Kategoriearchive: Hinweise

Blogspektrogramm 39/2014

Erpresserbriefe, sprachliche Zukunftsvisionen, DDR-Jugendsprache, hochnotpeinliche Verhöre und, ähm, was zu uh: Auch diese Woche gibt es im Spektrogramm jede Menge Links zwischen skurril und spannend! Wie schreibt man einen anonymen Erpresserbrief? Auf jeden Fall nicht, indem man versucht, wie Nicht-MuttersprachlerInnen zu klingen. Wolfgang Krischke in der FAZ: »Richtig falsch zu schreiben erfordert also ein beträchtliches […]

Jetzt zu haben: Das kleine Etymologicum

Das Wichtigste zuerst: Ich habe ein Buch geschrieben. Das heute erscheint. Man kann es natürlich gerne unbesehen kaufen, aber man kann sich auch erst einmal von mir erzählen lassen, worum es eigentlich geht: Wenn man Sprachwissenschaft betreibt, wird man ja von Freundeskreis und Verwandten oft zur Grammatikauskunftsstelle erklärt. Wenn man historische Sprachwissenschaft betreibt, darf man […]

Blogspektrogramm 37/2014

Gestern war „Tag der Deutschen Sprache“ mit ganz vielen kleinen Pressemeldungen zu Anglizismen und einkaufen sagen statt shoppen und body bag ist eigentlich ein Leichensack (& Co). Die Herausforderung war also, aus den vielen Störfeuern die Sahneschnittchen rauszufischen. Urteilen Sie selbst: Sibylle Berg zerrupft im SPIEGEL die Argumente von Bastian Sick. Michael Mann im LEXIKOGRAPHIEBLOG mit einer kleinen […]

Blogspektrogramm 36/2014

Der Sommerpause genug! Heute beschäftigen wir uns mit Goethe, kalifornischen Akzenten, Farben und Saufen. Eine fabelhafte Sonntagfrüheröffnung, wie wir finden: Jemand hat Dr. Bopp gefragt, was es syntaktisch mit Goethes „Der Worte sind genug gewechselt. Lasst mich auch endlich Taten sehen!“ auf sich hat. Dr. Bopp hat geantwortet. Natürlich ohne Zwang: die Mehrheit der 500 größten österreichischen […]

Blogspektrogramm 35/2014

Nehmen wir Grammatikfehler wahr, wo keine sind? Ist Sächsisch viel standardnäher als gemeinhin angenommen? Und warum braucht man auf Bali einen Berg und keinen Kompass, um sich sprachlich zu orientieren? Das und mehr gibt's im heutigen Spektrogramm: Die Sprache von Raed Saleh hat Sebastian Heiser für die TAZ unter die Lupe genommen: »Die taz fragte: […]

Blogspektrogramm 34/2014

In der Sprachlog-Sommerpause gibt es heute durch und durch orthografisch-lexikalische Feinkost zu Jugendwörtern, Scrabble und Espresso. Also fast. Ein bisschen Baskisch und Sprachinstinkt ist auch dabei: Martin Haase von der Universität Bamberg forscht seit vielen Jahren zu Baskisch und findet Evidenz dafür, dass Baskisch weit weniger isoliert zu sein scheint, als angenommen. Darüber berichten mehrere Medien, […]

Blogspektrogramm 33/2014

Sie haben sicher noch Lesestoff von letzter Woche übrig — heute daher nur vier Links: Darüber, wo welche Vokale kurz oder lang gesprochen werden, darüber, was in der österreichischen Schulpolitik so passiert, darüber, wie ein Journalist mit Linguistinnen zusammengearbeitet hat und darüber, was er dabei herausgefunden hat. Los geht's: Sagen Sie Spaaaaß oder Spass? Politiik […]

Blogspektrogramm 32/2014

Da wir vom Sprachlog um Ihre Freizeitgestaltung besorgt sind, liefern wir Ihnen auch am heutigen Sonntag wieder zahlreiche Argumente gegen Lesefaulheit. Heute versuchen wir das mit einer irren Abfolge an Themen u.a. aus der Soziolinguistik, Forensischer Linguistik und einer besonders amüsanten Plagiatsapp: In der ZEIT schreibt Wolfgang Krischke zur Arbeit der Forensischen Linguistik. (Interessant ist, […]

Blogspektrogramm 31/2014

Die heutige Sonntagsunterhaltung bietet praktische Werkzeuge, Tautologien, Schaum vorm Mund, rätselhafte Manuskripte und högschde Konzentration. Viel Spaß! Die NYT hat ein neues Spielzeug: Mit Chronicle lassen sich Wörter und Phrasen seit Mitte des 19. Jahrhunderts in der New York Times suchen und visualisieren. Die Messung ist sehr grob (Zählung immer pro Artikel), aber lustig ist es […]

Hen, wirf Hirn vom Himmel

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG berichtete vorgestern davon, dass die Svenska Akademien in der neuen Auflage des von ihr herausgegebenen Wörterbuchs der schwedischen Sprache das geschlechtsneutrale Pronomen hen aufnehmen wird, das das Pronominalsystem in der dritten Person Singular neben hon ‚sie‘ und han ‚er‘ ergänzen soll–, nein, ergänzen wird–, hm, ergänzen muss–, ja, was denn nun?