherbst und Frühwinter nicht den Überblick verlieren, haben wir die Kriterien der wichtigsten Wortwahlen zusammengetragen und mit aufwändigen Algorithmen die Bekanntgabe der jeweiligen Gewinnerwörter vorhergesagt:

Nicht zu retten: das Wort des Jahres

Die Gesellschaft für Deutsche Sprache hat eine sehr gemischte Nachvollziehbarkeitsbilanz, wenn es um das Wort des Jahres geht. Die Kriterien, die ein Wort zu einem Anwärter um diesen Titel machen, beschreibt die Gesellschaft so: Ausgewählt werden Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder […]